VW ID. Polo: Elektro-Kleinwagen ab 24.995 Euro bestellbar
Volkswagen öffnet die Bestellbücher für den vollelektrischen ID. Polo: Preise ab 24.995 Euro, bis zu 455 Kilometer WLTP-Reichweite und ein Innenraum, der wieder auf echte Tasten setzt. Auslieferung ab September 2026.

Der vollelektrische VW ID. Polo ist ab sofort bestellbar, die ersten Autos sollen im September 2026 beim Händler stehen. Für Käufer ist vor allem der Einstiegspreis von 24.995 Euro die eigentliche Nachricht: Damit rückt ein Elektroauto von Volkswagen wieder in die Preisregion, in der sich sonst gut ausgestattete Kleinwagen mit Benzinmotor bewegen. Die Topversion soll laut Herstellerangabe unter 40.000 Euro bleiben – was die Ausstattungslinien dazwischen kosten, hat VW noch nicht im Detail aufgeschlüsselt.
Wer bisher wegen des Preises oder wegen des Bedienkonzepts der ID.-Familie gezögert hat, bekommt zwei konkrete Argumente. Erstens den Einstiegspreis von 24.995 Euro, der den ID. Polo in eine andere Liga als die größeren Modelle der Reihe stellt. Zweitens den Innenraum: Der Kleinwagen verzichtet auf die kritisierten Touchslider und setzt wieder auf physische Tasten und Drehregler.
Preise und Verkaufsstart: Was der ID. Polo kostet
Bestellen lässt sich der ID. Polo ab sofort, ausgeliefert wird ab September 2026. Offen ist praktisch alles zwischen dem Startpreis von 24.995 Euro und der genannten Obergrenze von unter 40.000 Euro für das Topmodell: Die Preise der höheren Ausstattungslinien und die Aufpreise für einzelne Optionen hat Volkswagen bislang nicht veröffentlicht. Immerhin bei der Farbe gibt es eine belegte Zusage – Pythongelb-Metallic kostet als Basisfarbe keinen Aufpreis. Wer ernsthaft kalkulieren will, sollte die Preisliste der Linien abwarten, denn bei Kleinwagen entscheidet erfahrungsgemäß die Ausstattung darüber, wo der reale Kaufpreis landet.
Technische Daten: Batterie, Reichweite, Laden
Der ID. Polo steht auf dem MEB+-Baukasten, der weiterentwickelten Elektroplattform von Volkswagen, arbeitet mit 400-Volt-Technik und treibt die Vorderräder an. Zur Wahl stehen zwei Batteriegrößen: ein 37-kWh-Akku mit LFP-Zellen (Lithium-Eisenphosphat, gilt als robust und günstiger in der Herstellung) und ein 52-kWh-Akku mit NMC-Zellen (Nickel-Mangan-Kobalt, höhere Energiedichte und damit mehr Reichweite je Kilogramm). Die WLTP-Reichweite gibt VW mit bis zu 329 Kilometern für die kleine und bis zu 455 Kilometern für die große Batterie an. Geladen wird mit bis zu 11 kW Wechselstrom und 90 bis 105 kW am Schnelllader – konkrete Ladezeiten für die beiden Varianten hat der Hersteller bisher nicht genannt.
Ein Hinweis zur Einordnung: WLTP-Werte sind Normwerte. Im Winter und bei durchgehend hohem Autobahntempo liegt die tatsächliche Reichweite darunter, belastbare Messwerte für den ID. Polo gibt es noch nicht. Ebenfalls offen ist, wie sich LFP- und NMC-Variante im Alltag bei Verbrauch und Ladeverhalten unterscheiden.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Plattform | MEB+, 400 Volt, Frontantrieb |
| Batteriekapazität | 37 kWh (LFP) / 52 kWh (NMC) |
| Reichweite (WLTP) | bis 329 km / bis 455 km |
| Leistungsstufen (vorläufig) | 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS), 155 kW (211 PS), 166 kW (226 PS) |
| Ladeleistung | 11 kW AC / 90–105 kW DC |
| Länge / Breite / Höhe | 4,05 m / 1,82 m / 1,53 m |
| Kofferraum | 441–1243 l |
| Anhängelast (vorläufig) | 500 kg bis 1200 kg (je nach Batterie) |
| Höchstgeschwindigkeit | 160 km/h (GTI rund 175 km/h, vorläufige Angabe) |
| Preis | ab 24.995 Euro, Topmodell unter 40.000 Euro |

Zwei Angaben aus dem Datenblatt ordnen wir bewusst mit Vorbehalt ein. Vier Leistungsstufen von 85 bis 166 kW sind für einen Kleinwagen breit gestaffelt; die oberen Stufen dürften zu einer sportlicheren Variante gehören, für die der ADAC eine Höchstgeschwindigkeit von rund 175 km/h und die Bezeichnung GTI führt. Das ist eine vorläufige Angabe, die Volkswagen als eigenes Modell bislang nicht offiziell bestätigt hat. Auch die Anhängelast von bis zu 1200 kg ist für ein 4,05 Meter kurzes Auto ein hoher Wert – bis zur Veröffentlichung der offiziellen technischen Datenblätter würden wir uns darauf nicht verlassen.
Innenraum: zurück zu echten Tasten
Die auffälligste Kehrtwende steckt nicht im Antrieb, sondern in der Mittelkonsole. Der ID. Polo verzichtet auf die Touchslider, die in ID.3, ID.4 und ID.7 wiederholt kritisiert wurden, und bringt physische Tasten und Drehregler zurück. Für den Alltag heißt das: Lautstärke und Temperatur lassen sich ohne Blick auf den Bildschirm verstellen. Wer ein Auto in dieser Klasse als Erst- oder Alltagswagen kauft und viel Kurzstrecke fährt, dürfte das als den größeren Fortschritt empfinden als die letzten Kilometer Reichweite.
Alltag: Kofferraum und Strom aus dem Auto
441 Liter Kofferraumvolumen nennt Volkswagen für den ID. Polo, bei umgeklappter Rückbank sind es bis zu 1243 Liter. Damit taugt der Kleinwagen für Wochenendgepäck, Baumarktfahrten und den Familienalltag, ohne dass man auf ein größeres Modell ausweichen muss. Serienmäßig an Bord ist Vehicle-to-Load mit bis zu 3,7 kW: Über diese Funktion lassen sich externe Geräte mit Strom aus der Antriebsbatterie versorgen – praktisch für Campingausrüstung, Werkzeug oder E-Bike-Ladegeräte. Ob der ID. Polo darüber hinaus auch Vehicle-to-Home unterstützt, also die Einspeisung ins Hausnetz, ist bislang nicht geklärt.
Einordnung: Wo der ID. Polo im Markt steht
Der ID. Polo trifft auf eine wachsende Zahl elektrischer Kleinwagen, zu denen etwa Renault 5 E-Tech und Citroën ë-C3 zählen. Belastbare Preisvergleiche zu diesen Modellen liegen uns nicht vor – wer vergleichen will, sollte die tagesaktuellen Preislisten und Angebote nebeneinanderlegen. Technisch setzt der ID. Polo nach unserer Einschätzung keine Bestwerte: Zwei Batteriegrößen, 400-Volt-Technik und rund 100 kW Ladeleistung sind in dieser Klasse inzwischen üblich. Gegenüber dem Verbrenner-Polo liegt er auf dem Preisniveau gut ausgestatteter Benziner, was den Umstieg auf den E-Antrieb rechnerisch einfacher macht als bisher bei VW.
- Offen: Preise und Inhalte der höheren Ausstattungslinien
- Offen: Ladezeiten sowie Realverbrauch von LFP- und NMC-Variante
- Offen: Unterstützung von Vehicle-to-Home
- Vorläufig: Leistungsstufen, Anhängelast und die Daten der GTI-Version (rund 175 km/h laut ADAC), von VW offiziell noch nicht bestätigt
Ab wann ist der VW ID. Polo bestellbar und lieferbar?
Bestellbar ist der ID. Polo ab sofort. Beim Händler soll er im September 2026 stehen.
Was kostet der VW ID. Polo?
Der Einstiegspreis liegt bei 24.995 Euro. Das Topmodell soll unter 40.000 Euro bleiben. Die Preise der Linien dazwischen und der Extras hat Volkswagen noch nicht veröffentlicht.
Wie hoch ist die Reichweite?
Mit der 37-kWh-Batterie nennt VW bis zu 329 Kilometer nach WLTP, mit der 52-kWh-Batterie bis zu 455 Kilometer. Im Winter und bei hohem Autobahntempo liegen die realen Werte darunter; belastbare Messungen gibt es noch nicht.
Welche Batterien stehen zur Wahl?
Ein 37-kWh-Akku mit LFP-Zellen (Lithium-Eisenphosphat, robust und günstiger) und ein 52-kWh-Akku mit NMC-Zellen (Nickel-Mangan-Kobalt, höhere Energiedichte). Geladen wird mit bis zu 11 kW an der Wechselstrom-Ladestation und mit 90 bis 105 kW am Schnelllader.
Wie groß ist der Kofferraum?
441 Liter, bei umgeklappter Rückbank bis zu 1243 Liter.
Kommt eine GTI-Version?
Volkswagen hat sie offiziell noch nicht als eigenes Modell bestätigt. Der ADAC führt für eine GTI-Version bereits eine Höchstgeschwindigkeit von rund 175 km/h; auch die vier Leistungsstufen bis 166 kW deuten auf eine stärkere Variante hin. Diese Angaben sind vorläufig.
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