Mercedes ruft GLE zurück: Abschirmblech kann an der Kraftstoffleitung scheuern
Mercedes-Benz ruft weltweit 23.606 GLE der Baureihe 167 in die Werkstatt, 6.772 davon in Deutschland. Betroffen sind Diesel- und Hybridvarianten aus gut drei Produktionsjahren – die Prüfung ist kostenlos.

Mercedes-Benz ruft weltweit 23.606 Fahrzeuge des SUV-Modells GLE der Baureihe 167 in die Werkstatt. In Deutschland sind 6.772 Autos betroffen. Der Grund: Ein Abschirmblech im Bereich der Spritzwand ist möglicherweise fehlerhaft montiert und kann an der Kraftstoffleitung scheuern. Die Überprüfung und die eventuell nötige Nacharbeit sind für Halterinnen und Halter kostenlos.
Für Besitzerinnen und Besitzer eines GLE heißt das konkret: prüfen lassen, ob das eigene Fahrzeug auf der Liste steht. Das Kraftfahrt-Bundesamt führt die Maßnahme unter der Referenznummer 16925R, der Herstellercode lautet 4790309. Wer gerade einen GLE kauft – als Neuwagen, Jahreswagen oder Gebrauchten –, sollte vor dem Abschluss klären, ob das Auto zwischen dem 29. August 2022 und dem 3. September 2025 produziert wurde und ob die Maßnahme bereits durchgeführt ist. Maßgeblich ist dabei die Fahrgestellnummer. Ist die Nacharbeit erledigt, ist das Thema für dieses Fahrzeug abgeschlossen.
Warum ruft Mercedes-Benz den GLE zurück?
Auslöser ist nach den vorliegenden Angaben ein Montagefehler. Ein Abschirmblech im Bereich der Spritzwand – also der Trennwand zwischen Motorraum und Innenraum – sitzt bei den betroffenen Autos möglicherweise nicht korrekt. Dadurch kann es an der Kraftstoffleitung reiben. Ob dahinter zusätzlich ein konstruktives Problem steckt, geht aus den veröffentlichten Informationen nicht hervor.
Scheuert die Leitung über längere Zeit, kann Kraftstoff austreten. In der Folge kann der Druck im Kraftstoffsystem abfallen, und das Fahrzeug kann während der Fahrt plötzlich an Antriebskraft verlieren. Austretender Kraftstoff ist außerdem grundsätzlich ein Brandrisiko. Genau deshalb ist ein solcher Rückruf sicherheitsrelevant – auch wenn die Behebung selbst vergleichsweise einfach ist.
Ob der Fehler bei allen betroffenen Fahrzeugen tatsächlich vorliegt oder es sich in vielen Fällen um eine reine Vorsorgemaßnahme handelt, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Die Werkstatt prüft zunächst und arbeitet nur dort nach, wo es nötig ist. Für Halterinnen und Halter ändert das am Ablauf nichts: Der Termin ist in beiden Fällen kostenfrei.
Welche GLE sind betroffen?
Der Rückruf umfasst GLE der Baureihe 167 mit Dieselmotor der Baureihe OM654 sowie Hybridvarianten. Produziert wurden die Fahrzeuge vom 29. August 2022 bis zum 3. September 2025. Der Zeitraum umfasst damit gut drei Jahre; gesicherte Rückschlüsse auf die Ursache lässt das nicht zu, weil Mercedes-Benz dazu keine näheren Angaben veröffentlicht hat.
Eine Unschärfe bleibt: Die Angabe zu den Hybridvarianten ist nicht weiter aufgeschlüsselt. Ob ausschließlich Plug-in-Hybride auf Basis des OM654-Diesels gemeint sind oder auch andere Hybridvarianten, ist aus den vorliegenden Informationen nicht eindeutig zu entnehmen. Zu Fahrzeugen mit reinem Ottomotor liegen keine Angaben vor. Wer unsicher ist, klärt das am besten über die Fahrgestellnummer beim Mercedes-Benz-Partner.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Modell | Mercedes-Benz GLE (Baureihe 167) |
| Betroffene Antriebe | Diesel (OM654) und Hybridvarianten |
| Produktionszeitraum | 29. August 2022 bis 3. September 2025 |
| Fahrzeuge weltweit | 23.606 |
| Fahrzeuge in Deutschland | 6.772 |
| KBA-Referenznummer | 16925R |
| Herstellercode | 4790309 |
| Maßnahme | Überprüfung und Nacharbeit, kostenlos |
Was in der Werkstatt passiert
Die Werkstatt kontrolliert die Montage des Abschirmblechs und arbeitet bei Bedarf nach. Kosten entstehen Halterinnen und Haltern dafür nicht. Eine Änderung am Fahrzeugkonzept findet nicht statt – es geht darum, ein vorhandenes Blech korrekt zu positionieren beziehungsweise zu befestigen. Wie lange der Termin dauert, ist in den vorliegenden Unterlagen nicht angegeben.
Auch der genaue Informationsweg an die Halterinnen und Halter – Anschreiben des Herstellers, Kontakt über den Servicepartner oder beides – geht aus den Angaben nicht hervor. Üblich ist bei Rückrufen ein Schreiben an den zugelassenen Halter; wer nicht warten will, kann seinen Mercedes-Benz-Partner mit der Fahrgestellnummer direkt anfragen. Ob das Fahrzeug bis zum Termin uneingeschränkt weitergefahren werden darf, sagen die vorliegenden Angaben nicht. Ein Fahrverbot oder eine Stilllegung ist nicht Teil der Maßnahme.
Wer Auffälligkeiten wie Kraftstoffgeruch, sichtbare Undichtigkeiten oder Leistungsaussetzer bemerkt, sollte allerdings nicht bis zum regulären Termin warten, sondern die Werkstatt sofort kontaktieren. Das gilt unabhängig davon, ob für das Fahrzeug bereits ein Anschreiben vorliegt.
Einordnung: Wie schwer wiegt dieser Rückruf?
Ein Rückruf wegen eines einzelnen Bauteils in dieser Größenordnung ist für sich genommen nichts Außergewöhnliches. Wie sich die 23.606 Fahrzeuge zur Gesamtproduktion der Baureihe 167 verhalten, lässt sich allerdings nicht beziffern, weil dazu keine Vergleichszahl vorliegt. An der Sache selbst ändert das nichts: Eine scheuernde Kraftstoffleitung ist sicherheitsrelevant, und die Maßnahme sollte zeitnah durchgeführt werden.
Für Neu-, Gebraucht- und Jahreswagen gilt gleichermaßen: Ein GLE aus dem genannten Produktionszeitraum ist kein Problemfahrzeug, solange die Maßnahme durchgeführt wurde. Lassen Sie sich die Erledigung schriftlich bestätigen – etwa durch einen Eintrag im Serviceheft oder eine Werkstattrechnung. Auch bei Lager- und Neuwagen aus dem Zeitraum lohnt die Nachfrage, ob die Prüfung vor der Auslieferung erfolgt ist.
Ein allgemeiner Hinweis, der nicht Teil der offiziellen Rückrufinformation ist: Wer den GLE least oder im Abo fährt, richtet die Anfrage an den Vertragspartner beziehungsweise an den Servicebetrieb, bei dem das Fahrzeug gewartet wird. Die Rückrufmaßnahme selbst ist auch in diesen Fällen kostenfrei.
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Maßgeblich ist die Fahrgestellnummer. Ein Mercedes-Benz-Servicepartner kann damit prüfen, ob für Ihr Fahrzeug eine offene Rückrufmaßnahme vorliegt. Die KBA-Referenznummer und den Herstellercode finden Sie in der Tabelle oben. Zusätzlich informieren Hersteller betroffene Halterinnen und Halter üblicherweise per Anschreiben; der konkrete Informationsweg ist hier nicht näher benannt.
Kostet mich die Reparatur etwas?
Nein. Überprüfung und Nacharbeit werden kostenlos durchgeführt. Ob und in welchem Umfang Ersatzmobilität gestellt wird, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor – das lässt sich bei der Terminvereinbarung klären.
Sind auch Benziner betroffen?
Genannt werden Fahrzeuge mit Dieselmotor der Baureihe OM654 und Hybridvarianten. Zu Modellen mit reinem Ottomotor liegen keine Angaben vor. Welche Hybridvarianten genau gemeint sind, ist ebenfalls nicht im Detail aufgeschlüsselt.
Darf ich bis zum Werkstatttermin weiterfahren?
Eine Einschränkung des Fahrbetriebs ist nicht Teil der veröffentlichten Maßnahme; eine ausdrückliche Freigabe geht aus den vorliegenden Angaben aber ebenfalls nicht hervor. Bei Kraftstoffgeruch, sichtbaren Undichtigkeiten oder plötzlichem Leistungsverlust sollten Sie das Fahrzeug umgehend prüfen lassen.
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