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Tankrabatt 2026: Ab Oktober soll Sprit bis zu 17 Cent billiger werden

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Das Bundeskabinett hat einen befristeten Tankrabatt auf den Weg gebracht: vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2026 soll die Energiesteuer sinken, an der Zapfsäule wären das bis zu 17 Cent je Liter. Beschlossen ist die Sache aber noch nicht.

Nahaufnahme des Preisdisplays an einer Zapfsäule mit hohen Spritpreisen im zwei-Euro-Bereich für Diesel und Super E10
KI-generiertes Bild

Wer regelmäßig tankt, könnte ab Oktober etwas weniger zahlen – sofern Bundestag und Bundesrat zustimmen und die Senkung an der Zapfsäule ankommt. Das Bundeskabinett hat am 22. September 2026 einen Gesetzentwurf für einen befristeten Tankrabatt beschlossen, und zwar ohne reguläre Sitzung im sogenannten Umlaufverfahren. Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel soll vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2026 sinken. Inklusive Mehrwertsteuer entspricht das einer Entlastung von bis zu 17 Cent pro Liter, bei einer Tankfüllung von 50 Litern also rechnerisch 8,50 Euro.

Entscheidend ist das Wort „soll“. Der Entwurf muss noch durch Bundestag und Bundesrat, ein Abstimmungstermin ist bislang nicht bekannt. Und selbst wenn das Gesetz rechtzeitig steht, hängt die Wirkung davon ab, ob die Mineralölgesellschaften die Steuersenkung vollständig an die Zapfsäule weitergeben. Beim Tankrabatt 2022 war genau das der wesentliche Kritikpunkt.

Was das Kabinett beschlossen hat

Der Entwurf senkt die Energiesteuer auf Kraftstoffe für drei Monate. Im Quellmaterial ist von rund 14 Cent je Liter (netto) die Rede, aus denen mit Mehrwertsteuer bis zu 17 Cent Preisnachlass an der Zapfsäule werden. Der Staat verzichtet damit auf geschätzt 2,485 Milliarden Euro Steuereinnahmen, die sich Bund und Länder teilen.

Wichtig dabei: Ob die Absenkung für Benzin und Diesel exakt gleich hoch ausfällt, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Belegt ist bislang nur die Größenordnung von rund 14 Cent. Bis der endgültige Gesetzestext vorliegt, sollte man diese Zahl daher als Richtwert lesen und nicht als exakten Betrag für jede Kraftstoffsorte.

MerkmalWert
Steuersenkung (netto, ohne Mehrwertsteuer)rund 14 Cent je Liter
Entlastung an der Zapfsäule (brutto, inkl. MwSt.)bis zu 17 Cent je Liter
Gültigkeitszeitraum1. Oktober bis 31. Dezember 2026
Ersparnis bei 50 Litern8,50 Euro
Geschätzte Steuerausfälle2,485 Milliarden Euro (Bund und Länder)
Stand des VerfahrensKabinettsbeschluss vom 22.09.2026, Bundestag und Bundesrat stehen aus
Person beim Tanken an einer Zapfsäule an einer modernen Tankstelle
KI-generiertes Bild

Was das im Alltag ausmacht

Belegt ist bislang nur das Beispiel mit 50 Litern und 8,50 Euro. Eine eigene Hochrechnung unserer Redaktion darüber hinaus: Wer im Monat 100 Liter tankt, käme bei vollständiger Weitergabe auf rund 17 Euro pro Monat und über die drei Monate auf gut 50 Euro. Wer weniger fährt, spart entsprechend weniger. Das ist eine spürbare, aber keine umwälzende Entlastung – und sie endet planmäßig mit dem 31. Dezember 2026.

Da die Energiesteuer auf den Kraftstoff selbst erhoben wird, gilt die Entlastung grundsätzlich für alle, die tanken – also auch für Speditionen, Handwerksbetriebe und Flottenkunden. Hinweise auf Ausnahmen für bestimmte Nutzergruppen gibt es bisher nicht. Verbindlich klären wird das erst der endgültige Gesetzestext.

Warum jetzt: Rekordpreise an der Zapfsäule

Anlass der Maßnahme sind außergewöhnlich hohe Kraftstoffpreise infolge des Iran-Nahost-Konflikts. Am 17. September 2026 kostete Diesel im bundesweiten Tagesschnitt 2,471 Euro je Liter – ein Rekordwert. Super E10 lag bei 2,308 Euro. Gemessen an diesem Niveau federt die geplante Senkung einen Teil des Anstiegs ab, macht ihn aber nicht rückgängig.

Der Haken: Zeitplan und Weitergabe

Zwischen dem Kabinettsbeschluss und dem geplanten Start am 1. Oktober liegen wenige Tage. In dieser Zeit müssen Bundestag und Bundesrat zustimmen. Das ist ein enger Fahrplan, und ein konkreter Abstimmungstermin ist nicht bekannt. Verzögert sich das Verfahren, verschiebt sich auch der Zeitpunkt, ab dem die niedrigeren Preise an der Zapfsäule ankommen können.

Der zweite offene Punkt ist die Weitergabe. Eine Steuersenkung wirkt nur dann voll, wenn die Anbieter sie eins zu eins in die Preise übernehmen. 2022 war das nach Einschätzung vieler Beobachter nur teilweise der Fall. Verbindliche Vorgaben zur Weitergabe sind im vorliegenden Material nicht erwähnt. Für Sie heißt das praktisch: Preise in den ersten Oktobertagen beobachten und vergleichen, statt automatisch mit der vollen Entlastung zu rechnen.

Ausblick: Spritpreisdeckel ab 2027

Die Bundesregierung plant nach eigenen Angaben, spätestens zum 1. Januar 2027 einen Spritpreisdeckel einzuführen. Das wäre ein deutlich weiterreichendes Instrument als eine befristete Steuersenkung. Zur konkreten Ausgestaltung, zur Finanzierung und dazu, wer davon profitieren würde, liegt bislang nichts vor. Ob der Deckel nahtlos an das Auslaufen des Tankrabatts anschließt oder ob es dazwischen eine Lücke gibt, ist damit ebenfalls offen.

Was offen bleibt

  • Wann genau Bundestag und Bundesrat abstimmen – und ob der Start am 1. Oktober zu halten ist.
  • Wie hoch die Absenkung je Kraftstoffsorte am Ende ausfällt.
  • Ob die Steuersenkung vollständig an der Zapfsäule ankommt.
  • Ob der Gesetzestext Ausnahmen für bestimmte Nutzergruppen vorsieht.
  • Wie der geplante Spritpreisdeckel ab 2027 aussehen und finanziert werden soll.

Für die Wahl des nächsten Autos ändert der Tankrabatt nichts: Er ist auf drei Monate befristet und betrifft alle Verbrenner gleichermaßen, unabhängig von Marke, Modell oder davon, ob Sie kaufen, leasen oder ein Abo nutzen. Wer seine Kraftstoffkosten dauerhaft senken will, entscheidet das über Verbrauch und Antriebsart – nicht über einen Quartalseffekt bei der Energiesteuer.

Ab wann gilt der Tankrabatt 2026 – und ist er schon beschlossen?

Geplant ist der Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2026. Beschlossen hat bisher aber nur das Bundeskabinett den Gesetzentwurf, und zwar am 22. September 2026. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen, bevor die Senkung in Kraft treten kann; ein Abstimmungstermin ist bislang nicht bekannt.

Wie viel spare ich pro Tankfüllung?

Bei voller Weitergabe der Steuersenkung sind es bis zu 17 Cent je Liter. Für eine Tankfüllung von 50 Litern ergibt das rechnerisch 8,50 Euro.

Kommt die Entlastung vollständig bei mir an?

Das ist offen. Die Steuersenkung wirkt nur dann in voller Höhe, wenn die Mineralölgesellschaften sie komplett in die Preise an der Zapfsäule übernehmen. Beim Tankrabatt 2022 wurde genau das kritisiert. Verbindliche Vorgaben zur Weitergabe sind nicht bekannt.

Was passiert nach dem 31. Dezember 2026?

Die Steuersenkung läuft planmäßig aus. Die Bundesregierung plant spätestens zum 1. Januar 2027 einen Spritpreisdeckel, zu dessen Ausgestaltung und Finanzierung bislang keine Details vorliegen.

Gilt der Rabatt auch für Gewerbe und Flotten?

Die Energiesteuer wird auf den Kraftstoff erhoben, die Entlastung gilt daher grundsätzlich für alle Tankvorgänge. Hinweise auf Ausnahmen für bestimmte Nutzergruppen liegen bisher nicht vor. Sicher klären wird das erst der endgültige Gesetzestext.