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Volvo plant 13 neue Modelle bis 2030 – und will die Tasten zurückbringen

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Volvo Cars will bis 2030 weltweit 13 neue Modelle auf den Markt bringen, aufgeteilt in Elektroautos und Hybride. Zugleich kündigt das Unternehmen an, im Innenraum wieder auf physische Tasten und Regler zu setzen.

Ein modernes Designstudio mit Skizzen und Fahrzeugmodellen an den Wänden, Arbeitsplätze mit Tablets und digitalen Tools – der Ort, wo Volvos neue Modellpalette entwickelt wird
KI-generiertes Bild

Volvo Cars hat angekündigt, bis zum Jahr 2030 weltweit 13 neue Modelle auf den Markt zu bringen. Sieben davon sind für die westlichen Märkte in Europa und den USA vorgesehen, sechs für China. Das Unternehmen selbst bezeichnet das als die größte Modelloffensive seiner 99-jährigen Geschichte – eine Einordnung aus der Unternehmenskommunikation, die sich von außen nicht überprüfen lässt. Nachprüfbar ist dagegen die Zahl: 13 Baureihen in rund fünf Jahren sind für eine Marke dieser Größe ein hohes Tempo.

Für Kundinnen und Kunden ändert sich damit zunächst nichts. Es gibt keine Modellnamen, keine Preise, keine Termine für einzelne Markteinführungen – die Ankündigung ist eine Strategieaussage, kein Angebot. Welche Folgen die Pläne für das Angebot im Handel haben, zeigt sich erst, wenn einzelne Modelle Termine und Preise bekommen. Interessant ist die Meldung für alle, die wissen wollen, wohin sich die Marke entwickelt, deren Auto gerade in ihrer Einfahrt steht.

Sieben Modelle für den Westen, sechs für China

Auffällig ist vor allem die regionale Aufteilung der künftigen Modelle. Volvo plant die neue Palette nicht als globale Einheitsreihe, sondern trennt sie nach Regionen: sieben Modelle für Europa und die USA, sechs eigene für China. Das weicht von der in der Branche üblichen Praxis ab, Modelle weltweit möglichst einheitlich zu verkaufen.

Hinter dieser Trennung stehen unterschiedliche Märkte. In China konkurrieren Hersteller mit anderen Erwartungen an Software, Bedienung und Ausstattungsumfang als in Europa, und der Preiswettbewerb läuft dort härter. Volvo gehört zum chinesischen Geely-Konzern, was die Entwicklung eigener Modelle für diesen Markt naheliegend macht. Welche Fahrzeuge konkret in welche Region gehen und in welchen Segmenten sie antreten, hat Volvo bislang nicht mitgeteilt.

Elektro und Hybrid – die Absicherung nach zwei Seiten

Die neue Palette soll aus reinen Elektroautos und aus Hybriden bestehen, die Volvo als Technik der dritten Generation bezeichnet. Was diese dritte Generation technisch von den bisherigen Hybridantrieben unterscheidet, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Solange es keine Daten zu Systemleistung, Batteriekapazität oder elektrischer Reichweite gibt, bleibt der Begriff ein Label ohne überprüfbaren Inhalt. Der Begriff wird hier verwendet, weil Volvo ihn nutzt; inhaltlich erklärt er bislang nichts.

Strategisch ist die Botschaft dennoch klar. Volvo hatte sich in den vergangenen Jahren früh und deutlich auf einen vollständigen Umstieg auf Elektroautos bis 2030 festgelegt. Dass Hybride nun ausdrücklich Teil der Planung bis 2030 sind, ist eine Kurskorrektur, wie sie mehrere Hersteller in den letzten Monaten vorgenommen haben – die Nachfrage nach reinen Elektroautos in Europa und den USA wächst langsamer als kalkuliert. Ob und wie Volvo seine Klimaziele daran anpasst, ist aus der Ankündigung nicht ersichtlich.

Physische Tasten sollen zurückkehren

Der zweite Kurswechsel betrifft den Innenraum. Volvo kündigt an, bei künftigen Modellen wieder vermehrt auf physische Tasten und Regler zu setzen. Das ist ein Bruch mit der eigenen Linie der letzten Jahre: Volvo hatte die Bedienung konsequent auf große Touchscreens verlagert und dafür in Tests und von Kunden wiederholt Kritik einstecken müssen, weil sich Klima, Spiegel oder Lautstärke während der Fahrt schlechter blind bedienen lassen.

Volvo ist damit nicht allein. Auch andere Hersteller haben in den vergangenen Jahren angekündigt, häufig genutzte Funktionen wieder auf echte Schalter zu legen. Offen bleibt, ob bestehende Modelle davon noch etwas abbekommen oder ob die Rückkehr der Tasten erst mit den neuen Baureihen greift.

Erstes Konzeptfahrzeug für 2027 angekündigt

Sichtbar wird die neue Designsprache erstmals 2027: Für dieses Jahr hat Volvo ein Konzeptfahrzeug angekündigt, das die künftige Formensprache und vermutlich auch das neue Bedienkonzept zeigen soll. Bis dahin bleibt die Offensive eine Zahl auf Folien. Ein Konzeptfahrzeug ist zudem kein Serienauto – wie viel davon in die Produktion übernommen wird, entscheidet sich später.

MerkmalStand der Angaben
Neue Modelle bis 203013 weltweit
Davon Europa und USA7
Davon China6
AntriebeReine Elektroautos und Hybride (von Volvo als dritte Generation bezeichnet)
BedienkonzeptFür künftige Modelle wieder vermehrt physische Tasten und Regler
Erstes Konzeptfahrzeug2027
Modellnamen, Segmente, EinzeltermineNicht mitgeteilt
PreiseNicht mitgeteilt

Was die Meldung nicht beantwortet

Die Ankündigung lässt die Fragen offen, die für eine Bewertung entscheidend wären. Dazu gehören vor allem:

  • Welche Segmente die 13 Modelle abdecken – und ob darunter Nachfolger bestehender Baureihen oder zusätzliche Fahrzeuge sind.
  • Was die Hybridtechnik der dritten Generation technisch auszeichnet: Systemaufbau, Leistung, elektrische Reichweite.
  • Wie sich die Markteinführungen zwischen 2027 und 2030 verteilen.
  • Welche Werke und Standorte die neuen Modelle bauen und was das für die Beschäftigung dort bedeutet.
  • Ob Volvo seine bisherigen Elektrifizierungs- und Klimaziele formell anpasst.

Bis dazu Angaben vorliegen, gilt: Volvo hat eine Richtung beschrieben, keinen Fahrplan. Wer heute ein Auto sucht, trifft seine Entscheidung auf Basis der Modelle, die jetzt im Markt sind – und nicht auf Basis einer Palette, deren erstes Schaustück 2027 gezeigt wird.

Wie viele neue Modelle plant Volvo bis 2030?

13 neue Modelle weltweit, davon sieben für Europa und die USA und sechs für China. Modellnamen, Segmente und einzelne Termine hat Volvo nicht genannt.

Welche Antriebe bekommen die neuen Volvo-Modelle?

Die Palette soll aus reinen Elektroautos und aus Hybriden bestehen. Volvo spricht von Hybridtechnik der dritten Generation, hat dazu aber keine technischen Daten veröffentlicht.

Heißt das, Volvo verkauft ab 2030 doch nicht nur Elektroautos?

Die Planung bis 2030 enthält ausdrücklich Hybride. Ob und wie Volvo seine früheren Elektrifizierungsziele offiziell anpasst, geht aus der Ankündigung nicht hervor.

Warum sollen physische Tasten in den Innenraum zurückkehren?

Volvo hat angekündigt, bei künftigen Modellen wieder vermehrt Tasten und Regler einzubauen. Als Hintergrund gilt die verbreitete Kritik an Innenräumen, in denen fast alles über den Touchscreen läuft. Eine offizielle Begründung im Detail liegt nicht vor.

Bekommen aktuelle Volvo-Modelle die Tasten nachgerüstet?

Dazu gibt es keine Angaben. Die Ankündigung bezieht sich ausdrücklich auf zukünftige Modelle.

Wann ist das neue Design zu sehen?

Ein erstes Konzeptfahrzeug mit der neuen Designsprache soll 2027 vorgestellt werden. Ein Serienfahrzeug ist damit noch nicht gezeigt.