VW ID.Polo und Skoda Epiq: ab rund 25.000 Euro – und auf Monate ausverkauft
Über 30.000 Bestellungen für den VW ID.Polo, mehr als 35.000 für den Skoda Epiq: Wer jetzt einen der neuen Elektro-Kleinwagen konfiguriert, wartet mindestens zehn Monate. Was das für Käufer bedeutet.

Wer sich für den neuen VW ID.Polo oder das Schwestermodell Skoda Epiq interessiert, sollte zuerst auf den Kalender schauen, nicht auf die Preisliste. Beide Elektro-Kleinwagen sind auf Monate ausverkauft. Für einen individuell konfigurierten ID.Polo nennt Volkswagen eine Wartezeit von mindestens zehn Monaten, bei Skoda Epiq und dem verwandten Cupra Raval werden für aktuell zusammengestellte Fahrzeuge teilweise Auslieferungstermine erst im Mai oder Juni 2027 genannt. Praktisch heißt das: Eine Bestellung heute ist eine Entscheidung für das kommende Jahr – beim ID.Polo mindestens zehn Monate, beim Epiq teils bis Mai oder Juni 2027.
Der Grund ist keine Panne, sondern schlichte Nachfrage. Der ID.Polo ist seit Ende April 2026 bestellbar und hat europaweit bereits mehr als 30.000 Bestellungen gesammelt. Für den Skoda Epiq liegen nach Angaben von Branchenmedien sogar mehr als 35.000 Bestellungen vor, obwohl die Serienproduktion erst am 8. Juni 2026 angelaufen ist. Beide Modelle kommen mit Einstiegspreisen um 25.000 Euro auf den Markt – für ein vollwertiges Elektroauto ein niedriger Wert.
Wie lang die Wartezeit wirklich ist
Die zehn Monate beim ID.Polo gelten für ein Fahrzeug, das nach eigenen Wünschen konfiguriert wird. Wie lange vorkonfigurierte Händlerfahrzeuge brauchen, ist offen – dazu liegen bislang keine belastbaren Zahlen vor. Nach unserer Einschätzung sind solche Lagerfahrzeuge früher verfügbar, weil sie fest in Produktionsslots eingeplant sind; verlässlich beantworten kann das derzeit nur der Händler vor Ort. Wer flexibel bei Farbe, Ausstattung und Motorisierung ist, hat also die besseren Karten.
Ob sich die Lage schnell entspannt, hängt an den Werken. Der ID.Polo läuft im spanischen Martorell, der Epiq in Navarra bei Pamplona. Zu den monatlichen Kapazitäten beider Standorte gibt es keine veröffentlichten Zahlen, entsprechend lässt sich nicht seriös sagen, ob die Wartezeiten im Laufe von 2027 kürzer werden. Sobald belastbare Angaben vorliegen, ergänzen wir sie.

VW ID.Polo: Preise, Leistung, Reichweite
Der ID.Polo steht auf der MEB+-Plattform und wird in drei Leistungsstufen angeboten: 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS). Die beiden schwächeren Varianten fahren mit einem Akku von 37 kWh netto, die 155-kW-Version bekommt 52 kWh. Die höchste WLTP-Reichweite liegt je nach Version bei bis zu 454 Kilometern – dieser Wert gehört zur größeren Batterie, nicht zum Einstiegsmodell. Der günstigste ID.Polo kostet 24.995 Euro.
Für Käufer ist die Aufteilung wichtiger als die Spitzenzahl. Wer überwiegend im Alltag pendelt und zu Hause oder bei der Arbeit laden kann, kommt mit 37 kWh gut aus. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, landet automatisch bei der 52-kWh-Version – und damit in einer anderen Preisklasse, zu der bislang keine belegten Zahlen veröffentlicht sind.
Skoda Epiq: kurz außen, groß im Kofferraum
Der Epiq nutzt die gleiche MEB+-Basis, setzt aber stärker auf Praktikabilität: 490 Liter Kofferraum bei knapp 4,10 Metern Länge. Dieses Volumen nennt Skoda selbst, und es passt eher zu einem Kompaktwagen als zu einem Kleinwagen. Der Einstiegspreis liegt bei rund 25.000 Euro. Die genauen Leistungsvarianten und technischen Daten sind bislang nicht vollständig veröffentlicht; eine gelegentlich genannte Reichweite von bis zu 400 Kilometern ist derzeit nicht belastbar belegt und sollte nicht als gesetzt gelten.
Auch die Frage, wie stark sich ID.Polo, Epiq und Cupra Raval bei Ausstattung, Bedienung und Software unterscheiden, lässt sich noch nicht abschließend beantworten. Die Plattform ist dieselbe, das Auto darüber nicht zwangsläufig. Wer zwischen den drei Modellen schwankt, sollte Konfiguratoren und Ausstattungslisten direkt gegenüberstellen, statt vom Preis auf die Gleichheit zu schließen.
| Merkmal | VW ID.Polo | Skoda Epiq |
|---|---|---|
| Plattform | MEB+ | MEB+ |
| Einstiegspreis | 24.995 Euro | rund 25.000 Euro |
| Leistung | 85 kW (116 PS) bis 155 kW (211 PS) | noch nicht vollständig veröffentlicht |
| Batterie (netto) | 37 kWh / 52 kWh | noch nicht vollständig veröffentlicht |
| Reichweite (WLTP) | bis zu 454 km | noch nicht belastbar belegt |
| Kofferraum | noch nicht veröffentlicht | 490 Liter |
| Länge | noch nicht veröffentlicht | knapp 4,10 m |
| Produktion | Martorell (Spanien) | Navarra bei Pamplona (Spanien) |
| Status | bestellbar seit Ende April 2026 | Serienproduktion seit 8. Juni 2026 |
Preis, Produktion, Nachfrage
Belegt ist zunächst der Preis: 24.995 Euro für den günstigsten ID.Polo, rund 25.000 Euro für den Epiq. Beide Autos entstehen in Spanien, der ID.Polo in Martorell, der Epiq in Navarra bei Pamplona, und beide kommen als reine Elektroautos. Wie sich dieses Preisniveau in das bisherige Elektroangebot von Volkswagen einordnet, lässt sich mit den vorliegenden Angaben nicht belegen – dazu fehlen belastbare Vergleichszahlen. Wie groß das Interesse ist, zeigen dagegen die Bestellungen: über 30.000 beim ID.Polo, mehr als 35.000 beim Epiq.
Im Wettbewerb stehen die beiden zwischen zwei Lagern. Nach unten liegen sehr günstige Stromer wie der Dacia Spring oder der Citroën ë-C3; nach unserer Einschätzung sind sie schneller verfügbar, bieten aber weniger Leistung und Reichweite – belegte Vergleichszahlen zu Lieferzeiten und Technik liegen uns dazu nicht vor. Nach oben liegen die etablierten Kompakt-Elektroautos, zu denen der ID.Polo mit seiner 52-kWh-Version preislich und technisch aufrückt. Ob Wartezeiten in dieser Größenordnung zum Marktstart üblich sind, lässt sich mit belegten Zahlen derzeit nicht sagen.
Bestellen oder auf eine Alternative ausweichen?
Die Entscheidung hängt vor allem daran, wann Sie das Auto brauchen. Läuft ein Leasingvertrag erst Ende 2027 aus, ist eine Bestellung jetzt zeitlich unkritisch. Muss das nächste Auto in den kommenden Monaten in der Einfahrt stehen, ist ein bereits verfügbares Fahrzeug die realistischere Wahl – ob als Neuwagen aus Händlerbestand, als Jahreswagen, im Leasing oder im Abo. Zu Rabatten oder Sonderaktionen bei ID.Polo und Epiq liegen derzeit keine belegten Angaben vor; bei einer Auftragslage dieser Größe sind größere Nachlässe nach unserer Einschätzung aber nicht der Normalfall.
- Beim Händler nach vorkonfigurierten Fahrzeugen mit festem Produktionsslot fragen – sie dürften früher verfügbar sein als eine freie Konfiguration, bestätigte Zahlen dazu gibt es allerdings nicht.
- Liefertermin schriftlich und mit Zeitraum bestätigen lassen, nicht nur mündlich.
- Prüfen, ob 37 kWh für Ihr Fahrprofil ausreichen – das entscheidet über Preis und Wartezeit gleichermaßen.
- Kurzfristigen Bedarf mit Abo oder kurzem Leasing überbrücken, statt die Bestellung zu stornieren.
Wie lang ist die Lieferzeit für den VW ID.Polo?
Für einen individuell konfigurierten ID.Polo nennt Volkswagen mindestens zehn Monate. Wie schnell vorkonfigurierte Händlerfahrzeuge verfügbar sind, ist bislang nicht öffentlich belegt und lässt sich nur beim Händler klären.
Was kostet der VW ID.Polo und wie weit kommt er?
Die günstigste Version kostet 24.995 Euro. Angeboten werden 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS), mit 37 kWh netto bei den schwächeren Varianten und 52 kWh bei der Topversion. Die höchste WLTP-Reichweite liegt bei bis zu 454 Kilometern.
Wann wird der Skoda Epiq ausgeliefert?
Die Serienproduktion begann am 8. Juni 2026 in Navarra. Für aktuell konfigurierte Fahrzeuge werden teilweise Auslieferungstermine erst im Mai oder Juni 2027 genannt – das gilt auch für den verwandten Cupra Raval.
Was bietet der Skoda Epiq für rund 25.000 Euro?
Belegt sind ein Kofferraumvolumen von 490 Litern bei knapp 4,10 Metern Länge und die MEB+-Plattform. Genaue Leistungsstufen, Batteriegrößen und Reichweiten sind noch nicht vollständig veröffentlicht.
Lohnt sich eine schneller verfügbare Alternative?
Wenn Sie das Auto in den kommenden Monaten brauchen, ja. Günstige Stromer wie Dacia Spring oder Citroën ë-C3 sind nach unserer Einschätzung schneller zu bekommen, bieten aber weniger Leistung und Reichweite; belegte Vergleichszahlen liegen dazu nicht vor. Alternativ überbrücken ein kurzes Leasing oder ein Abo die Wartezeit.
Quellen: Golem.de zur Bestell- und Wartezeitlage sowie zu Preis, Plattform und Produktionsstandort des ID.Polo; Branchenmedien wie Ecomento und Schmidtis Blog zu Bestellzahlen, Motorisierungen und Maßen. Die dort genannten Angaben zum Skoda Epiq beruhen teils auf unspezifischen Quellenverweisen und sind bis zu einer Bestätigung durch Volkswagen oder Skoda als vorläufig zu behandeln. Die Reichweite von bis zu 400 Kilometern für den Epiq taucht nur in kursierenden technischen Rohdaten auf, nicht in den bestätigten Angaben der Hersteller.
Quellen
- Golem.degolem.de
- Ecomentoecomento.de
- Schmidtis Blogschmidts-blog.de
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