VW ID. Tiguan: Elektro-SUV löst ab 2027 ID.4 und ID.5 ab
Volkswagen hat am 8. Oktober 2026 den ID. Tiguan vorgestellt. Der Elektro-SUV fährt bis zu 600 Kilometer nach WLTP, leistet bis zu 220 kW und ersetzt ab 2027 gleich zwei Modelle. Preise nennt VW noch nicht.

Volkswagen hat am 8. Oktober 2026 den ID. Tiguan gezeigt. Der elektrische SUV übernimmt ab 2027 die Rolle von ID.4 und ID.5 – zwei Modelle werden also durch eines ersetzt. Wer in den kommenden Monaten einen elektrischen VW-SUV kaufen, leasen oder im Abo fahren möchte, wählt bis dahin weiter zwischen den laufenden ID.4- und ID.5-Versionen. Preise und ein genaues Startdatum für den Nachfolger hat Volkswagen noch nicht genannt.
Für ID.4- und ID.5-Besitzer ändert sich zunächst nichts: Beide Baureihen bleiben bis zur Ablösung im Programm. Wie sich der Modellwechsel auf die Restwerte auswirkt, lässt sich heute nicht seriös beziffern, weil weder Preis noch Ausstattungsumfang des Nachfolgers bekannt sind.
Ein bekannter Name für die Elektro-Baureihe
Der Tiguan ist seit Jahren eine der meistverkauften Baureihen von Volkswagen. Volkswagen verwendet den Namen Tiguan nun erstmals für ein Elektromodell. ID.4 und ID.5 tragen keinen Namen einer Verbrenner-Baureihe.
Ob der Verbrenner-Tiguan parallel im Angebot bleibt, hat Volkswagen in der Mitteilung zur Weltpremiere nicht beantwortet. Aus den vorliegenden Angaben geht nur hervor, dass der ID. Tiguan ab 2027 an die Stelle von ID.4 und ID.5 tritt.
Technische Daten: Leistung, Reichweite, Anhängelast
Volkswagen nennt bislang drei Eckwerte. Die Leistung reicht bis 220 kW (299 PS), die WLTP-Reichweite bis 600 Kilometer, die Anhängelast bis 2,0 Tonnen. Alle drei Werte sind Höchstangaben und gelten damit nicht für jede Version. Welche Batteriegrößen es geben wird und mit welcher Leistung der ID. Tiguan an der Schnellladesäule lädt, ist offen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Leistung | bis zu 220 kW (299 PS) |
| WLTP-Reichweite | bis zu 600 km |
| Anhängelast | bis zu 2,0 Tonnen |
| Plattform | MEB+ |
| Weltpremiere | 8. Oktober 2026 |
| Marktstart | 2027, genauer Termin offen |
| Preis | noch nicht genannt |
Die WLTP-Angabe von bis zu 600 Kilometern entspricht nicht der Reichweite unter allen Alltagsbedingungen. Ohne Angabe der Batteriekapazität lässt sich der Wert außerdem nicht einordnen. Im Alltag liegen die erreichbaren Werte bei Elektroautos je nach Tempo, Temperatur und Zuladung regelmäßig unter dem WLTP-Ergebnis, bei Anhängerbetrieb deutlich darunter.
MEB+: die überarbeitete Plattform
Der ID. Tiguan steht auf der überarbeiteten MEB+-Plattform. Sie ist eine Weiterentwicklung des bisherigen MEB, auf dem auch ID.3, ID.4 und ID.5 aufbauen. Volkswagen stellt Verbesserungen bei Reichweite, Ladeleistung und Software in Aussicht. Konkrete Ladeleistungen nennt das Unternehmen noch nicht.
Für Käufer heißt das: Die Grundzüge des Fahrzeugkonzepts bleiben den bisherigen ID.-Modellen ähnlich. Wie groß der Fortschritt beim Laden ausfällt, lässt sich erst beurteilen, wenn Volkswagen Batteriegrößen und Ladeleistungen in Kilowatt nennt.
Innenraum: Tasten am Lenkrad, neues Infotainment
Im Innenraum reagiert Volkswagen auf die Kritik an der Bedienung der ersten ID.-Generation. Das Lenkrad bekommt wieder physische Tasten statt Touchflächen. Dazu kommt ein neues Infotainment mit Android-Anbindung, das sich unter anderem mit Anzeigen im Retro-Stil darstellen lässt. Ein Display für den Beifahrer ist optional erhältlich.
Ebenfalls genannt sind One-Pedal-Driving, bei dem das Fahrzeug beim Lösen des Fahrpedals stark verzögert und bis zum Stillstand bremst, sowie ein Frunk – ein zusätzliches Staufach unter der Fronthaube, das ID.4 und ID.5 nicht haben. Ob die Software im Alltag stabiler läuft als bisher, lässt sich vor den ersten Fahrten mit Serienfahrzeugen nicht sagen.
Wo der ID. Tiguan im Wettbewerb steht
Die genannten Höchstwerte für Leistung und WLTP-Reichweite liegen nach Einschätzung der Redaktion im Bereich dessen, was aktuelle Elektro-SUVs der Mittelklasse bieten. Belastbare Vergleichswerte einzelner Konkurrenzmodelle liegen uns bislang nicht vor. Die 2,0 Tonnen Anhängelast machen das Fahrzeug für Caravan- und Anhängerbetrieb interessant, auch wenn die Reichweite dabei stark sinkt.
Gegenüber den Vorgängern ID.4 und ID.5 sind die Bedienung und das Infotainment die sichtbarsten Änderungen. Wie sich der ID. Tiguan preislich einsortiert, entscheidet am Ende darüber, ob er sich gegen die Konkurrenz behaupten kann. Diese Angabe fehlt bisher.
Diese Punkte sind noch offen
- Preise und Ausstattungslinien
- Genaue Termine für Verkaufsstart und erste Auslieferungen 2027
- Batteriegrößen und Ladeleistungen in Kilowatt
- Ob es eine Allradversion mit mehr Leistung geben wird
- Ob der Verbrenner-Tiguan parallel weiterläuft
Wann kommt der VW ID. Tiguan auf den Markt?
Volkswagen nennt 2027 als Zeitpunkt, zu dem der ID. Tiguan die Modelle ID.4 und ID.5 ablöst. Ein genaues Datum für Verkaufsstart und erste Auslieferungen liegt noch nicht vor.
Welche Reichweite bietet der VW ID. Tiguan?
Volkswagen gibt bis zu 600 Kilometer nach WLTP an. Das ist ein Höchstwert, der nicht für jede Version gilt. Welche Batteriegröße dafür nötig ist, hat der Hersteller nicht mitgeteilt.
Welche Modelle löst der VW ID. Tiguan ab?
Er tritt ab 2027 an die Stelle von ID.4 und ID.5. Beide Baureihen bleiben bis dahin im Angebot.
Wie hoch ist die Anhängelast des VW ID. Tiguan?
Volkswagen nennt bis zu 2,0 Tonnen. Welche Motorisierungen diesen Wert erreichen, ist bislang offen.
Was kostet der VW ID. Tiguan?
Preise hat Volkswagen zur Weltpremiere nicht genannt. Auch die Ausstattungslinien stehen noch nicht fest.
Wie schnell lädt der VW ID. Tiguan?
Dazu liegen keine Angaben vor. Die MEB+-Plattform soll gegenüber dem bisherigen MEB beim Laden zulegen, konkrete Kilowattwerte hat Volkswagen aber nicht genannt.
Quellen
- Volkswagen Newsroomvolkswagen-newsroom.com