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BMW ruft 5er und i5 wegen Bremssystem zurück: Was Halter und Käufer jetzt wissen müssen

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Weltweit sind bis zu 1,5 Millionen Fahrzeuge für den Rückruf vorgesehen, rund 150.000 davon in Deutschland. Betroffen sind unter anderem der 5er (G60/G61) und der i5 aus der Produktion von Juni 2022 bis August 2024.

BMW 5er der Generation G60, aktuelle Limousine
KI-generiertes Bild

Wer einen BMW 5er der aktuellen Generation (G60 als Limousine, G61 als Touring) oder einen vollelektrischen i5 fährt, sollte prüfen, ob sein Fahrzeug zu einem laufenden Rückruf gehört. Grund ist ein Fehler im Bremssystem, der nach Angaben des Herstellers den Bremskraftverstärker, das Antiblockiersystem (ABS) und die dynamische Stabilitätskontrolle (DSC) betreffen kann. Weltweit geht es um bis zu 1,5 Millionen Fahrzeuge, in Deutschland um rund 150.000. Die Aktion wird beim Kraftfahrt-Bundesamt unter der Referenznummer 13586 geführt.

Für Käuferinnen und Käufer ist das unmittelbar relevant, weil es um Fahrzeuge aus sehr junger Produktion geht. Der Produktionszeitraum reicht von Juni 2022 bis August 2024. Prüfen Sie bei einem Fahrzeug aus diesem Zeitraum vor dem Kauf oder der Übernahme den Rückrufstatus. Üblicherweise führen Hersteller Arbeiten im Rahmen eines Rückrufs für den Halter kostenfrei durch; eine ausdrückliche Angabe von BMW dazu liegt uns für diesen Fall nicht vor.

Welche BMW-Modelle der Rückruf betrifft

Genannt sind bisher die 5er-Reihe in den Modellen G60 und G61 sowie der rein elektrisch angetriebene i5. Ob ein einzelnes Fahrzeug betroffen ist, lässt sich anhand seiner Fahrgestellnummer prüfen. Ob weitere Baureihen von BMW oder Mini mit derselben Komponente in den Rückruf fallen, ist aus den vorliegenden Angaben nicht ersichtlich.

MerkmalAngabe
Betroffene Baureihen (Auszug)BMW 5er (G60/G61), BMW i5
ProduktionszeitraumJuni 2022 bis August 2024
BauteilBrake-by-Wire-System MK C2
ZuliefererContinental
KBA-Referenznummer13586
Fahrzeuge weltweitbis zu 1,5 Millionen
Fahrzeuge in Deutschlandrund 150.000

Das Bauteil: Brake-by-Wire von Continental

Als Fehlerquelle wurde das Brake-by-Wire-System mit der Bezeichnung MK C2 identifiziert, das vom Zulieferer Continental stammt. Brake-by-Wire bedeutet, dass der Druck auf das Bremspedal zunächst als elektronisches Signal erfasst und erst danach in Bremsdruck umgesetzt wird. Pedal und Bremswirkung sind dadurch im Normalbetrieb elektronisch entkoppelt. Solche Systeme übernehmen in einer Einheit mehrere Aufgaben, die früher auf getrennte Komponenten verteilt waren: Bremskraftverstärkung, ABS-Regelung und die Eingriffe der Stabilitätskontrolle. Daraus erklärt sich, warum ein einzelner Defekt gleich drei Sicherheitsfunktionen berührt.

Welches Risiko besteht

Die vorliegende Rückrufmeldung beschreibt das Risiko als plötzlichen Ausfall von Bremskraftverstärker, ABS und DSC. Wie dieser Ausfall im Fahrbetrieb konkret abläuft, geht aus der Meldung nicht hervor. Aus den vorliegenden Angaben geht auch nicht hervor, ob die Bremse bei einem Ausfall mit höherem Pedaldruck weiter funktioniert oder ob vorher eine Warnung im Display erscheint. Diesen Punkt kennzeichnen wir ausdrücklich als offen; Klarheit sollte die ausführliche Rückrufbeschreibung des Kraftfahrt-Bundesamts bringen.

Ebenfalls offen ist, ob es im Zusammenhang mit dem Defekt bereits Unfälle, Sach- oder Personenschäden gegeben hat. In den uns vorliegenden Angaben finden sich dazu keine Informationen. Halter, bei denen Warnmeldungen zu Bremse, ABS oder Stabilitätskontrolle auftreten, sollten unabhängig vom Rückruf eine Werkstatt aufsuchen.

Was betroffene Halter tun können

Bei einem Rückruf dieser Größenordnung schreibt der Hersteller die Halter in der Regel über die beim Kraftfahrt-Bundesamt hinterlegten Daten an. Wer nicht warten will, kann die Fahrgestellnummer bei einem BMW-Partner oder über die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts prüfen lassen; die Referenznummer 13586 hilft bei der Zuordnung. Die Fahrgestellnummer steht in den Fahrzeugpapieren.

  • Fahrzeugmodell und Produktionsdatum abgleichen: 5er G60/G61 oder i5 aus dem Zeitraum Juni 2022 bis August 2024.
  • Fahrgestellnummer über den Service oder die KBA-Rückrufdatenbank zur Referenz 13586 prüfen lassen.
  • Auf Warnmeldungen zu Bremse, ABS oder DSC achten und bei Auffälligkeiten sofort eine Werkstatt kontaktieren.
  • Beim Kauf eines Jahres- oder Gebrauchtwagens dieser Baujahre schriftlich bestätigen lassen, ob die Rückrufaktion bereits durchgeführt wurde.

Welche Arbeiten in der Werkstatt genau anfallen, ist bislang nicht veröffentlicht. Denkbar sind ein Software-Update der Bremssteuerung oder der Austausch von Hardware; beides unterscheidet sich deutlich in der Dauer des Werkstattaufenthalts. Auch zur Frage, ob BMW für die Zeit der Reparatur ein Ersatzfahrzeug stellt, liegen uns keine Angaben vor. Diese Punkte klären am ehesten der Rückrufbrief und der jeweilige Servicepartner.

Einordnung für Käufer

Lassen Sie sich vor dem Kauf schriftlich bestätigen, dass die Rückrufaktion an diesem Fahrzeug durchgeführt wurde. Problematisch wird es, wenn ein Auto aus dem betroffenen Zeitraum angeboten wird und niemand sagen kann, ob die Aktion erledigt ist. Die Zusage gehört in den Kaufvertrag oder zumindest in eine schriftliche Erklärung des Verkäufers. Bei Leasing- und Abo-Fahrzeugen fragen Sie beim Anbieter nach, ob die Aktion bereits durchgeführt wurde.

Auf Preise und Verfügbarkeit der Baureihe hat der Rückruf nach heutigem Stand keinen belegbaren Einfluss. Vor dem Kauf sollte geklärt sein, ob die Rückrufaktion am konkreten Fahrzeug bereits erledigt wurde. Falls nicht, sollten Käufer den weiteren Ablauf mit dem Verkäufer und BMW klären.

Welche BMW-Modelle sind vom Rückruf betroffen?

Genannt sind die BMW 5er-Reihe in den Modellen G60 und G61 sowie der elektrische BMW i5. Ob weitere Modelle mit derselben Bremskomponente hinzukommen, ist bislang nicht bekannt.

Welcher Produktionszeitraum ist betroffen?

Fahrzeuge, die zwischen Juni 2022 und August 2024 produziert wurden.

Wie viele Fahrzeuge betrifft der Rückruf?

Weltweit bis zu 1,5 Millionen Fahrzeuge, in Deutschland rund 150.000.

Was ist die technische Ursache?

Ein Defekt am Brake-by-Wire-System MK C2 des Zulieferers Continental. Dadurch können laut Rückrufmeldung Bremskraftverstärker, ABS und die dynamische Stabilitätskontrolle ausfallen.

Unter welcher Nummer läuft die Rückrufaktion?

Beim Kraftfahrt-Bundesamt wird die Aktion unter der Referenznummer 13586 geführt.

Was kostet mich die Reparatur?

Üblicherweise führen Hersteller Arbeiten im Rahmen einer Rückrufaktion für den Halter kostenfrei durch; eine ausdrückliche Angabe von BMW dazu liegt uns für diesen Rückruf nicht vor. Wie lange der Werkstattaufenthalt dauert und ob ein Ersatzfahrzeug gestellt wird, ist bislang nicht veröffentlicht.

Woran erkenne ich, ob mein Auto betroffen ist?

Ob Ihr Auto betroffen ist, können Sie anhand der Fahrgestellnummer prüfen. Sie lässt sich bei einem BMW-Servicepartner oder über die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts zur Referenznummer 13586 abgleichen.