Kia EV2: Neue 61-kWh-Batterie bringt bis zu 418 Kilometer Reichweite
Kia erweitert den kompakten Elektro-EV2 um eine größere Long-Range-Batterie und die dunkle Ausstattungslinie Black-Line. Preise und Marktstart sind noch offen.

Wer den kompakten Elektro-Kia EV2 auf der Kaufliste hat, steht vor zwei zusätzlichen Entscheidungen. Kia stellt dem Modell eine zweite, größere Batterie zur Seite: 61 kWh statt 42,2 kWh, und damit bis zu 418 statt 317 Kilometer Reichweite. Parallel kommt die Ausstattungslinie Black-Line, die den 4,06 Meter kurzen Wagen optisch abdunkelt, technisch aber nichts verändert. Preise und Bestelltermine für beide Neuheiten hat Kia bislang nicht genannt.
Für die Kaufentscheidung ist vor allem die Batterie relevant. Der Unterschied von rund 100 Kilometern entscheidet darüber, ob der EV2 ein reines Stadt- und Pendlerauto bleibt oder auch die längere Wochenendstrecke ohne Ladepause schafft. Die Black-Line ist dagegen eine Geschmacksfrage: Sie bringt Optik und Ausstattungsdetails, keine zusätzliche Reichweite und kein Mehr an Leistung.
Neue Long-Range-Batterie: bis zu 418 Kilometer
Die bisherige Standard-Batterie mit 42,2 kWh bleibt im Programm und kommt laut Kia auf 317 Kilometer. Die neue Long-Range-Variante speichert 61 kWh und schafft bis zu 418 Kilometer. Beides sind Herstellerangaben; welcher Messzyklus dahintersteht, nennt Kia nicht. Der Energiegehalt wächst um rund 44 Prozent, die Reichweite um etwa 32 Prozent – ein Verhältnis, das für eine schlicht größere Batterie plausibel ist. Ein Technologiewechsel steckt nicht dahinter, und Kia kündigt auch keinen an.

Wichtig für die Praxis: Angaben zur Ladeleistung und zu Ladezeiten der 61-kWh-Batterie liegen nicht vor. Auch zur Motorleistung des EV2 nennt Kia in diesem Zusammenhang keine Werte, weder in kW noch in PS. Ob die größere Batterie mit demselben Antrieb kombiniert wird oder ob sich am Datenblatt darüber hinaus etwas ändert, ist offen. Wer auf diese Zahlen Wert legt, sollte den Kauf bis zur vollständigen Datenblattfreigabe zurückstellen.
| Merkmal | Standard | Long-Range |
|---|---|---|
| Batteriekapazität | 42,2 kWh | 61 kWh |
| Reichweite (Zyklus nicht genannt) | 317 km | bis zu 418 km |
| Ladeleistung | keine Angabe | keine Angabe |
| Leistung | keine Angabe | keine Angabe |
| Preis | noch offen | noch offen |
Black-Line: dunkle Optik, bekannte Technik
Die Black-Line setzt an den Stellen an, die bei anderen Versionen hell oder verchromt sind. Kia nennt hochglanzschwarze Zierteile, ein schwarzes Kia-Logo, dunkle 19-Zoll-Leichtmetallfelgen und ein Kontrastdach in Schwarz. Im Innenraum dominieren Dunkelgrau und Schwarz. Am Antrieb und an der Reichweite ändert die Linie nichts.
An Ausstattung führt Kia für die Black-Line ein Infotainment-System mit Satellitennavigation und Ladeplaner, ein Soundsystem von Harman Kardon sowie den Assistenten Highway Driving Assist 2.0 auf. Der Ladeplaner ist dabei der Punkt mit dem größten Alltagswert: Er plant Ladestopps in die Route ein, was besonders bei der kleineren Batterie hilft. Ob die Black-Line mit beiden Batterien bestellbar ist oder an eine Variante gebunden bleibt, hat Kia nicht mitgeteilt.
Wo der EV2 im Wettbewerb steht
Mit 4,06 Metern Länge gehört der EV2 zu den kompakten Stromern. Als Wettbewerber kommen aus Sicht der Redaktion Modelle wie der Renault 5, der Peugeot e-208 oder der Opel Corsa Electric in Frage; Kia selbst nennt keine Vergleichsmodelle. Wie sich die Reichweite von bis zu 418 Kilometern in diesem Feld einordnet, hängt stark von der jeweiligen Version und vom Messzyklus ab – belastbare Vergleichswerte liegen hier nicht vor. Klar ist nur: Gegenüber der bisherigen Einstiegsversion wächst der Spielraum deutlich, ohne dass Kia das günstigere Basismodell antastet. Käufer haben künftig also die Wahl zwischen Preis und Reichweite, statt sich für das eine oder andere Modell entscheiden zu müssen.
Kia verweist zudem auf eine britische Auszeichnung bei den RAC New Car Awards im September 2026. Welche Kriterien den Ausschlag gaben, teilt der Hersteller nicht mit; für Technik und Ausstattung des EV2 hat die Auszeichnung keine Folgen.
Was noch offen ist
- Preise: Weder für die Black-Line-Linie noch für den Aufpreis der 61-kWh-Batterie liegen Zahlen vor.
- Termine: Bestellstart und erste Auslieferungen für beide Neuheiten hat Kia nicht genannt.
- Technische Daten: Leistung, Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit des EV2 sind in dieser Mitteilung nicht enthalten.
- Laden: Zur Ladeleistung und zu Ladezeiten der neuen Batterie fehlen Angaben.
- Reichweite: Der Messzyklus hinter den 317 und 418 Kilometern ist nicht angegeben.
- Kombinierbarkeit: Ob Black-Line und Long-Range-Batterie zusammen bestellbar sind, ist unklar.
Wer den EV2 konkret kaufen, leasen oder im Abo fahren will, hat damit vorerst eine unvollständige Grundlage. Sinnvoll ist es, die aktuelle Angebotslage im Blick zu behalten und die Preisliste der neuen Varianten abzuwarten – gerade weil die Standard-Batterie weiterhin im Programm bleibt und damit eine eigenständige Option ist.
Wie weit kommt der Kia EV2 mit der neuen Long-Range-Batterie?
Kia gibt für die 61-kWh-Batterie bis zu 418 Kilometer Reichweite an. Die weiterhin erhältliche Standard-Batterie mit 42,2 kWh kommt auf 317 Kilometer. Den zugrunde liegenden Messzyklus nennt Kia nicht.
Was unterscheidet die Black-Line-Variante optisch?
Kia nennt hochglanzschwarze Zierteile, ein schwarzes Kia-Logo, dunkle 19-Zoll-Leichtmetallfelgen und ein schwarzes Kontrastdach. Innen dominieren Dunkelgrau und Schwarz.
Bringt die Black-Line mehr Leistung oder Reichweite?
Nein. Die Black-Line ist eine Optik- und Ausstattungslinie. Reichweite und Antrieb richten sich nach der gewählten Batterie.
Was kostet der Kia EV2 Black-Line?
Kia hat für die Black-Line und für den Aufpreis der 61-kWh-Batterie noch keine Preise veröffentlicht. Auch ein Bestelltermin steht nicht fest.
Wie schnell lädt die 61-kWh-Batterie?
Dazu liegen keine Angaben vor. Kia hat weder maximale Ladeleistung noch Ladezeiten für die neue Batterievariante mitgeteilt.