ADAC-Winterreifentest 185/65 R15: Nur zwei von 16 Reifen sind „gut“
Der ADAC hat 16 Winterreifen in der Kleinwagengröße 185/65 R15 geprüft. Zwei Modelle bekommen die Note „gut“, neun sprechen die Tester nicht als Empfehlung aus, drei fallen mit „mangelhaft“ durch.

Der ADAC hat 16 Winterreifen in der Größe 185/65 R15 geprüft. Es ist eine der Dimensionen, die an vielen Klein- und Kompaktwagen montiert ist, der Test betrifft also einen großen Teil der Winterreifenkäufer. Das Ergebnis fällt für die Mehrheit der Modelle schlecht aus: Nur zwei Reifen erhalten die Note „gut“, neun sprechen die Tester nicht als Empfehlung aus, drei davon bewerten sie als „mangelhaft“.
Für den Kauf heißt das zunächst: Wer in dieser Größe neue Winterreifen braucht, sollte das Testergebnis des konkreten Modells kennen, bevor er bestellt. Die Urteile im Testfeld reichen von der Note 2,2 bis zu „mangelhaft“. Dazu kommt die Haltbarkeit als zweiter Kostenfaktor: Die prognostizierte Laufleistung liegt im Mittel aller 16 Reifen bei 31.000 Kilometern, das schwächste Produkt im Feld kommt rechnerisch auf 22.000 Kilometer.

Die Ergebnisse im Überblick
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Reifendimension | 185/65 R15 (Winterreifen) |
| Getestete Reifen | 16 |
| Urteil „gut“ | 2 Modelle |
| Ohne Empfehlung | 9 Modelle (6 × „ausreichend“, 3 × „mangelhaft“) |
| Testsieger | Continental WinterContact TS 870, Note 2,2 |
| Zweites „gut“ | Michelin Alpin 7, Note 2,5 |
| Durchschnittliche prognostizierte Laufleistung | 31.000 km |
| Geringste prognostizierte Laufleistung | 22.000 km (Modell von Bridgestone) |
Die Noten im Testfeld
Testsieger ist der Continental WinterContact TS 870 mit der Note 2,2, als zweiter Winterreifen erreicht der Michelin Alpin 7 mit 2,5 ein „gut“. Das Urteil „mangelhaft“ vergibt der ADAC an den Sunny Winter-max NW611, den Atlas Polarbear HP und den Rockblade Rock 868S. Diese drei zählen zu den neun Reifen, die der Club nicht empfiehlt; die übrigen sechs dieser Gruppe erhalten ein „ausreichend“. Rechnerisch bleiben damit fünf Modelle zwischen den beiden Empfehlungen und den neun nicht empfohlenen Reifen.
Mehrere Angaben zum Test liegen uns nicht vor: die Einzelwertungen auf Schnee, Nässe und trockener Fahrbahn, die Namen der fünf Modelle im Mittelfeld und die Frage, welche Einzelwertung bei den drei mit „mangelhaft“ bewerteten Reifen zu diesem Urteil geführt hat. In ADAC-Reifentests begrenzt eine deutliche Schwäche in einer sicherheitsrelevanten Einzeldisziplin die Gesamtnote. Wer Wert auf einzelne Eigenschaften legt oder ein bestimmtes Modell im Blick hat, schlägt es in der ausführlichen Testdarstellung des ADAC nach, statt vom Markennamen auf das Ergebnis zu schließen.
Laufleistung: 31.000 Kilometer im Schnitt, mindestens 22.000
Neben der Fahrsicherheit prognostiziert der ADAC, wie lange die Reifen halten. Über alle 16 Modelle hinweg liegt dieser Wert bei durchschnittlich 31.000 Kilometern. Ein Reifen von Bridgestone hat mit 22.000 Kilometern die niedrigste prognostizierte Laufleistung, rund 9.000 Kilometer unter dem Mittelwert des Feldes. Um welches Bridgestone-Modell es sich handelt, nennen die uns vorliegenden Angaben nicht.
Für die Rechnung zu Hause ist dieser Wert relevant, weil Winterreifen nur einen Teil des Jahres laufen. Ein Beispiel mit angenommenen 5.000 Kilometern pro Winterhalbjahr: Mit 22.000 prognostizierten Kilometern reicht ein Satz rechnerisch gut vier Saisons, mit 31.000 Kilometern etwa sechs. Für die Gesamtkosten zählen der Kaufpreis und die voraussichtliche Haltbarkeit. Dass ein Reifen eines etablierten Herstellers die niedrigste prognostizierte Laufleistung hat, zeigt zugleich, dass der Markenname allein kein verlässlicher Hinweis ist.
Was Halter jetzt tun können
Die Reifengröße steht in den Fahrzeugpapieren und auf der Reifenflanke. Die Schreibweise 185/65 R15 bedeutet: 185 Millimeter Breite, ein Höhen-Breiten-Verhältnis von 65 Prozent und 15 Zoll Felgendurchmesser. Nur wenn diese Angabe auf das eigene Auto passt, sind die Testergebnisse übertragbar. Geprüft wurde ausschließlich diese Dimension; dasselbe Profil kann in einer anderen Größe abweichend ausgelegt sein.
Wer vor dem Kauf steht, vergleicht das konkrete Modell mit dem Testergebnis und rechnet die erwartete Haltbarkeit in die Kosten ein. Bei montierten Reifen sollte man vor der kalten Jahreszeit die Profiltiefe messen.
Welcher Reifen ist Testsieger im ADAC-Winterreifentest 185/65 R15?
Der Continental WinterContact TS 870 mit der Note 2,2. Er ist einer von zwei Reifen im Testfeld mit dem Urteil „gut“.
Welcher zweite Reifen erhielt die Note „gut“?
Der Michelin Alpin 7 mit der Note 2,5. Die übrigen 14 der insgesamt 16 geprüften Winterreifen liegen darunter.
Welche Winterreifen sind im Test durchgefallen?
Als „mangelhaft“ bewertet der ADAC den Sunny Winter-max NW611, den Atlas Polarbear HP und den Rockblade Rock 868S. Insgesamt empfiehlt der Club neun der 16 Reifen nicht; sechs davon erhielten ein „ausreichend“.
Wie lange halten die getesteten Winterreifen?
Die prognostizierte Laufleistung liegt über alle 16 Modelle im Schnitt bei 31.000 Kilometern. Den niedrigsten Wert erreicht ein Reifen von Bridgestone mit 22.000 Kilometern.
Gilt das Testergebnis auch für andere Reifengrößen?
Geprüft wurde ausschließlich die Dimension 185/65 R15. Dasselbe Profil kann in einer anderen Größe abweichend ausgelegt sein, eine Übertragung der Noten ist deshalb nicht zulässig.