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BMW iX5 Hydrogen: Der Wasserstoff-BMW rückt näher an die Serie – Preis und Termin fehlen

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

BMW erprobt Prototypen, startet die Montage der Brennstoffzelle in München und bereitet das Werk Steyr auf die Serienfertigung vor. Kaufen kann man den iX5 Hydrogen aber noch nicht – ein Starttermin und ein Preis fehlen bislang.

Der BMW iX5 Hydrogen Prototyp in Dreiviertelsansicht, ein großes modernes SUV mit charakteristischer BMW-Frontgestaltung
KI-generiertes Bild

BMW arbeitet am iX5 Hydrogen als erstem geplanten Wasserstoff-Serienmodell der Marke. Prototypen sammeln derzeit Testkilometer, unter anderem im südfranzösischen Miramas, parallel beginnt in München die Montage des Brennstoffzellensystems und das Werk Steyr in Österreich bereitet die künftige Serienproduktion vor. Für jemanden, der heute ein Auto sucht, ändert sich daran zunächst nichts: Es gibt weder einen Preis noch einen Termin für die Markteinführung, und damit auch nichts zu bestellen.

Interessant ist die Meldung trotzdem – für alle, die Antriebsalternativen jenseits des Batterie-Elektroautos im Blick behalten. Denn BMW schiebt das Thema nicht nur in der Entwicklungsabteilung vor sich her, sondern investiert bereits in Fertigungsstrukturen. Das ist ein anderer Reifegrad als eine Studie auf einer Messe.

Was BMW konkret gemeldet hat

Die Nachricht besteht aus drei Bausteinen. Erstens: Die aktuellen Prototypen des iX5 Hydrogen sind in der Erprobung unter Realbedingungen. Zweitens: Im Wasserstoff-Kompetenzzentrum in München startet die Montage des Brennstoffzellensystems der dritten Generation. Drittens: Das Werk Steyr bereitet die Serienproduktion vor.

Detailansicht von Brennstoffzellen-Komponenten während der Montage in einer modernen Fertigungsstätte
Die dritte Generation des Brennstoffzellensystems wird in Münchens Wasserstoff-Kompetenzzentrum montiert · KI-generiertes Bild

Das Brennstoffzellensystem hat BMW gemeinsam mit Toyota entwickelt. Dass es bereits die dritte Generation ist, zeigt: Der Antrieb entsteht nicht bei null, sondern baut auf früheren Entwicklungsstufen auf. Zur genauen Aufgabenteilung zwischen den beiden Herstellern macht die Mitteilung keine Angaben.

Die Zielwerte: 750 Kilometer und fünf Minuten tanken

BMW nennt drei Eckdaten. Wichtig dabei: Es sind angestrebte Werte aus der Entwicklung, keine homologierten Serienangaben. Sie stehen noch in keinem offiziellen Datenblatt und können sich bis zu einem möglichen Marktstart verändern.

MerkmalAngestrebter Wert
WLTP-Reichweitebis zu 750 km
Betankungszeitunter 5 Minuten
0–100 km/hunter 5 Sekunden
Systemleistungvon BMW nicht genannt
Preisoffen
Serienstartoffen

Der Reiz des Antriebs liegt in diesen beiden Zahlen: eine hohe Reichweite und eine Tankzeit, die eher an die Zapfsäule als an den Ladepark erinnert. Der Haken liegt woanders – nämlich in der Frage, wo man den Wasserstoff bekommt. Das Tankstellennetz für Pkw ist in Deutschland und Europa dünn, und in der BMW-Mitteilung steht dazu nichts. Wer den Alltagsnutzen eines solchen Fahrzeugs beurteilen will, muss diesen Punkt unabhängig prüfen.

Einordnung: Was neu ist – und was offenbleibt

Den Namen iX5 Hydrogen kennt man aus früheren Erprobungsfahrzeugen. Zu Umfang und Zeitraum dieser früheren Flotte macht die aktuelle Mitteilung keine Angaben, belastbare Zahlen dazu liegen uns nicht vor. Neu ist zweierlei: Es kommt die dritte Generation des Brennstoffzellensystems zum Einsatz, und BMW spricht von einem Serienmodell samt Vorbereitung des Werks Steyr.

Zum Wettbewerbsumfeld äußert sich BMW in der Mitteilung nicht. Einordnung der Redaktion: Brennstoffzellen-Pkw sind kein Novum, andere Hersteller sind mit solchen Modellen früher am Markt gewesen – belegte Vergleichsdaten zu Reichweite, Betankungszeit oder Stückzahlen liegen uns für diesen Artikel jedoch nicht vor. Die 750 Kilometer und die unter fünf Minuten sind zudem Entwicklungsziele von BMW und keine geprüften Serienwerte, taugen also derzeit nicht als Vergleichsmaßstab.

273 Millionen Euro Förderung – und was das über das Projekt sagt

Das Vorhaben läuft unter dem Namen „HyPowerDrive" im Rahmen des europäischen Förderprojekts IPCEI Hy2Move. Der Bund beteiligt sich mit 191 Millionen Euro, das Land Bayern mit 82 Millionen Euro – zusammen 273 Millionen Euro und damit eine Förderung in dreistelliger Millionenhöhe.

Man kann das in zwei Richtungen lesen. Einerseits zeigt es, dass Wasserstoff politisch gewollt ist und BMW den Antrieb als langfristiges, industriepolitisch abgesichertes Projekt behandelt und nicht als schnelle Modelloffensive. Andererseits – das ist eine Einschätzung der Redaktion und keine Angabe von BMW – lässt die Förderhöhe vermuten, dass eine Serienfertigung in diesem Umfang derzeit nur schwer aus eigener Kraft darstellbar wäre. BMW selbst äußert sich dazu nicht.

Was noch offen ist

Für eine Kaufentscheidung fehlen die entscheidenden Angaben. BMW hat bislang nicht mitgeteilt:

  • wann die Serienproduktion beginnt
  • zu welchem Preis das Fahrzeug angeboten wird
  • welche Systemleistung in kW oder PS der Antrieb hat
  • ob sich das Modell an Privatkunden richtet oder zunächst an Flotten
  • in welchen Märkten es überhaupt angeboten wird

Solange diese Punkte offen sind, gilt: Der iX5 Hydrogen ist ein Entwicklungsprojekt, kein Angebot. Wer jetzt ein großes SUV von BMW braucht, entscheidet sich weiterhin zwischen den verfügbaren Antrieben des X5 – als Neuwagen, Jahreswagen oder Gebrauchten, im Kauf, Leasing oder Abo. Sobald BMW Preis und Termin nennt, lässt sich der Wasserstoff-Antrieb dagegenrechnen.

Wie hoch ist die Reichweite des BMW iX5 Hydrogen?

BMW strebt bis zu 750 Kilometer nach WLTP an. Das ist ein Entwicklungsziel und kein bestätigter, homologierter Serienwert.

Wie schnell lässt sich der iX5 Hydrogen tanken?

Angestrebt sind unter fünf Minuten. Auch dieser Wert stammt aus der Entwicklung und ist noch nicht als Serienangabe bestätigt.

Wann startet die Serienproduktion und was kostet das Auto?

Beides hat BMW nicht mitgeteilt. Bekannt ist nur, dass das Werk Steyr die Serienproduktion vorbereitet und die Montage des Brennstoffzellensystems in München beginnt. Ein Termin und ein Preis fehlen.

Wer hat die Brennstoffzelle entwickelt?

BMW und Toyota gemeinsam. Es handelt sich um die dritte Generation des Systems, die im Wasserstoff-Kompetenzzentrum in München montiert wird.

Wie stark ist der Antrieb?

Zur Systemleistung in kW oder PS liegt keine Angabe von BMW vor. Genannt ist lediglich ein angestrebter Wert von unter fünf Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h.

Kann ich den iX5 Hydrogen schon bestellen?

Nein. Das Fahrzeug befindet sich in der Erprobung mit Prototypen, es gibt keinen Serienstatus, keinen Preis und keinen Markteinführungstermin.

Quelle: Mitteilung der BMW Group, „BMW iX5 Hydrogen: Erprobung unter Realbedingungen, Prototypenbau und Industrialisierung gehen parallel voran".