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BMW ruft Plug-in-Hybride von 3er und 5er zurück: Brandgefahr durch Wasser im Anlasser

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Rund 5.800 Fahrzeuge in Deutschland und knapp 190.000 weltweit sind betroffen. Wer einen 3er oder 5er Plug-in-Hybrid aus dem Produktionszeitraum 29. Juli bis 12. November 2020 fährt, sollte den Rückrufstatus prüfen.

Ein BMW 3er mit Plug-in-Hybrid-Antrieb steht in einer Werkstatt, ein Techniker öffnet die Motorhaube zur Inspektion
KI-generiertes Bild

BMW ruft weltweit knapp 190.000 Plug-in-Hybride der 3er- und 5er-Reihe in die Werkstätten zurück. In Deutschland betrifft die Aktion rund 5.800 Fahrzeuge. Der Grund: In den Anlasser (Starter) kann Wasser eindringen, das im ungünstigsten Fall einen Kurzschluss, örtliche Überhitzung oder einen Fahrzeugbrand auslösen kann. Wer einen 3er oder 5er als Plug-in-Hybrid aus dem Produktionszeitraum vom 29. Juli bis 12. November 2020 fährt oder ein solches Auto gerade kaufen möchte, sollte deshalb zuerst klären, ob das konkrete Fahrzeug auf der Liste steht.

Die Reparatur ist überschaubar: In der Werkstatt wird der Anlasser getauscht, in seltenen Fällen zusätzlich die Fahrzeugbatterie. Das dauert bis zu zwei Stunden. Betroffene Halterinnen und Halter vereinbaren dafür einen Termin bei einer BMW-Werkstatt.

Welche BMW-Modelle sind vom Rückruf betroffen?

Detailansicht eines Anlassers in einem BMW 5er Touring - zeigt die technische Komponente, die von dem Rückruf betroffen ist
KI-generiertes Bild

Der Rückruf gilt für die Plug-in-Hybrid-Varianten der Baureihen G20 und G21 – also 3er Limousine und 3er Touring – sowie G30 und G31, die 5er Limousine und den 5er Touring. Entscheidend ist der Produktionszeitraum: Nur Fahrzeuge, die zwischen dem 29. Juli und dem 12. November 2020 gebaut wurden, sind erfasst. Das sind knapp vier Monate aus einer mehrjährigen Bauzeit.

Dieses enge Zeitfenster spricht nach unserer Einschätzung dafür, dass ein bestimmter Fertigungs- oder Zulieferfehler dahintersteckt und nicht eine grundsätzliche Schwäche der Baureihe oder der Plug-in-Hybrid-Technik. Fahrzeuge aus anderen Produktionsmonaten derselben Modelle sind nach der vorliegenden Information nicht betroffen. Wer unsicher ist, klärt das über die Fahrgestellnummer.

Was ist die Ursache?

Auslöser ist möglicher Wassereintritt in den Anlasser. Feuchtigkeit an dieser Stelle kann zunächst zu Startproblemen führen. Bleibt das Problem bestehen, sind Kurzschlüsse, eine örtliche Überhitzung und im Extremfall ein Fahrzeugbrand möglich. Wer bei seinem Fahrzeug wiederholt Startprobleme bemerkt, sollte das gegenüber der Werkstatt ansprechen.

Offen bleibt, ob es bereits tatsächliche Brand- oder Schadensfälle gegeben hat. Die vorliegende Quelle nennt nur das technische Risiko, keine konkreten Vorfälle. Das ist bei präventiven Sicherheitsrückrufen üblich, sagt für sich genommen aber nichts über die Dringlichkeit im Einzelfall aus.

Die Eckdaten im Überblick

MerkmalWert
Betroffene ModelleBMW 3er und 5er Plug-in-Hybrid (G20, G21, G30, G31)
Produktionszeitraum29. Juli bis 12. November 2020
Fahrzeuge weltweitknapp 190.000
Fahrzeuge in Deutschlandrund 5.800
MaßnahmeAustausch des Anlassers (Starter), selten zusätzlich der Fahrzeugbatterie
Dauer des Werkstattaufenthaltsbis zu 2 Stunden
Aktionscodes0012820600 und 0012840600

Wie läuft die Reparatur ab?

Halterinnen und Halter vereinbaren einen Termin bei einer BMW-Werkstatt und planen dafür bis zu zwei Stunden ein. Die Aktionscodes 0012820600 und 0012840600 ordnen den Vorgang eindeutig zu – es lohnt sich, sie schon bei der Terminvereinbarung zu nennen. Praktisch ist außerdem, die Fahrgestellnummer bereitzuhalten, damit die Werkstatt die Betroffenheit direkt prüfen kann.

Zwei Punkte sind aus der vorliegenden Quelle nicht belegt und sollten deshalb direkt beim Händler oder bei BMW erfragt werden: wie die betroffenen Halterinnen und Halter kontaktiert werden und ob beziehungsweise unter welchen Bedingungen die Arbeiten kostenfrei sind. Bei Sicherheitsrückrufen trägt der Hersteller die Kosten in aller Regel, eine ausdrückliche Bestätigung für diese Aktion liegt uns aber nicht vor. Ebenfalls nicht belegt ist, ob das Fahrzeug bis zur Reparatur uneingeschränkt genutzt werden darf – auch das klärt am zuverlässigsten die Werkstatt.

Was das für Käufer bedeutet

Wer einen 3er oder 5er als Plug-in-Hybrid ins Auge fasst, sollte vor dem Kauf zwei Dinge prüfen: das Produktionsdatum und den Rückrufstatus. Liegt das Fahrzeug im Zeitfenster vom 29. Juli bis 12. November 2020, gehört die Frage, ob die Maßnahme bereits durchgeführt wurde, in jede Besichtigung. Der Verkäufer oder eine BMW-Werkstatt kann das anhand der Fahrgestellnummer beantworten.

Aus unserer Sicht ist ein offener Rückruf kein Grund, vom Kauf abzusehen: Der Aufwand ist gering, die Ursache klar benannt und die Reparatur in bis zu zwei Stunden erledigt. Für alle 3er und 5er außerhalb dieses Produktionsfensters ändert sich durch die Meldung nichts. Auf AutoHub lassen sich beide Baureihen als Neuwagen, Jahreswagen und Gebrauchtwagen vergleichen – zum Kauf, im Leasing oder im Abo.

Wie erkenne ich, ob mein Fahrzeug betroffen ist?

Betroffen sind Plug-in-Hybride der Baureihen G20, G21, G30 und G31 aus der Produktion vom 29. Juli bis 12. November 2020. Endgültige Klarheit gibt eine Abfrage anhand der Fahrgestellnummer bei einer BMW-Werkstatt.

Ist die Reparatur kostenlos?

Dazu liegt uns keine belastbare Angabe vor. Bei Sicherheitsrückrufen übernimmt der Hersteller die Kosten üblicherweise, eine Bestätigung für diese Aktion sollten Sie sich aber von Ihrer BMW-Werkstatt geben lassen.

Gab es bereits Brandfälle?

Dazu ist aus der vorliegenden Quelle nichts bekannt. Genannt wird das technische Risiko von Kurzschluss, Überhitzung und Fahrzeugbrand, nicht aber die Zahl tatsächlicher Vorfälle.

Quellen