VW ID. Tiguan: Was der ID.4-Nachfolger 2026 besser machen soll
Volkswagen ersetzt den ID.4 durch den ID. Tiguan – ein Elektro-SUV, das in der Topversion über 700 Kilometer Reichweite bieten soll. Premiere: Oktober 2026. Preise und Marktstart sind offen.

Volkswagen bringt mit dem ID. Tiguan den Nachfolger des Elektro-SUV ID.4. Die Weltpremiere ist für Oktober 2026 angesetzt, die Serienproduktion soll im November 2026 im Werk Emden anlaufen. Der Name greift die etablierte Tiguan-Baureihe auf und ersetzt die bisherige Zahlenlogik hinter dem ID.-Kürzel.
Für wen das jetzt schon zählt: Wenn Sie in den kommenden Monaten ein Elektro-SUV dieser Größe kaufen, leasen oder im Abo nehmen wollen, ist der Nachfolger noch weit weg. Zwischen der Premiere im Herbst 2026 und den ersten Auslieferungen an Kunden liegt üblicherweise weitere Zeit, und einen Termin dafür hat Volkswagen nicht genannt. Wer nicht warten will oder kann, wird beim aktuellen ID.4 fündig – oft mit besseren Konditionen für Lagerfahrzeuge, weil der Modellwechsel absehbar ist. Das ist ein Argument bei Verhandlungen über Nachlässe und Leasingraten.
Zwei Batterien, deutlich mehr Reichweite in Aussicht
Das Fahrzeug basiert auf der weiterentwickelten MEB+-Plattform. Kern der Ankündigung ist eine neue NMC-Einheitszelle mit rund 79 bis 91 kWh Kapazität, mit der über 700 Kilometer Reichweite nach WLTP möglich sein sollen. Darunter positioniert Volkswagen Einstiegsversionen mit günstigeren LFP-Zellen und rund 58 kWh, die etwa 550 Kilometer schaffen sollen. Zwei unterschiedliche Zellchemien in einer Baureihe sind für Volkswagen neu.
Beide Reichweitenangaben sind Vorabangaben und sollten mit Vorsicht gelesen werden. Über 700 Kilometer aus 79 bis 91 kWh entsprechen rechnerisch einem WLTP-Verbrauch von etwa 11 bis 13 kWh pro 100 Kilometer, rund 550 Kilometer aus 58 kWh sogar etwa 10,5 kWh. Nach unserer Einschätzung sind das für ein SUV dieser Größe außergewöhnlich niedrige Werte. Ob dahinter eine besonders sparsame Basismotorisierung, eine neue Ladearchitektur oder eine optimistische Vorabangabe steckt, ist offen. Angaben zur Spannungslage (400 oder 800 Volt), zur Ladeleistung und zu den Ladezeiten liegen nicht vor.
Kantigeres Design, echte Tasten zurück

Optisch soll der Nachfolger deutlich kantiger auftreten und sich an klassischen SUV-Proportionen orientieren – weg von der glatten, rundlichen Formensprache der ersten ID.-Generation. Berichte nennen herkömmliche Türgriffe statt versenkter Lösungen und eine durchgehende Lichtsignatur an der Front.
Im Innenraum kehren physische Tasten zurück: am Lenkrad und für die Klimabedienung, angeordnet unter einem neuen 15-Zoll-Display. Für viele Käufer dürfte das der wichtigste Punkt der Meldung sein. Die Touch-Bedienung und die berührungsempfindlichen Lenkradflächen der frühen ID.-Modelle haben nach unserer Beobachtung jahrelang Kritik eingesammelt. Wer den aktuellen ID.4 wegen der Bedienung abgelehnt hat, bekommt hier ein Argument, sich das Nachfolgemodell später anzusehen.
Neuer Name, alte Bekannte
Die Namensgebung ist mehr als Kosmetik. Statt einer Zahl hinter dem ID.-Präfix trägt das Elektro-SUV den Namen der bekannten Verbrenner-Baureihe. Volkswagen stellt in Aussicht, künftig auch bei weiteren Elektromodellen etablierte Modellnamen zu nutzen (etwa Polo oder Golf). Für Käufer heißt das vor allem: Die Modellhierarchie wird verständlicher, weil sich ein ID. Tiguan sofort einordnen lässt, während bei ID.3, ID.4, ID.5 und ID.7 erst einmal Erklärungsbedarf bestand.
Die harten Daten im Überblick
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Plattform | MEB+ |
| Batterie Topversion | NMC-Einheitszelle, ca. 79–91 kWh |
| Reichweite Topversion | über 700 km (WLTP, Vorabangabe) |
| Batterie Einstieg | LFP, ca. 58 kWh |
| Reichweite Einstieg | ca. 550 km (WLTP, Vorabangabe) |
| Zentraldisplay | 15 Zoll |
| Weltpremiere | Oktober 2026 |
| Produktionsstart | November 2026, Werk Emden |
| Leistung, Antrieb, Preise | nicht bekannt |
Was noch offen ist
Die Lücken in den Informationen sind groß, und sie betreffen genau die Punkte, die eine Kaufentscheidung tragen. Diese Punkte sind offen:
- Preise: keine Angaben, weder für die LFP-Basis noch für die NMC-Topversion.
- Marktstart und Auslieferung: nicht terminiert. Bekannt ist nur der Produktionsstart im November 2026.
- Motorisierungen: keine Leistungswerte, keine Aussage zu Heck- oder Allradantrieb, keine Bestätigung einer GTX-Variante.
- Ladetechnik: Spannungslage, maximale Ladeleistung und Ladezeiten sind unbekannt.
- Ob und wie lange der bisherige ID.4 parallel im Programm bleibt, ist ebenfalls nicht kommuniziert.
Auffällig ist außerdem der Zeitplan. Premiere im Oktober, Serienanlauf im November – im Automobilbau liegen zwischen beidem normalerweise mehrere Monate. Entweder ist der Ablauf tatsächlich so eng geplant, oder einer der beiden Termine verschiebt sich noch. Beide Daten sind deshalb als Richtwerte zu verstehen, nicht als Zusagen.
Lohnt sich das Warten?
Das hängt an Ihrem Zeitfenster. Bis Kundenfahrzeuge des Nachfolgers auf der Straße stehen, dürfte es nach unserer Einschätzung weit ins Jahr 2027 gehen – ein Auslieferungstermin ist bislang nicht genannt. Wer jetzt ein Elektro-SUV braucht, wartet damit sehr lange auf ein Fahrzeug, dessen Preis niemand kennt. Wer ohnehin erst in ein bis zwei Jahren wechselt, kann die Entwicklung im Blick behalten: mehr Reichweite, eine günstigere Einstiegsbatterie und eine überarbeitete Bedienung sind zusammen ein deutlicher Schritt gegenüber dem heutigen ID.4.
Ein Zwischenweg ist ein kurz laufender Leasing- oder Abo-Vertrag auf den aktuellen ID.4 oder ein vergleichbares Modell. So überbrücken Sie die Zeit, ohne sich langfristig an die auslaufende Generation zu binden. Angebote für Neuwagen, Jahreswagen und Gebrauchte – zum Kauf, im Leasing oder im Abo – finden Sie bei AutoHub, den Nachfolger dort, sobald er bestellbar ist.
Kann ich den ID. Tiguan schon bestellen?
Nein. Einen Termin für den Verkaufsstart und die ersten Auslieferungen an Kunden hat Volkswagen bislang nicht genannt. Die bekannten Termine zu Premiere und Produktionsstart stehen in der Übersicht oben.
Heißt das Auto ID. Tiguan?
Ja, der Nachfolger des ID.4 trägt diesen Namen. Volkswagen greift damit die etablierte Tiguan-Baureihe auf und stellt in Aussicht, auch weitere Elektromodelle nach bekannten Modellnamen zu benennen.
Wie hoch ist die Reichweite?
Für die Topversion mit neuer NMC-Einheitszelle (ca. 79–91 kWh) werden über 700 km nach WLTP genannt, für den Einstieg mit LFP-Batterie (ca. 58 kWh) rund 550 km. Beide Werte sind Vorabangaben und entsprechen rechnerisch einem für ein SUV sehr niedrigen Verbrauch von etwa 10,5 bis 13 kWh pro 100 Kilometer. Für welche Motorisierung die Werte jeweils gelten, ist offen.
Was kostet der ID.4-Nachfolger?
Dazu liegen keine Angaben vor – weder Grundpreise noch Preise einzelner Ausstattungsvarianten. Ein Vergleich mit dem aktuellen ID.4 oder dem Verbrenner-Tiguan ist deshalb derzeit nicht möglich.
Gibt es wieder eine GTX-Version mit Allradantrieb?
Unbekannt. Zu Leistungswerten und zur Frage Heck- oder Allradantrieb wurde nichts kommuniziert. Auch eine sportliche Topvariante ist bislang nicht angekündigt.
Wo wird das Fahrzeug gebaut?
Im Volkswagen-Werk Emden, wo auch der aktuelle ID.4 gefertigt wird.
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