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Skoda ruft acht Modelle wegen Takata-Airbag zurück: Das müssen Halter jetzt wissen

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Ein fehlerhafter Gasgenerator im Fahrerairbag betrifft Skoda-Modelle aus den Produktionsjahren 2016 und 2017 – von Citigo bis Yeti. Der Austausch in der Werkstatt ist kostenlos.

Blick ins Cockpit eines Skoda mit Lenkrad und Instrumententafel im Fokus
KI-generiertes Bild

Skoda tauscht bei betroffenen Fahrzeugen aus acht Baureihen den Fahrerairbag aus. Betroffen sind Autos mit einem fehlerhaften Gasgenerator des Zulieferers Takata, der bei einer Auslösung Metallfragmente freisetzen und Insassen verletzen kann. Wer einen Citigo, Fabia, Kodiaq, Octavia, Rapid, Roomster, Superb oder Yeti aus dem Produktionszeitraum 23. Mai 2016 bis 7. Dezember 2017 fährt, sollte anhand der Fahrgestellnummer prüfen lassen, ob das eigene Auto dabei ist. Der Austausch erfolgt in der Werkstatt kostenlos.

Für Halter heißt das konkret: Werkstatttermin vereinbaren, Fahrgestellnummer bereithalten, Rückrufcode nennen. Für Kaufinteressierte heißt es: Bei einem Gebraucht-, Jahres- oder Abofahrzeug aus diesem Zeitfenster gehört die Frage nach dem Rückrufstatus in die Besichtigung. Ein erledigter Rückruf ist dokumentiert und damit überprüfbar – ein offener eben auch.

Welche Skoda-Modelle sind vom Airbag-Rückruf betroffen?

Die Liste reicht vom Kleinstwagen bis zum SUV: Citigo, Fabia, Kodiaq, Octavia, Rapid, Roomster, Superb und Yeti. Der Fehler steckt nicht in einer bestimmten Baureihe, sondern in einer Charge des Bauteils – und ein solcher Airbag kann in ganz unterschiedliche Fahrzeuge gewandert sein. Deshalb sagt das Modell allein wenig aus: Erst die Fahrgestellnummer klärt, ob ein konkretes Auto dabei ist. Das erklärt auch das eng gefasste Produktionsfenster von rund 19 Monaten.

Nach den vorliegenden Angaben umfasst die Aktion weltweit 77.360 Fahrzeuge, davon 7.925 in Deutschland. Diese Zahlen stammen aus der bislang einzigen verfügbaren Quelle; eine eigene Veröffentlichung von Skoda oder des Kraftfahrt-Bundesamts liegt uns dazu nicht vor. Gemessen an früheren Takata-Rückrufwellen ist die Größenordnung nach Einschätzung der Redaktion überschaubar. Für den einzelnen Halter macht das ohnehin keinen Unterschied: Entweder das Auto ist betroffen oder nicht.

MerkmalWert
Betroffene ModelleCitigo, Fabia, Kodiaq, Octavia, Rapid, Roomster, Superb, Yeti
Produktionszeitraum23. Mai 2016 bis 7. Dezember 2017
Rückrufvolumen weltweit77.360 Fahrzeuge (laut vorliegender Quelle)
Rückrufvolumen Deutschland7.925 Fahrzeuge (laut vorliegender Quelle)
KBA-Referenznummer16712R (laut vorliegender Quelle)
Herstellercode69PC (laut vorliegender Quelle)
MaßnahmeAustausch des Fahrerairbags, kostenlos

Warum der Takata-Gasgenerator als gefährlich gilt

Ein Airbag wird nicht aufgeblasen wie ein Luftballon, sondern von einem Gasgenerator in Millisekunden gefüllt. Dieser Generator enthält einen Treibsatz, der kontrolliert abbrennen muss. Bei den betroffenen Takata-Einheiten kann dieser Vorgang zu heftig ablaufen. Das Gehäuse kann dabei bersten und Metallfragmente in den Innenraum schleudern – also genau in die Richtung, in die der Airbag eigentlich schützen soll.

Das Risiko besteht nur im Moment der Auslösung, also bei einem Unfall. Im normalen Fahrbetrieb passiert nichts. Trotzdem ist der Rückruf keine Formsache: Ein Airbag, der im Ernstfall zusätzliche Verletzungen verursachen kann, ist ein Sicherheitsbauteil mit umgekehrter Wirkung. Ob Skoda die Nutzung des Fahrzeugs bis zum Werkstatttermin einschränkt, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Wer unsicher ist, fragt beim Service nach.

Kein Einzelfall: Einordnung in die Takata-Rückrufserie

Die fehlerhaften Takata-Airbags haben eine der größten Rückrufserien der Automobilgeschichte ausgelöst. Über Jahre hinweg mussten Fahrzeuge zahlreicher Hersteller deswegen in die Werkstatt. Die aktuelle Aktion ist damit kein neues Risiko, sondern die Fortsetzung eines bekannten Problems: Eine weitere Charge wurde identifiziert, diesmal in Skoda-Modellen. Ein Qualitätsurteil über die betroffenen Baureihen lässt sich daraus nicht ableiten – ein Octavia aus 2017 ist wegen dieses Rückrufs kein schlechteres Auto als einer aus 2015. Belegbare Aussagen zu Vorgängergenerationen oder zu Wettbewerbsmodellen gibt der Rückruf nicht her, weil das fehlerhafte Bauteil quer über Marken und Klassen verbaut wurde.

Ablauf in der Werkstatt: Was Halter jetzt tun

Der Weg ist der übliche bei Rückrufen. Halter betroffener Fahrzeuge werden vom Hersteller angeschrieben; wann Skoda diese Briefe verschickt, ist bislang nicht mitgeteilt. Wer nicht warten will, kann selbst aktiv werden: Der Skoda-Servicepartner kann das Fahrzeug anhand der Fahrgestellnummer im Markensystem prüfen, außerdem führt das Kraftfahrt-Bundesamt eine öffentliche Rückrufdatenbank. Hilfreich sind dabei diese Angaben:

  • KBA-Referenznummer 16712R – unter dieser Nummer ist der Rückruf laut vorliegender Quelle beim Kraftfahrt-Bundesamt geführt
  • Herstellercode 69PC – so ist die Aktion laut vorliegender Quelle bei Skoda und in den Werkstätten hinterlegt
  • Fahrgestellnummer (FIN) – steht im Fahrzeugschein und entscheidet, ob das konkrete Auto betroffen ist

Der Austausch des Fahrerairbags kostet den Halter nichts, unabhängig von Alter, Laufleistung und Garantiestatus. Offen sind derzeit zwei Punkte: wie lange das Fahrzeug in der Werkstatt bleibt und ob ein Ersatzwagen gestellt wird. Beides klärt der Servicebetrieb bei der Terminvereinbarung, dort lässt sich auch nachfragen, wann die Anschreiben verschickt werden. An der Kernaussage ändert das nichts: Wer ein betroffenes Fahrzeug hat, bekommt den Fahrerairbag ersetzt, ohne dafür zu zahlen.

Worauf Käuferinnen und Käufer achten sollten

Wer gerade einen Skoda aus den Baujahren 2016 oder 2017 ansieht – als Gebrauchtwagen, Jahreswagen oder im Abo –, sollte den Rückruf zum Gesprächsthema machen. Erledigte Rückrufe werden im Servicesystem der Marke vermerkt, ein Händler kann den Status anhand der Fahrgestellnummer abfragen. Lässt sich die Erledigung nicht belegen, ist das kein Grund, vom Kauf zurückzutreten: Der Austausch ist kostenlos und kann nach dem Kauf nachgeholt werden. Wichtig ist nur, dass er überhaupt gemacht wird.

Auf den Marktwert eines Fahrzeugs hat ein durchgeführter Sicherheitsrückruf üblicherweise keinen Einfluss – anders sieht es aus, wenn eine Maßnahme dauerhaft ignoriert wird. Ein offener Rückruf, der in der Fahrzeughistorie steht, ist beim Weiterverkauf ein Argument gegen den Verkäufer. Ob und wann Behörden bei Nichtreaktion weitergehende Schritte einleiten, ist im vorliegenden Fall nicht bekannt. Auf AutoHub lassen sich Skoda-Modelle als Neuwagen, Jahreswagen oder Gebrauchtwagen vergleichen – zum Kauf, im Leasing oder im Abo; den Rückrufstatus klärt man anschließend mit dem jeweiligen Anbieter.

Welche Skoda-Modelle sind vom Rückruf betroffen?

Citigo, Fabia, Kodiaq, Octavia, Rapid, Roomster, Superb und Yeti aus der Produktion vom 23. Mai 2016 bis 7. Dezember 2017. Ob ein konkretes Fahrzeug dabei ist, klärt die Fahrgestellnummer.

Muss ich den Austausch bezahlen?

Nein, der Fahrerairbag wird kostenlos getauscht. Zu Dauer und Ersatzwagen gibt es keine offizielle Angabe, Details klärt der Servicebetrieb.

Unter welchen Nummern läuft der Rückruf?

Laut vorliegender Quelle beim Kraftfahrt-Bundesamt unter 16712R und bei Skoda unter dem Herstellercode 69PC.

Quellen