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Rückruf für Opel Astra L, Peugeot 308 und DS 4: Bremsunterstützung kann nachlassen

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Ein Softwarefehler im Steuergerät des elektrischen Bremskraftverstärkers zwingt drei Stellantis-Modelle in die Werkstatt. In Deutschland sind 14.599 Fahrzeuge betroffen, die Reparatur erfolgt per Software-Update.

Opel Astra L in Frontalansicht auf einer Stadtstraße
KI-generiertes Bild

Wer einen Opel Astra L, einen Peugeot 308 oder einen DS 4 fährt, sollte in den nächsten Tagen prüfen, ob das eigene Fahrzeug von einem laufenden Rückruf betroffen ist. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) führt das Verfahren unter der Referenznummer 013680 (Hersteller-Code KCH). Grund ist ein Softwarefehler im Steuergerät des elektrischen Bremskraftverstärkers, der die Bremsunterstützung verringern oder ausfallen lassen kann. Betroffene Autos müssen für ein Software-Update in die Werkstatt – ein Bauteil wird nach dem vorliegenden Stand nicht getauscht.

Für Kaufinteressenten ist die Meldung ebenfalls relevant: Wer einen Astra L, 308 oder DS 4 ins Auge fasst – ob neu, gebraucht, als Jahreswagen, im Leasing oder im Abo –, kann beim Händler oder Verkäufer nachfragen, ob der Rückruf am konkreten Fahrzeug bereits abgearbeitet wurde. Die Kosten solcher Rückrufe trägt nach allgemeiner Praxis der Hersteller; für diesen Fall liegt uns dazu keine ausdrückliche Angabe vor. Ein offener Rückruf ist jedenfalls ein Punkt, den man vor der Unterschrift geklärt haben will. Bei AutoHub lassen sich die drei Baureihen gezielt suchen – die Frage nach dem Rückrufstatus gehört dann in die erste Nachricht an den Anbieter.

Was Halter jetzt tun sollten

  • Fahrzeugdaten bereithalten: Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) aus dem Fahrzeugschein, damit die Werkstatt prüfen kann, ob das Auto zum Rückruf gehört.
  • Bei einer Vertragswerkstatt der jeweiligen Marke nachfragen, ob für die FIN ein offener Rückruf mit der Referenz 013680 vorliegt.
  • Auf Post vom Hersteller achten: Bei KBA-überwachten Rückrufen werden Halter nach unserer Einschätzung in der Regel angeschrieben.
  • Bei hartem Pedalgefühl oder Warnmeldungen im Display sofort die Werkstatt kontaktieren – nicht auf Besserung hoffen.
  • Beim Kauf eines dieser Modelle schriftlich bestätigen lassen, dass das Update aufgespielt wurde.

Der Fehler: Software im elektrischen Bremskraftverstärker

Bremspedal im Inneren eines modernen Fahrzeugs
Der Softwarefehler betrifft die Steuerung des Bremskraftverstärkers – ein Komponente, die der Fahrer übers Pedal bedient. · KI-generiertes Bild

Der elektrische Bremskraftverstärker – bei Stellantis als iBSI bezeichnet – übernimmt die Aufgabe, die früher ein Unterdrucksystem am Motor erledigt hat: Er verstärkt die Kraft, die der Fahrer aufs Pedal bringt. Laut dem vorliegenden Rückrufgrund kann ein Fehler in der Steuergeräte-Software dazu führen, dass diese Unterstützung nachlässt oder ausfällt. Praktisch heißt das: Das Pedal fühlt sich hart an, und es ist mehr Kraft nötig, um dieselbe Verzögerung zu erreichen.

Wichtig ist die Einordnung, und hier bleibt die Quellenlage unvollständig. Elektrische Bremskraftverstärker halten bei Ausfall der Unterstützung üblicherweise eine mechanische Bremswirkung vor – das ist eine allgemeine Annahme, die sich aus den Unterlagen zu diesem Rückruf nicht belegen lässt. Ob und wie eine solche Rückfallebene bei den betroffenen Fahrzeugen umgesetzt ist, geht aus den Unterlagen nicht hervor. Von einem vollständigen Bremsausfall ist in der Rückrufbeschreibung nicht die Rede; sie spricht von verringerter oder ausfallender Bremsunterstützung. Sicherheitsrelevant ist der Mangel damit in jedem Fall – ein Grund, den Werkstatttermin nicht monatelang liegen zu lassen.

Drei Marken, eine Plattform: Warum auch Peugeot und DS betroffen sind

Der Astra L steht nicht allein da. Weil Opel, Peugeot und DS innerhalb von Stellantis die Plattform EMP2 teilen, betrifft der Fehler auch den Peugeot 308 und den DS 4. Das ist im Konzernverbund Alltag: Bauteile und Steuergeräte werden markenübergreifend genutzt. Die Kehrseite zeigt dieser Fall – ein einzelner Softwarefehler zieht gleich drei Baureihen aus drei Marken in denselben Rückruf.

Ob weitere Stellantis-Modelle auf EMP2-Basis in das Verfahren einbezogen sind, geht aus dem vorliegenden Material nicht hervor. Genannt werden ausdrücklich Opel Astra L, Peugeot 308 und DS 4. Halter anderer Konzernmodelle können bei ihrer Werkstatt trotzdem eine FIN-Abfrage machen lassen; das kostet nichts und schafft Klarheit.

MerkmalWert
Betroffene ModelleOpel Astra L, Peugeot 308, DS 4
PlattformEMP2 (Stellantis)
RückrufgrundSoftwarefehler im Steuergerät des elektrischen Bremskraftverstärkers (iBSI)
Mögliche Folgeverringerte oder ausfallende Bremsunterstützung
AbhilfeSoftware-Update in der Werkstatt
KBA-Referenznummer013680
Hersteller-CodeKCH
Fahrzeuge weltweit56.699
Fahrzeuge in Deutschland14.599
Produktionszeitraumnicht bekannt

Einordnung: Softwarefehler statt Bauteiltausch

Für Halter ist die Art der Abhilfe die gute Nachricht dieser Meldung. Klassische Bremsrückrufe drehten sich um Hardware – Bremsschläuche, Sättel, Leitungen – und bedeuteten Bauteiltausch, Ersatzteilbeschaffung und längere Standzeiten. Hier reicht nach dem vorliegenden Stand ein Software-Update. Wie lange der Termin dauert, nennt das Material nicht; das Aufspielen der Software dauert nach unserer Einschätzung Minuten bis wenige Stunden, eine belastbare Angabe für diesen Rückruf gibt es aber nicht.

Die Größenordnung von 56.699 Fahrzeugen weltweit, davon 14.599 in Deutschland, ist für einen plattformübergreifenden Rückruf mittelgroß. Bemerkenswerter als die Zahl ist die Ursache: Sicherheitsrelevante Rückrufe entstehen zunehmend in der Software von Systemen, die früher rein mechanisch oder hydraulisch funktionierten. Bremsanlagen mit elektrischer Unterstützung sind ein Beispiel dafür. Für Autokäufer heißt das vor allem: Die Frage, ob ein Fahrzeug alle Software-Updates erhalten hat, gehört heute so selbstverständlich zur Kaufprüfung wie der Blick ins Serviceheft.

Was noch offen ist

  • Der genaue Produktionszeitraum der betroffenen Fahrzeuge ist nicht bekannt.
  • Wie lange das Update in der Werkstatt dauert, ist nicht angegeben.
  • Ob es Unfälle oder Verletzungen im Zusammenhang mit dem Fehler gab, ist nicht belegt.
  • Wie und wann die Halter benachrichtigt werden, ist offen.
  • Wer die Kosten des Updates trägt, ist im vorliegenden Material nicht ausdrücklich geregelt.
Welche KBA-Referenznummer hat der Rückruf?

Das Kraftfahrt-Bundesamt führt das Verfahren unter der Referenznummer 013680. Mit dieser Nummer und der FIN kann eine Werkstatt prüfen, ob ein Fahrzeug betroffen ist.

Wie wird der Fehler behoben, und muss ich dafür zahlen?

Die Abhilfe besteht laut Rückrufbeschreibung in einem Software-Update, das in einer Werkstatt aufgespielt wird. Ein Bauteiltausch ist nicht vorgesehen. Zur Kostenfrage liegt uns für diesen Rückruf keine Angabe vor – üblich ist, dass der Hersteller solche Maßnahmen übernimmt; klären Sie das bei der Terminvereinbarung. Auch die Dauer des Termins ist nicht angegeben.

Darf ich mein Auto bis zum Termin weiter fahren?

Ein Fahrverbot ist mit dem Rückruf nach dem vorliegenden Stand nicht verbunden. Da der Mangel die Bremsunterstützung betrifft, sollte der Termin aber zügig vereinbart werden. Wer ein auffällig hartes Bremspedal oder Warnmeldungen bemerkt, sollte die Werkstatt sofort darauf hinweisen.

Sind auch andere Stellantis-Modelle betroffen?

Genannt werden Opel Astra L, Peugeot 308 und DS 4, die alle die Plattform EMP2 nutzen. Ob weitere Modelle auf gleicher Basis einbezogen sind, geht aus dem vorliegenden Material nicht hervor. Eine FIN-Abfrage bei der Vertragswerkstatt schafft im Zweifel Klarheit.

Worauf sollte ich beim Kauf eines dieser Modelle achten?

Lassen Sie sich vom Verkäufer bestätigen, dass der Rückruf 013680 am konkreten Fahrzeug abgearbeitet wurde. Bei Händlerfahrzeugen ist das meist per Systemabfrage in wenigen Minuten geklärt, bei Privatkäufen hilft ein Anruf bei einer Markenwerkstatt mit der FIN.