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Volvo XC40 Plug-in-Hybrid: Rückruf wegen Brandgefahr, 4.531 Fahrzeuge in Deutschland

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Volvo ruft weltweit rund 64.000 XC40 Plug-in-Hybride zurück, weil ein Fertigungsfehler in den Batteriemodulen einen Kurzschluss auslösen kann. Betroffene sollen ihr Auto bis zur Prüfung nicht mehr laden.

Ein Volvo XC40 Plug-in-Hybrid steht parkend vor neutralem Hintergrund, Frontansicht schräg von rechts
KI-generiertes Bild

Volvo ruft weltweit rund 64.000 Exemplare des XC40 Plug-in-Hybrid in die Werkstätten. In Deutschland betrifft die Aktion 4.531 Fahrzeuge der Modelljahre 2020 bis 2022, gebaut zwischen 2019 und 2021. Grund ist ein Herstellungsfehler an der Isolation zwischen den Zellen der Hochvoltbatterie, der zu einem Kurzschluss und im schlimmsten Fall zu einem Brand führen kann. Wer so ein Auto fährt, soll die Batterie bis zur Überprüfung nicht mehr laden – das ist die ausdrückliche Empfehlung des Herstellers.

Für Kaufinteressenten ist der Rückruf ebenfalls relevant, weil Fahrzeuge dieser Modelljahre heute gebraucht angeboten werden. Vor einer Zusage lohnt die Frage an den Verkäufer, ob die Aktion mit dem Code R10388 für das konkrete Fahrzeug schon ausgeführt wurde. Ein Blick in das Serviceheft oder eine Abfrage beim Volvo-Partner anhand der Fahrgestellnummer klärt das.

Warum Volvo den XC40 Plug-in-Hybrid zurückruft

Die Hochvoltbatterie eines Plug-in-Hybrids besteht aus vielen einzelnen Zellen, die in Modulen zusammengefasst sind. Zwischen diesen Zellen sitzt eine Isolierung, die verhindert, dass Strom einen unerwünschten Weg nimmt. Laut Volvo ist diese Zell-zu-Zell-Isolation bei einem Teil der Module fehlerhaft gefertigt worden. Die Folge kann ein Kurzschluss sein, dadurch eine Überhitzung der Batterie und daraus ein Brand.

Volvo rät Betroffenen, die Batterie bis zur Überprüfung nicht mehr zu laden. Eine Begründung für diese Empfehlung liegt in der Mitteilung nicht vor. Ob Volvo auch das Fahren einschränkt, geht aus der Rückrufmitteilung ebenfalls nicht hervor. Wer unsicher ist, sollte das beim Volvo-Partner direkt erfragen, bevor er weiterfährt.

Welche Fahrzeuge betroffen sind

MerkmalWert
ModellVolvo XC40 Plug-in-Hybrid (PHEV)
Modelljahre2020 bis 2022
Produktionszeitraum2019 bis 2021
Fahrzeuge weltweitrund 64.000
Fahrzeuge in Deutschland4.531
AktionscodeR10388
Arbeit in der WerkstattBatteriemodule kontrollieren, bei Bedarf ersetzen

Bei Fahrzeugen dieser Modelljahre lässt sich nur anhand der Fahrgestellnummer klären, ob sie betroffen sind. Zu den rein elektrischen XC40-Varianten und zu anderen Volvo-Modellen mit vergleichbarer Batterietechnik liegen in der Mitteilung keine Angaben vor; der Rückruf ist dort auf den XC40 Plug-in-Hybrid der genannten Baujahre begrenzt.

Was betroffene Halter jetzt tun sollten

  • Die Batterie bis zur Überprüfung nicht mehr laden – das empfiehlt Volvo ausdrücklich.
  • Beim Volvo-Partner mit der Fahrgestellnummer prüfen lassen, ob das Fahrzeug unter den Aktionscode R10388 fällt.
  • Bei Betroffenheit einen Werkstatttermin vereinbaren und dabei klären, ob das Fahrzeug bis dahin uneingeschränkt gefahren werden darf.
  • Im Termin nachfragen, wie lange die Prüfung dauert und ob ein Ersatzfahrzeug gestellt wird, falls Module getauscht werden müssen.
  • Die ausgeführte Maßnahme im Serviceheft dokumentieren lassen – das ist später beim Verkauf der Nachweis.

Was noch offen ist

Mehrere Punkte sind aus dem vorliegenden Material nicht zu beantworten. Volvo nennt keine Dauer für die Prüfung und den möglichen Modultausch, und es ist nicht angegeben, wie die Halter benachrichtigt werden. Auch zu Kosten macht die Mitteilung keine Aussage; Rückrufarbeiten werden üblicherweise auf Herstellerkosten ausgeführt, eine Zusage für Ersatzmobilität ist daraus aber nicht abzuleiten.

Offen bleibt zudem, ob es bereits dokumentierte Überhitzungs- oder Brandfälle gibt. Die Formulierung „kontrollieren und bei Bedarf ersetzen“ lässt nicht erkennen, wie ein Isolationsfehler auf Zellebene festgestellt wird. Es kann also sein, dass manche Fahrzeuge nach kurzer Prüfung wieder freigegeben werden, während andere neue Module brauchen. Wie die Module geprüft werden, kann die Werkstatt erklären.

Einordnung: Warum dafür ein Werkstattbesuch nötig ist

Ein Fertigungsfehler kann sich erst zeigen, nachdem Fahrzeuge ausgeliefert wurden. Die Abhilfe verlangt dann einen Werkstattbesuch, bei dem Bauteile geprüft und bei Bedarf ausgetauscht werden. Ein Software-Update kann einen Fertigungsfehler an Batteriezellen nicht beheben. Volvo ruft deshalb weltweit rund 64.000 Fahrzeuge zurück, davon 4.531 in Deutschland.

Gebrauchtkauf: Worauf beim XC40 PHEV zu achten ist

Lassen Sie sich beim Kauf eines XC40 Plug-in-Hybrids der Modelljahre 2020 bis 2022 die Erledigung der Rückrufmaßnahme R10388 schriftlich bestätigen, mit Datum und Werkstattstempel. Steht der Termin noch aus, lässt sich die Ausführung vor der Übergabe verbindlich vereinbaren. Nach Einschätzung der Redaktion sind die Batteriemodule eines Fahrzeugs mit abgeschlossener Aktion damit geprüft oder erneuert. Bei jüngeren Fahrzeugen außerhalb des Produktionszeitraums 2019 bis 2021 spielt die Aktion nach den bisher bekannten Angaben keine Rolle.

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* Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist (Internetadresse: https://www.dat.de/co2/). Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind kein Bestandteil des Angebots.

Welcher Aktionscode gilt für den Volvo XC40 Rückruf?

Volvo führt die Maßnahme intern unter dem Code R10388. Mit dieser Angabe und der Fahrgestellnummer kann jeder Volvo-Partner prüfen, ob ein Fahrzeug betroffen ist.

Darf ich meinen Volvo XC40 Plug-in-Hybrid noch laden?

Nein. Volvo empfiehlt betroffenen Besitzern, die Fahrzeugbatterie bis zur Überprüfung nicht mehr zu laden.

Wie viele Fahrzeuge sind betroffen?

Weltweit rund 64.000 XC40 Plug-in-Hybride, davon 4.531 in Deutschland. Es geht um die Modelljahre 2020 bis 2022 aus der Produktion 2019 bis 2021.

Was passiert in der Werkstatt?

Die Batteriemodule werden kontrolliert und bei Bedarf ersetzt. Wie lange das dauert, hat Volvo bislang nicht mitgeteilt.

Sind Brände oder Überhitzungen bereits aufgetreten?

Dazu liegen keine Angaben vor. Volvo nennt die Überhitzung mit möglichem Brand als Risiko des Fertigungsfehlers, nicht als bestätigten Vorfall.

Kann ich als Käufer erkennen, ob der Rückruf erledigt ist?

Ja. Lassen Sie sich die ausgeführte Maßnahme im Serviceheft oder als Werkstattbeleg zeigen, oder fragen Sie mit der Fahrgestellnummer bei einem Volvo-Partner nach.