BMW ruft 744.234 Fahrzeuge zurück: Starter kann im Extremfall Feuer auslösen
Wegen möglicher Ablagerungen im Starterrelais tauscht BMW weltweit bei 744.234 Fahrzeugen den Starter, 42.300 davon in Deutschland. Es ist bereits die dritte Starter-Aktion der Marke innerhalb weniger Monate.

BMW ruft weltweit 744.234 Fahrzeuge zurück, 42.300 davon sind in Deutschland zugelassen. Auslöser sind mögliche Ablagerungen im sogenannten RWT-Starterrelais, die im ungünstigsten Fall einen Kurzschluss und damit ein Feuer verursachen können. Betroffene Halter werden vom Kraftfahrt-Bundesamt oder von BMW per Post benachrichtigt; in der Werkstatt wird der komplette Starter ersetzt. Das Kraftfahrt-Bundesamt führt die Aktion unter der Referenznummer 16790R, stuft sie als produktsicherheitsrelevant ein und überwacht sie.
Was am Starter nicht stimmt
Ursache sind laut der Rückrufmeldung Schwankungen in der Produktion der Starter. Dadurch können sich im Starterrelais Ablagerungen bilden. Diese Ablagerungen erhöhen den elektrischen Widerstand im Bauteil, und im Extremfall entsteht daraus ein Kurzschluss, der ein Feuer auslösen kann.
Wichtig für die Einschätzung der Gefahr: Das Problem tritt ausschließlich in dem Moment auf, in dem der Starter tatsächlich arbeitet, also beim Startvorgang. Für ein abgestelltes Fahrzeug besteht nach den vorliegenden Angaben keine Brandgefahr. Eine Auflage, betroffene Autos bis zur Reparatur stehen zu lassen oder im Freien zu parken, nennt die Meldung nicht.
Diese Baureihen stehen auf der Liste

Der Rückruf betrifft elf BMW-Baureihen. Der betroffene Produktionszeitraum reicht vom 31. Juli 2020 bis zum 26. Februar 2026 und umfasst damit knapp sechs Jahre Fertigung. Welche Motorisierungen innerhalb dieser Baureihen genau betroffen sind, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
- Limousinen und Coupés: 3er, 4er, 5er, 6er, 7er
- X-Modelle: X3, X4, X5, X6, X7
- Roadster: Z4
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Betroffene Fahrzeuge weltweit | 744.234 |
| Betroffene Fahrzeuge in Deutschland | 42.300 |
| Produktionszeitraum | 31.07.2020 bis 26.02.2026 |
| KBA-Referenznummer | 16790R |
| BMW-Rückrufcodes | 0012790600, 0012780600, 0012770600 |
| Maßnahme | Austausch des Starters |
| Service-Telefon | 089 1250 16175 |
Der dritte Starter-Rückruf in wenigen Monaten
Für sich genommen ist ein Rückruf dieser Art Routine: Hersteller melden Bauteilfehler, das Kraftfahrt-Bundesamt prüft und überwacht die Abwicklung, die Werkstätten tauschen bei den betroffenen Fahrzeugen die Starter aus. Auffällig ist in diesem Fall die Häufung. Es handelt sich bereits um die dritte Aktion bei BMW innerhalb weniger Monate, die mit defekten Startern zusammenhängt. Aus der Rückrufmeldung geht nicht hervor, warum sich diese Aktionen häufen. Auch über mögliche weitere Rückrufe zum selben Bauteil lässt sich derzeit nichts sagen.
Was Halterinnen und Halter jetzt tun
Wer ein Fahrzeug aus den genannten Baureihen und dem genannten Produktionszeitraum fährt, muss zunächst nichts unternehmen. Die Benachrichtigung kommt per Post, entweder vom Kraftfahrt-Bundesamt oder von BMW. Danach vereinbart man einen Werkstatttermin, bei dem der Starter getauscht wird.
Wer nicht warten will, kann sich unter der Telefonnummer 089 1250 16175 erkundigen, die BMW für Fragen zum Sachverhalt angegeben hat. Hilfreich ist dabei die Fahrgestellnummer, über die sich klären lässt, ob BMW das Fahrzeug einem der Rückrufcodes 0012790600, 0012780600 oder 0012770600 zugeordnet hat. Wie lange der Austausch in der Werkstatt dauert, ist nicht angegeben. Angaben zu den Kosten enthält die Meldung ebenfalls nicht. Wer einen betroffenen BMW kaufen oder leasen möchte, sollte nachfragen, ob der Starter bereits getauscht wurde.
Welche BMW-Modelle sind vom Rückruf betroffen?
Betroffen sind elf Baureihen aus der Produktion vom 31. Juli 2020 bis zum 26. Februar 2026; die vollständige Aufzählung steht im Abschnitt „Diese Baureihen stehen auf der Liste“. Welche Motorisierungen innerhalb dieser Baureihen genau betroffen sind, ist nicht aufgeschlüsselt.
Besteht bei einem geparkten Fahrzeug Brandgefahr?
Nach den vorliegenden Angaben nicht. Das Problem tritt ausschließlich unmittelbar beim Nutzen des Starters auf, also während des Startvorgangs.
Wie wird der Mangel in der Werkstatt behoben?
Bei allen betroffenen Fahrzeugen wird der Starter ausgetauscht. Angaben zur Dauer des Werkstattaufenthalts liegen nicht vor.
Wie erfahre ich, ob mein Auto betroffen ist?
Betroffene Halter werden vom Kraftfahrt-Bundesamt oder von BMW per Post benachrichtigt. Wer vorher Klarheit will, kann sich unter 089 1250 16175 melden. Die KBA-Referenznummer lautet 16790R, die BMW-Rückrufcodes lauten 0012790600, 0012780600 und 0012770600.
Quellen
- BimmerTodaybimmertoday.de
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