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Cupra Born: Rückruf wegen Brandgefahr an der Hochvoltbatterie

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Cupra ruft weltweit knapp 20.000 Born der Baujahre 2022 bis 2024 in die Werkstatt, rund 6.000 davon in Deutschland. Ein fehlerhaftes Batteriemodul kann die Reichweite verringern und im Extremfall einen Fahrzeugbrand auslösen.

Cupra Born vor einer Werkstatt, Dreiviertel-Vorderansicht
KI-generiertes Bild

Cupra ruft weltweit knapp 20.000 Exemplare des Elektromodells Born in die Werkstatt, rund 6.000 davon sind in Deutschland zugelassen. Betroffen sind Fahrzeuge, die zwischen dem 7. Februar 2022 und dem 21. April 2024 gebaut wurden. Auslöser ist ein Modul der Hochvoltbatterie, das die Qualitätsvorgaben des Herstellers nicht erfüllt. Halter erhalten ein Schreiben mit dem Betreff „Produktsicherheitsrückruf: Batterieprüfung, Code 93S4“.

Wer einen Born aus diesem Zeitraum fährt, sollte die eigene Fahrgestellnummer prüfen. Cupra hat dafür eine Online-Rückrufplattform eingerichtet und nennt zusätzlich eine Telefonnummer für Rückfragen. Wer einen gebrauchten Born oder einen Jahreswagen kaufen möchte, kann ebenfalls anhand der Fahrgestellnummer prüfen, ob das Auto betroffen ist. Für eine bereits erledigte Reparatur sollten Käufer einen Nachweis verlangen. Das gilt für Leasing- und Abo-Fahrzeuge aus den Baujahren 2022 bis 2024 ebenso.

Was an der Batterie fehlerhaft ist

Hochvolt-Batteriemodule während der technischen Überprüfung in der Werkstatt
KI-generiertes Bild

Bei den betroffenen Autos erfüllt ein einzelnes Modul der Hochvoltbatterie die Qualitätsstandards des Herstellers nicht. Die Folgen reichen laut Rückrufschreiben von einem erheblichen Reichweitenverlust über das Aufleuchten einer gelben Kontrollleuchte bis zu einer thermischen Überlastung der Batterie. Im Extremfall kann daraus ein Fahrzeugbrand entstehen. Cupra weist dabei ausdrücklich auf Verletzungs- und Lebensgefahr für die Insassen hin sowie darauf, dass Feuer auf andere Fahrzeuge oder Gebäude übergreifen kann.

Ein Nutzungs- oder Ladeverbot bis zum Werkstatttermin geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Wer eine gelbe Warnmeldung im Display sieht oder plötzlich deutlich weniger Reichweite feststellt, sollte den Vertragspartner ansprechen, statt abzuwarten. Zu den Kosten der Maßnahme macht die Quelle keine Angabe.

Umfang: knapp 20.000 Born von fast 100.000 Fahrzeugen

Konzernweit umfasst der Rückruf weltweit fast 100.000 Elektrofahrzeuge. Der Cupra Born stellt davon mit knapp 20.000 Einheiten rund ein Fünftel. Welche weiteren Modelle anderer Volkswagen-Konzernmarken betroffen sind, ist bislang nicht benannt.

MerkmalWert
Betroffenes ModellCupra Born
KBA-Referenznummer16269R
Hersteller-Aktionscode93S4
Produktionszeitraum07.02.2022 – 21.04.2024
Cupra Born weltweitknapp 20.000
Cupra Born in Deutschlandrund 6.000
VW-Konzern weltweitfast 100.000

Was in der Werkstatt passiert

Cupra sieht drei Schritte vor: eine Software-Aktualisierung, die Überprüfung der Hochvolt-Batteriemodule und den Austausch einzelner Module. Nicht jedes betroffene Auto bekommt neue Module: Getauscht wird nur, wenn die Prüfung Abweichungen zeigt. Uneingeschränkte Werte bei Ladezeit und Reichweite stellt Cupra erst nach dem Werkstattbesuch in Aussicht. Bis dahin können betroffene Fahrzeuge langsamer laden oder weniger weit kommen als im Datenblatt angegeben. Wer zuletzt eine geringere Reichweite festgestellt hat, sollte das beim Werkstatttermin ansprechen.

Beim Kauf: Nachweis verlangen

Für den Wiederverkaufswert lässt sich derzeit nichts Belastbares sagen. Beim Kauf sollten Interessenten einen Nachweis verlangen, dass die Aktion 93S4 durchgeführt wurde. Dokumentiert wird das im Serviceheft oder im digitalen Serviceprotokoll.

Was noch offen ist

  • Welche weiteren Modelle der Volkswagen-Konzernmarken zu den fast 100.000 zurückgerufenen Elektroautos zählen.
  • Wie lange Prüfung und möglicher Modultausch in der Vertragswerkstatt dauern.
  • Ob Halter für die Dauer der Maßnahme ein kostenloses Ersatzfahrzeug erhalten.
Welche Cupra Born sind vom Rückruf betroffen?

Fahrzeuge aus der Produktion zwischen dem 7. Februar 2022 und dem 21. April 2024. Weltweit sind knapp 20.000 Born betroffen, rund 6.000 davon in Deutschland. Ob das eigene Auto dabei ist, lässt sich über die Fahrgestellnummer auf der Rückrufplattform von Cupra prüfen.

Unter welchen Nummern wird der Rückruf geführt?

Beim Kraftfahrt-Bundesamt läuft die Aktion unter der Referenz 16269R, Cupra selbst nutzt den Aktionscode 93S4. Das Anschreiben an die Halter trägt den Titel „Produktsicherheitsrückruf: Batterieprüfung, Code 93S4“.

Welche Risiken bestehen durch den Batteriemangel?

Möglich sind ein erheblicher Reichweitenverlust und das Aufleuchten einer gelben Kontrollleuchte. Im Extremfall kann die Hochvoltbatterie thermisch überlastet werden, woraus ein Fahrzeugbrand entstehen kann. Cupra nennt dabei Verletzungs- und Lebensgefahr für die Insassen und die Möglichkeit, dass Feuer auf andere Fahrzeuge oder Gebäude übergreift.

Wie wird der Fehler behoben?

Die Werkstatt spielt ein Software-Update auf, prüft die Module der Hochvoltbatterie und tauscht einzelne Module aus, wenn dabei Abweichungen auffallen. Volle Werte bei Ladezeit und Reichweite stellt Cupra erst nach diesem Werkstattbesuch in Aussicht.

Worauf sollte ich beim Kauf eines gebrauchten Born achten?

Fragen Sie vor dem Kauf nach, ob die Aktion 93S4 bereits durchgeführt und dokumentiert wurde. Das gilt für Gebraucht- und Jahreswagen ebenso wie für Leasing- oder Abo-Fahrzeuge aus den Baujahren 2022 bis 2024.

Quelle der Angaben zu Stückzahlen, Produktionszeitraum und Maßnahmen ist ein Bericht von Solarserver vom 27. April 2026, der sich auf das Rückrufschreiben von Cupra stützt.

Quellen