Cupra ruft Terramar und Raval wegen der vorderen Sicherheitsgurte zurück
Bei 10.151 Fahrzeugen weltweit kann die untere Verankerung der vorderen Sicherheitsgurte fehlerhaft sein, 1.936 davon sind in Deutschland zugelassen. Die Werkstatt prüft die Gurte und tauscht sie bei Bedarf.

Cupra ruft weltweit 10.151 Fahrzeuge der Modelle Terramar und Raval in die Werkstätten. Bei den betroffenen Autos kann die Befestigung der vorderen Sicherheitsgurte am unteren Verankerungspunkt fehlerhaft sein. Bei einem Unfall kann die Rückhaltewirkung des Gurtes dadurch geringer ausfallen als vorgesehen. In Deutschland sind 1.936 Fahrzeuge betroffen. Wer einen Terramar oder einen Raval fährt, sollte anhand der Fahrgestellnummer klären lassen, ob sein Auto dazugehört.
Halter sollten zunächst prüfen lassen, ob ihr Fahrzeug betroffen ist. Die Prüfung der Fahrgestellnummer übernimmt eine Cupra-Vertragswerkstatt oder der Kundenservice des Herstellers. Gehört das Fahrzeug zur Rückrufaktion, vereinbaren sie einen Werkstatttermin: Dort werden die vorderen Sicherheitsgurte kontrolliert und ersetzt, wenn der Befund es erfordert. Zu Auswirkungen auf Preise, Ausstattung oder Liefertermine der beiden Modelle liegen keine Angaben vor.
Auch beim Kauf eines Terramar oder Raval als Gebraucht- oder Jahreswagen lässt sich der Punkt klären: Käufer können sich vom Verkäufer die Erledigung der Aktion 69C8 belegen lassen oder sie vor der Übergabe durchführen lassen. Bei AutoHub sind beide Modelle als Neuwagen, Jahreswagen und Gebrauchtwagen gelistet, auch für Leasing und Abo.
Der technische Hintergrund: untere Gurtverankerung
Der Sicherheitsgurt ist an mehreren Punkten mit der Karosserie verbunden. Der untere Verankerungspunkt sitzt im Bereich des Sitzes beziehungsweise des Schwellers und nimmt im Crashfall einen erheblichen Teil der Kräfte auf. Ist diese Befestigung nicht korrekt ausgeführt, hält der Gurt den Körper möglicherweise nicht so zurück, wie es die Auslegung vorsieht. Cupra ruft die Fahrzeuge wegen dieser möglichen Beeinträchtigung zurück und spricht von einer fehlerhaften Befestigung der vorderen Gurte an diesem Punkt.
Ob der Mangel bereits zu Unfällen oder Verletzungen geführt hat, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Ebenso wenig ist dokumentiert, ob Cupra Haltern empfiehlt, das Fahrzeug bis zur Werkstattprüfung stehen zu lassen. Wer unsicher ist, klärt diese Frage am besten direkt beim Hersteller oder in der Werkstatt, wenn er ohnehin die Fahrgestellnummer prüfen lässt.
Umfang, Zeitraum und Kennnummern
Der betroffene Produktionszeitraum beginnt laut Rückrufangaben am 7. Juni 2025 und endet am 3. September 2026. Ob ein einzelnes Fahrzeug betroffen ist, lässt sich damit allein aber nicht beantworten. Maßgeblich bleibt die Fahrgestellnummer, über die die Werkstatt die offenen Aktionen abfragt.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Betroffene Modelle | Cupra Terramar, Cupra Raval |
| Betroffene Fahrzeuge weltweit | 10.151 |
| Betroffene Fahrzeuge in Deutschland | 1.936 |
| Produktionszeitraum laut Meldung | 07.06.2025 – 03.09.2026 |
| Mangel | Fehlerhafte Befestigung der vorderen Sicherheitsgurte am unteren Verankerungspunkt |
| Abhilfe | Kontrolle der vorderen Gurte, bei Bedarf Austausch |
| KBA-Referenznummer | 17072R |
| Hersteller-Rückrufcode | 69C8 / 061501079991 |
Die KBA-Referenznummer 17072R und der Herstellercode 69C8 beziehungsweise 061501079991 sind die Kennungen, unter denen die Aktion geführt wird. Beide helfen im Gespräch mit der Werkstatt, die richtige Maßnahme zuzuordnen, besonders wenn für ein Fahrzeug mehrere Aktionen offen sind. Halter können die Nummern auch nutzen, um bei einem Gebrauchtwagen oder Jahreswagen nachzufragen, ob der Rückruf bereits abgearbeitet wurde.
Was in der Werkstatt passiert
Die Werkstatt kontrolliert die vorderen Sicherheitsgurte und ersetzt sie, falls die Befestigung beanstandet wird. Softwarestände, Steuergeräte oder andere Bauteile sind nicht Gegenstand der Aktion. Wie lange der Termin dauert, hat Cupra bislang nicht mitgeteilt. Auch wann und auf welchem Weg die Halter angeschrieben werden, ist offen.
Zu den Kosten liegen uns keine Angaben des Herstellers vor. Üblich ist bei sicherheitsrelevanten Rückrufen, dass die Arbeit für den Halter kostenfrei bleibt; eine Bestätigung speziell für diese Aktion steht aus. Wer einen Termin vereinbart, sollte das vorab ansprechen.
Einordnung: zwei Baureihen, eine Aktion
Mit 10.151 Fahrzeugen weltweit bleibt die Aktion im Vergleich zu großen Rückrufkampagnen klein. Auffällig ist, dass zwei verschiedene Baureihen gemeinsam betroffen sind: der Terramar als SUV und der kleinere Raval. Warum beide Modelle in derselben Aktion geführt werden, hat Cupra nicht mitgeteilt; zu einem gemeinsamen Bauteil oder einem gemeinsamen Zulieferer liegen keine Angaben vor.
Für die Kaufentscheidung sagt der Vorgang wenig aus. Er betrifft einen abgegrenzten Produktionszeitraum und wird mit einer Werkstattmaßnahme erledigt, deren Umfang Cupra mit Kontrolle und gegebenenfalls Austausch der vorderen Gurte angibt. Ob weitere Modelle oder Produktionszeiträume hinzukommen, ist derzeit nicht bekannt.
Welche Cupra-Modelle sind vom Rückruf betroffen?
Betroffen sind der Cupra Terramar und der Cupra Raval. Weltweit geht es um 10.151 Fahrzeuge, in Deutschland um 1.936.
Warum werden die Fahrzeuge zurückgerufen?
Die vorderen Sicherheitsgurte können am unteren Verankerungspunkt fehlerhaft befestigt sein. Bei einem Unfall kann die Rückhaltewirkung des Gurtes dadurch gemindert sein.
Wie finde ich heraus, ob mein Auto betroffen ist?
Eine Cupra-Vertragswerkstatt oder der Kundenservice des Herstellers kann anhand der Fahrgestellnummer prüfen, ob Ihr Auto betroffen ist.
Wie lauten Rückrufcode und KBA-Referenznummer?
Der Hersteller führt die Aktion unter 69C8 beziehungsweise 061501079991, das Kraftfahrt-Bundesamt unter der Referenznummer 17072R.
Was macht die Werkstatt?
Sie kontrolliert die vorderen Sicherheitsgurte und tauscht sie aus, wenn die Prüfung das ergibt. Wie lange der Termin dauert, hat Cupra nicht mitgeteilt.
Darf ich bis zum Werkstatttermin weiterfahren?
Dazu liegt keine Aussage des Herstellers vor. Wer sichergehen will, fragt bei der Terminvereinbarung direkt in der Vertragswerkstatt nach.
Sind durch den Mangel bereits Unfälle bekannt geworden?
Dazu gibt es in den vorliegenden Angaben keine Information.
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