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Rückruf für den Kia Niro EV: Software-Update gegen Überhitzung an der Hochvoltbatterie

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Das Kraftfahrt-Bundesamt hat unter der Referenz 013688 einen sicherheitsrelevanten Rückruf für 3.597 Kia Niro EV der Baujahre 2022 bis 2024 gestartet. Behoben wird der Fehler mit einem kostenlosen Software-Update in der Vertragswerkstatt.

Ein Kia Niro EV in Seitenansicht parkt vor einer Autowerkstatt
KI-generiertes Bild

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) führt unter der Referenznummer 013688 einen sicherheitsrelevanten Rückruf für den vollelektrischen Kia Niro EV. Betroffen sind Fahrzeuge des Modellcodes SG2 aus dem Produktionszeitraum 2022 bis 2024, in Deutschland nach Angaben zum Rückruf 3.597 Stück. Hintergrund ist ein möglicherweise erhöhter elektrischer Widerstand am Hauptschütz der Hochvoltbatterie, der zu Überhitzung und Brandgefahr führen kann. Die Abhilfe ist ein kostenloses Software-Update für das Batteriemanagementsystem, aufgespielt in der Vertragswerkstatt.

Für Halterinnen und Halter heißt das konkret: Es geht um einen Werkstattbesuch, nicht um einen Batterietausch. Wenn Sie einen Niro EV aus diesen Baujahren fahren oder gerade einen als Gebraucht-, Jahres- oder Leasingwagen ins Auge fassen, sollten Sie den Rückrufstatus des konkreten Fahrzeugs klären, bevor Sie weiterplanen. Die dafür entscheidende Angabe ist die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN).

Was Besitzer jetzt tun sollten

Der erste Schritt ist die Prüfung, ob das eigene Auto von der Aktion erfasst ist. Dafür genügt der Anruf bei einem Kia-Vertragspartner mit der FIN; sie steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Feld E). Die Werkstatt kann anhand des Hersteller-Aktionscodes 240021 nachsehen, ob für das Fahrzeug ein offener Rückruf hinterlegt ist. Fällt das Ergebnis positiv aus, wird ein Termin für das Update vereinbart. Kosten entstehen dabei nicht, weder für die Software noch für die Arbeitszeit.

Ob und wie Kia die betroffenen Halter aktiv anschreibt, geht aus dem uns vorliegenden Material nicht hervor. Bei KBA-Rückrufen ist eine Halterbenachrichtigung üblich, verlassen sollte man sich darauf aber nicht — die eigene Nachfrage in der Werkstatt ist der sicherere Weg. Ebenfalls offen ist, wie lange das Aufspielen des Updates dauert. Wer den Termin vereinbart, sollte das direkt miterfragen, um zu wissen, ob das Auto während des Vorgangs in der Werkstatt bleibt.

Warum es den Rückruf gibt

Auslöser ist ein Bauteil, das die wenigsten Fahrer je bewusst wahrnehmen: das Hauptschütz der Hochvoltbatterie. Vereinfacht gesagt ist das der große Leistungsschalter, der die Batterie beim Einschalten des Fahrzeugs mit dem Antrieb und beim Laden mit der Ladetechnik verbindet und beim Abstellen wieder trennt. Steigt an diesem Kontakt der elektrische Widerstand über das vorgesehene Maß, entsteht dort mehr Wärme als geplant. Im ungünstigsten Fall kann das laut der Rückrufbeschreibung zu einer Überhitzung und zu Brandgefahr führen.

Ob bereits Überhitzungen oder Brände aufgetreten sind, ist offen. Ebenso wenig ist dokumentiert, ob es bis zum Update Einschränkungen im Betrieb gibt, etwa beim Schnellladen. Auch diese Frage gehört ins Werkstattgespräch.

Wie das Update den Fehler entschärft

Kia löst das Problem über die Software des Batteriemanagementsystems (BMS) — jener Steuerung, die Zellen, Temperaturen und Ströme der Hochvoltbatterie permanent überwacht. Das Update verschärft die Überwachung des Hauptschützes. Erkennt das System eine Auffälligkeit, drosselt es die Leistung oder schaltet das System ab. Das Fahrzeug soll also nicht mehr unbemerkt in den kritischen Zustand geraten, sondern vorher reagieren.

Dass kein Bauteiltausch vorgesehen ist, könnte darauf hindeuten, dass Kia das Risiko über Schwellenwerte und Diagnose adressiert. Ob sich das Update im Alltag auf Reichweite, Ladeleistung oder Batterielebensdauer auswirkt, wird in der Rückrufbeschreibung nicht ausgeführt. Die genannte Drosselung greift nach dieser Darstellung im Fehlerfall — sie ist also keine dauerhafte Leistungsreduzierung für alle Fahrzeuge. Belastbare Angaben zu Alltagsfolgen liegen uns dazu aber nicht vor.

Die Eckdaten des Rückrufs

MerkmalWert
ModellKia Niro EV (vollelektrisch)
ModellcodeSG2
Produktionszeitraum2022 bis 2024
Betroffene Fahrzeuge in Deutschland3.597
KBA-Referenznummer013688
Hersteller-Aktionscode240021
Fehlerbilderhöhter elektrischer Widerstand am Hauptschütz der Hochvoltbatterie
AbhilfeSoftware-Update des Batteriemanagementsystems

Wie schwer wiegt die Aktion?

Mit knapp 3.600 Fahrzeugen in Deutschland ist der Umfang klein — die Niro-EV-Baureihe insgesamt ist deutlich verbreiteter. Nach unserer Einschätzung könnte eine so eng gefasste Stückzahl auf eine abgegrenzte Fertigungs- oder Kalibrierungscharge hindeuten; in der Rückrufbeschreibung belegt ist das nicht.

Einen Vergleich mit dem technisch verwandten Hyundai Kona Electric oder anderen Konzernmodellen können wir an dieser Stelle nicht belegen: Der uns vorliegende Rückruf nennt ausschließlich den Kia Niro EV mit dem Modellcode SG2. Ob weitere Modelle mit derselben Aktion erfasst sind, ist offen. Auch die exakte Zahl 3.597 stammt aus der Rückrufmeldung selbst und kann sich im Verlauf der Aktion noch ändern.

Was Kaufinteressenten beachten sollten

Ein offener Rückruf ist kein Grund, ein Fahrzeug grundsätzlich auszuschließen — er ist ein Grund, nachzufragen. Wer einen Niro EV aus den Baujahren 2022 bis 2024 als Gebrauchtwagen, Jahreswagen, im Leasing oder im Abo in Betracht zieht, sollte sich vom Anbieter schriftlich bestätigen lassen, ob die Aktion 240021 für die konkrete FIN bereits durchgeführt wurde. Bei Händlerfahrzeugen ist das über den Kia-Servicepartner in wenigen Minuten zu klären.

Ist das Update noch offen, lässt es sich nachholen, ohne dass Kosten entstehen; ein Preisabschlag ist deshalb nicht zwingend zu erwarten. Wichtiger ist, dass die Durchführung dokumentiert im Serviceheft oder im Übergabeprotokoll steht. Beim Privatkauf gilt dasselbe: FIN notieren — sie steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I im Feld E —, Vertragswerkstatt anrufen, Ergebnis festhalten.

Welche KBA-Referenznummer und welchen Aktionscode hat der Rückruf?

Das Kraftfahrt-Bundesamt führt die Maßnahme unter der Referenznummer 013688. Der interne Aktionscode des Herstellers lautet 240021. Mit einer dieser Angaben und der FIN kann eine Kia-Vertragswerkstatt prüfen, ob ein Fahrzeug betroffen ist.

Wo finde ich die Fahrzeug-Identifizierungsnummer?

Die FIN steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I im Feld E. Mit dieser Nummer prüft die Vertragswerkstatt, ob für Ihr Fahrzeug ein offener Rückruf hinterlegt ist.

Wie viele Fahrzeuge sind in Deutschland betroffen?

Nach den Angaben zum Rückruf sind in Deutschland 3.597 Kia Niro EV mit dem Modellcode SG2 aus dem Produktionszeitraum 2022 bis 2024 erfasst.

Ist das Software-Update kostenlos?

Ja. Das Update des Batteriemanagementsystems wird in der Vertragswerkstatt kostenlos aufgespielt. Angaben zur Dauer des Werkstattaufenthalts liegen uns nicht vor; sie sollten bei der Terminvereinbarung erfragt werden.

Darf ich den Wagen bis zum Update weiter fahren?

Zu Nutzungseinschränkungen bis zur Durchführung, etwa beim Schnellladen, enthält die vorliegende Rückrufbeschreibung keine Angaben. Klären Sie das im Zweifel direkt mit der Kia-Vertragswerkstatt.

Sind bereits Brände oder Überhitzungsfälle bekannt?

Dazu liegen uns keine belastbaren Informationen vor. Die Rückrufbeschreibung nennt Überhitzung und Brandgefahr als mögliche Folge des erhöhten Widerstands, ohne konkrete Schadensfälle auszuweisen.

Betrifft der Rückruf auch andere Modelle wie den Hyundai Kona Electric?

In der uns vorliegenden Meldung ist ausschließlich der Kia Niro EV mit dem Modellcode SG2 genannt. Ob weitere Modelle betroffen sind, ist offen.