Mercedes GLE und GLS: Zweites Facelift bringt Superscreen und MB.OS serienmäßig
Mercedes-Benz überarbeitet GLE und GLS ein zweites Mal. Die größten Änderungen betreffen Bildschirme, Software und Assistenz. Preise und Bestellstart sind noch offen.

Mercedes-Benz überarbeitet die großen SUV-Baureihen GLE und GLS ein zweites Mal. Wer gerade über einen der beiden nachdenkt, sollte vor allem zwei Punkte kennen: Der MBUX Superscreen mit zusätzlichem Beifahrer-Display gehört künftig zur Serienausstattung, und in der Baureihe debütiert das neue Betriebssystem MB.OS mit KI-Unterstützung und Cloud-Anbindung. Die Leistungsdaten der Antriebe ändern sich gegenüber den bisherigen Modellen kaum.
Was die überarbeiteten Fahrzeuge kosten und ab wann sie bestellbar sind, hat Mercedes-Benz bislang nicht mitgeteilt. Für Kaufinteressenten heißt das: Ein direkter Preisvergleich zwischen aktuellem und kommendem Modell ist derzeit nicht möglich. Wer auf Bildschirmfläche und Software-Ausstattung Wert legt, hat einen Grund zu warten. Wer vor allem auf Motor, Platzangebot und Fahrwerk schaut, findet diese Eigenschaften auch im aktuellen Modell.
Was die Modellpflege umfasst
Die jetzige Überarbeitung ist die zweite Modellpflege derselben Baureihe. Plattform, Karosseriestruktur und die grundsätzliche Fahrwerksarchitektur bleiben erhalten. Mercedes-Benz nennt für den GLE rund 3.000 Bauteile, die neu entwickelt oder überarbeitet wurden; der Schwerpunkt liegt dabei nach Einschätzung unserer Redaktion bei Elektrik, Elektronik und Komfortdetails.
Für Käufer bedeutet das vor allem mehr Software-Komfort und zusätzliche Assistenzfunktionen. Eine grundlegend andere Fahrdynamik oder eine deutlich bessere Effizienz gegenüber dem bisherigen Modell ist aus den vorliegenden Daten nicht ablesbar. Wer das bisherige Modell fährt, muss nach den vorliegenden Daten beim Antrieb keine wesentlichen Unterschiede zum überarbeiteten Modell erwarten. Die Unterschiede liegen im Cockpit und in der Vernetzung.
MBUX Superscreen und MB.OS als Serienausstattung

Der MBUX Superscreen zieht sich über die Fahrerseite bis zum Beifahrerplatz, der ein eigenes Display erhält. Für das Bediensystem nutzt Mercedes-Benz künftig MB.OS, das bisherige MBUX-System wird grundlegend abgelöst. Mercedes-Benz nennt KI-Unterstützung und Cloud-Anbindung als Merkmale des neuen Systems.
Ob MB.OS im GLE und GLS funktional identisch mit dem System in CLA und neuer E-Klasse ist, geht aus den bisherigen Angaben nicht hervor. Offen ist ebenfalls, welche Update-Zusagen Mercedes-Benz über die Fahrzeuglebensdauer gibt und ob Bestandsfahrzeuge etwas nachrüsten können. Diese Punkte sollten Interessenten beim Händler ansprechen, sobald die Bestellunterlagen vorliegen.
Kameras, Assistenz und Fahrwerk
Zehn Kameras gehören zur Serienausstattung. Sie sind die Grundlage für Assistenzfunktionen auf Level 2++, die per Over-the-Air-Update ins Fahrzeug kommen sollen. Level 2++ bedeutet, dass das Fahrzeug in bestimmten Situationen selbst lenkt, beschleunigt und bremst. Fahrerinnen und Fahrer müssen den Verkehr dabei weiter beobachten und bleiben für die Fahrt verantwortlich.
Das Fahrwerk erhält eine cloudbasierte Dämpferregelung, die Streckendaten aus der Cloud einbezieht. Wie sich das im Alltag auswirkt, ist bislang nicht beschrieben. Auch ob an der Funktion Abo-Bedingungen oder bestimmte Datennutzungen hängen, hat Mercedes-Benz nicht mitgeteilt.
Design: größerer Grill, optionale Beleuchtung
Die Front wurde überarbeitet. Der Grill fällt größer aus und erhält einen Chromrahmen, auf Wunsch kommen ein beleuchteter Stern und eine Konturbeleuchtung hinzu. Weitere Angaben zu Heck, Rädern oder Lackierungen liegen bislang nicht vor. Am vergrößerten Grill lässt sich die überarbeitete Front erkennen.
Motoren und technische Daten
Das Angebot umfasst Sechszylinder-Diesel und -Benziner, einen Plug-in-Hybrid und V8-Aggregate. Alle GLS-Motorisierungen arbeiten mit einem Integrated Starter Generator, der 23 PS und 205 Nm beisteuert. Dabei handelt es sich um einen Startergenerator zur Unterstützung des Verbrenners. Rein elektrisch fahren lässt sich damit nicht. Die angegebenen Werte entsprechen im Wesentlichen denen der bisherigen Modelle.
| Modell GLE | Leistung / Drehmoment | 0–100 km/h | Vmax |
|---|---|---|---|
| GLE 350 d 4MATIC | 286 PS / 650 Nm (+ 23 PS / 205 Nm ISG) | 6,2 s | 235 km/h |
| GLE 450 d 4MATIC | 367 PS / 750 Nm (+ 23 PS / 205 Nm ISG) | 5,5 s | 250 km/h |
| GLE 450 4MATIC | 381 PS / 560 Nm (+ 23 PS / 205 Nm ISG) | 5,3 s | 250 km/h |
| GLE 450 e 4MATIC | 455 PS Systemleistung (326 PS Verbrenner / 184 PS E-Motor), 540 Nm + 480 Nm | 5,6 s | 240 km/h |
| GLE 580 4MATIC | 537 PS / 750 Nm (+ 23 PS / 205 Nm ISG) | 4,5 s | 250 km/h |
| Modell GLS | Leistung / Drehmoment | 0–100 km/h | Vmax |
|---|---|---|---|
| GLS 350 d 4MATIC | 313 PS / 650 Nm (+ 23 PS / 205 Nm ISG) | 6,3 s | 238 km/h |
| GLS 450 d 4MATIC | 367 PS / 750 Nm (+ 23 PS / 205 Nm ISG) | 5,9 s | 250 km/h |
| GLS 450 4MATIC | 381 PS / 560 Nm (+ 23 PS / 205 Nm ISG) | 5,7 s | 250 km/h |
| GLS 580 4MATIC | 537 PS / 750 Nm (+ 23 PS / 205 Nm ISG) | 4,7 s | 250 km/h |
Der Plug-in-Hybrid GLE 450 e 4MATIC
Der Plug-in-Hybrid kommt auf eine rein elektrische Reichweite von bis zu 106 km. Für Pendler, die den Wagen täglich laden können, deckt das in vielen Fällen den Arbeitsweg ab. Angaben zur Batteriekapazität und zur Ladeleistung fehlen bislang, und genau diese beiden Werte entscheiden darüber, wie praxistauglich das Nachladen zwischendurch ist.
Solange die Preise fehlen, lässt sich die naheliegende Frage nicht beantworten: ob sich das Warten auf das Facelift gegenüber einem günstig angebotenen aktuellen Modell rechnet. Wer ohnehin in den nächsten Monaten kauft, least oder ein Abo abschließt, kann die bestehenden Angebote in Ruhe vergleichen. Beim Antrieb unterscheiden sie sich kaum von den überarbeiteten Fahrzeugen.
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Die wichtigsten Änderungen sind der serienmäßige MBUX Superscreen mit Beifahrer-Display, das neue Betriebssystem MB.OS mit KI-Unterstützung und Cloud-Anbindung, zehn serienmäßige Kameras für Assistenzfunktionen auf Level 2++ per Over-the-Air-Update, eine cloudbasierte Dämpferregelung sowie eine überarbeitete Front mit größerem Grill. Beim GLE wurden rund 3.000 Bauteile neu entwickelt oder überarbeitet.
Was bedeutet Level 2++ für den Fahrer?
Das Fahrzeug kann in bestimmten Situationen selbst lenken, beschleunigen und bremsen. Fahrerinnen und Fahrer müssen den Verkehr weiter beobachten und bleiben für die Fahrt verantwortlich.
Welche elektrische Reichweite hat der GLE 450 e 4MATIC?
Mercedes-Benz nennt bis zu 106 km rein elektrische Reichweite. Die Systemleistung liegt bei 455 PS, der Verbrenner steuert 326 PS bei, der E-Motor 184 PS. Angaben zu Batteriekapazität und Ladeleistung liegen bislang nicht vor.
Gehört der MBUX Superscreen künftig zur Serienausstattung?
Ja. Der MBUX Superscreen inklusive Beifahrer-Display ist in den überarbeiteten GLE und GLS serienmäßig.
Was kostet das Facelift und wann kann man bestellen?
Preise und Bestellstart hat Mercedes-Benz bislang nicht bekannt gegeben. Auch ein Termin für die Markteinführung in Deutschland steht noch aus.
Ändert sich etwas an den Motoren?
Nach den vorliegenden Daten bleibt die Motorenpalette im Kern unverändert: Sechszylinder-Diesel und -Benziner, ein Plug-in-Hybrid und V8-Aggregate, alle GLS-Varianten mit Startergenerator (23 PS, 205 Nm). Die Leistungs- und Drehmomentwerte entsprechen weitgehend denen der bisherigen Modelle.
Quellen
- MBpassion Blogmbpassion.de
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