Dacia Sandero (2028): Vierte Generation kommt erstmals auch elektrisch
Der Sandero wird 2028 neu aufgelegt und bekommt erstmals eine vollelektrische Variante. Verbrenner bleiben, der Stepway bleibt Karosserievariante – und die geplante Plattform deutet darauf hin, dass Dacia am günstigen Preis festhalten will.

Der Dacia Sandero bekommt 2028 eine vierte Generation, und mit ihr erstmals eine vollelektrische Version. Das hat die britische Dacia-Markenchefin Lina Ribeiro bestätigt: Der Zeitplan sieht 2028 vor und liegt im Plan. Für Sie als Kaufinteressent heißt das zunächst vor allem eines: Wer in den nächsten Monaten oder Jahren einen Sandero sucht, kauft die aktuelle dritte Generation – am Angebot, an den Motoren und an den Preisen des heutigen Modells ändert die Ankündigung nichts. Wer dagegen bewusst auf einen günstigen Elektro-Kleinwagen wartet, hat jetzt ein Datum, mit dem er planen kann.
Die Nachricht ist mehr als ein Termin. Ob der Sandero seinen Ruf als preiswerter Einstieg auch mit Elektroantrieb halten kann, entscheidet sich vor allem am Unterbau. Und dazu gibt es bereits einen Hinweis, der mehr über die Strategie verrät als jede Ankündigung zum Design.
Marktstart: Wann kommt der neue Dacia Sandero?
Als Zeitpunkt nennt Dacia das Jahr 2028. Ob damit die Premiere, der Verkaufsstart oder die ersten Auslieferungen gemeint sind, ist bislang nicht präzisiert. Ein genaues Datum, Ausstattungslinien oder Preise gibt es nicht, und bis zu einer Markteinführung 2028 sind Verschiebungen in der Branche keine Seltenheit. Bis dahin bleibt der Sandero der dritten Generation das aktuelle Angebot.
Antriebe: Verbrenner bleibt, Elektro kommt dazu
Der neue Sandero behält Verbrennungsmotoren und erhält zusätzlich erstmals einen reinen Elektroantrieb. Beides ist bestätigt. Offen ist dagegen, ob es sich bei den Verbrennern durchgängig um Hybride handelt – das gilt als sehr wahrscheinlich – und ob daneben ein Benziner ohne Elektrifizierung als Einstiegsmotor bleibt. Leistungsdaten, Batteriegrößen und Reichweiten hat Dacia bisher nicht genannt; auch die in Berichten kolportierte LFP-Batterie ist bislang eine Vermutung.

Für die Baureihe ist das ein Bruch mit der eigenen Geschichte. Der aktuelle Sandero kennt jenseits milder Elektrifizierung keine E-Variante. Mit der vierten Generation bringt Dacia also erstmals einen Elektro-Kleinwagen in der Sandero-Klasse an den Start.
Plattform: Mischlösung nach aktuellem Stand
Die eigentliche Fachnachricht steckt im Unterbau. Nach dem derzeitigen Stand nutzt der Sandero voraussichtlich nicht die reine Elektroplattform AmpR Small, auf der Renault 5 und Twingo stehen, sondern eine modifizierte, kostengünstige Mischplattform auf Basis der bekannten CMF-B-Architektur. Eine solche Basis trägt Verbrenner und Elektroantrieb gleichzeitig – das spart Entwicklungs- und Fertigungskosten, weil nur eine Linie für alle Varianten nötig ist.
Der Preis dafür zeigt sich üblicherweise beim Platzangebot: Mischplattformen lassen für Batterie und Innenraum weniger Freiheiten als Architekturen, die von Anfang an nur für Elektroautos gedacht sind. Wie stark sich das beim Sandero auf Kofferraum, Sitzposition oder Reichweite auswirkt, lässt sich heute nicht sagen – Dacia hat dazu nichts veröffentlicht. Die Entscheidung selbst ist aber ein deutliches Signal: Dacia setzt beim Sandero auf einen niedrigen Preis, nicht auf maximale Technik.
Im Wettbewerb ist das ein eigener Weg. Im eigenen Konzern fährt der Renault 5 auf der reinen Elektroplattform, während Dacia nach aktuellem Stand bei der Mischlösung bleibt. Nach unserer Einschätzung bleibt damit der niedrige Einstiegspreis das wichtigste Argument der Baureihe.
Stepway bleibt Variante, kein eigenes SUV
Der Sandero Stepway mit seiner höher gelegten Karosserie bleibt Teil der Familie und wird nicht zu einer eigenständigen SUV-Baureihe ausgegliedert. Damit bleibt die Modellstruktur so übersichtlich, wie Sandero-Käufer sie kennen: ein Kleinwagen, zwei Auftritte. Wer den Stepway wegen der höheren Sitzposition schätzt, findet ihn also auch in der vierten Generation im Programm.
Der aktuelle Stand im Überblick
| Merkmal | Stand |
|---|---|
| Modellgeneration | Vierte Generation (bestätigt) |
| Geplante Einführung | 2028 (bestätigt) |
| Segment | Kleinwagen |
| Antriebe | Verbrenner und Elektro bestätigt; Hybrid wahrscheinlich, aber nicht bestätigt |
| Plattform | Voraussichtlich modifizierte Mischplattform auf CMF-B-Basis |
| Varianten | Sandero und Sandero Stepway (bestätigt) |
| Batterietechnik | Offen (LFP nicht bestätigt) |
| Preis | Offen (Einstieg unter 20.000 Euro nicht bestätigt) |
Was offen bleibt
Vieles von dem, was für eine Kaufentscheidung zählt, ist noch nicht belegt. Dazu gehören diese Punkte:
- Der Einstiegspreis. Ein Wert unter 20.000 Euro wird erwartet, ist aber nicht offiziell bestätigt.
- Die Batterietechnik. Eine LFP-Zellchemie gilt als plausibel, bestätigt ist sie nicht.
- Reichweite, Batteriekapazität und Ladeleistung der Elektroversion.
- Leistungsdaten der Verbrenner und die Frage, ob ein reiner Benziner ohne Elektrifizierung im Programm bleibt.
- Ob die Mischplattform beim Kofferraum oder beim Innenraum Kompromisse bedeutet.
Was das für heutige Sandero-Interessenten heißt
Zwischen heute und 2028 liegen mehrere Jahre. Wer jetzt einen günstigen Kleinwagen braucht, sollte die Ankündigung deshalb nicht als Grund zum Warten lesen – bis zur vierten Generation läuft der aktuelle Sandero weiter, als Neuwagen ebenso wie als Jahres- oder Gebrauchtwagen. Wer allerdings gezielt einen preisgünstigen Elektro-Kleinwagen mit Fließheck sucht und Zeit hat, bekommt 2028 eine zusätzliche Option, die es bei Dacia in dieser Klasse bislang nicht gab.
Für Besitzer eines Sandero der dritten Generation ändert sich vorerst nichts. Wie sich ein Generationswechsel auf die Restwerte auswirkt, lässt sich seriös erst näher am Marktstart einschätzen und hängt stark von Preis und Angebot des Nachfolgers ab.
Passende Dacia Sandero im Marktplatz
Alle 82 Angebote ansehen →
Dacia Sandero
D
Dacia Sandero
E
Dacia Sandero
D* Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist (Internetadresse: https://www.dat.de/co2/). Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind kein Bestandteil des Angebots.
Wann erscheint der neue Dacia Sandero?
Dacia nennt 2028. Die britische Markenchefin Lina Ribeiro hat bestätigt, dass der Zeitplan für die vierte Generation im Plan liegt. Ein genaues Datum für Premiere oder Verkaufsstart steht nicht fest.
Wird es den Dacia Sandero 2028 als Elektroauto geben?
Ja. Die vierte Generation erhält erstmals eine vollelektrische Version. Angaben zu Batteriekapazität, Reichweite und Ladeleistung gibt es bisher nicht.
Gibt es weiterhin Verbrennungsmotoren?
Ja, Verbrenner bleiben im Programm. Dass es sich dabei um Hybride handelt, gilt als sehr wahrscheinlich, ist aber nicht offiziell bestätigt. Ob zusätzlich ein reiner Benziner als Einstieg bleibt, ist offen.
Auf welcher Plattform steht der neue Sandero?
Voraussichtlich auf einer modifizierten, kostengünstigen Mischplattform auf Basis der CMF-B-Architektur, die Verbrenner und Elektroantrieb aufnimmt. Die reine Elektroplattform AmpR Small, die Renault 5 und Twingo nutzen, kommt nach aktuellem Stand nicht zum Einsatz.
Bleibt der Dacia Sandero Stepway erhalten?
Ja. Der Stepway bleibt eine Variante innerhalb der Sandero-Familie und wird nicht zu einer eigenständigen SUV-Baureihe.
Wie viel wird der neue Dacia Sandero kosten?
Preise hat Dacia nicht genannt. Ein Einstiegspreis unter 20.000 Euro wird erwartet, ist aber ausdrücklich nicht bestätigt.
Sollte ich mit dem Kauf bis 2028 warten?
Bei einem Zeitraum von mehreren Jahren spricht wenig dafür. Der aktuelle Sandero bleibt bis dahin als Neu-, Jahres- und Gebrauchtwagen verfügbar. Warten lohnt vor allem dann, wenn Sie gezielt die Elektroversion möchten und keinen Zeitdruck haben.