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VW ID. Buzz und Nvidia: Level-4-Basis auf der GTC Berlin gezeigt

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft
Volkswagen ID. Buzz mit langem Radstand auf einer Technologiekonferenz, umgeben von Anzeigetafeln und technischer Ausrüstung.
KI-generiertes Bild

Auf der KI-Konferenz Nvidia GTC Berlin Ende Oktober 2026 haben Nvidia und Volkswagen ein Fahrzeug gezeigt, das vollautonom auf Level-4-Niveau fahren soll. Als Basis dient der VW ID. Buzz mit langem Radstand, die Rechenplattform und die Sensorik stammen aus Nvidias Referenzarchitektur DRIVE AGX Hyperion 10. Gedacht ist das Fahrzeug für Mobility-as-a-Service, also für Fahrdienste mit Flottenbetrieb, für autonome Personenbeförderung und für gewerbliche Transporte.

Für private Autokäuferinnen und Autokäufer ändert sich dadurch zunächst nichts. Die Meldung richtet sich an Flottenbetreiber, an die Zulieferbranche und an alle, die verfolgen, wie Volkswagen bei diesem Projekt zum autonomen Fahren vorgeht. Ein Termin für einen Serienstart, ein Preis und konkrete Betreiber wurden auf der Veranstaltung nicht genannt.

Was auf der GTC Berlin gezeigt wurde

Nvidia beschreibt das Fahrzeug als flexibel nutzbare Großserienbasis. Als Basis dient der ID. Buzz. Wann eine damit ausgestattete autonome Variante in Serie gehen könnte, wurde nicht genannt. Der Innenraum ist nach Angaben der Präsentation für Mobility-as-a-Service optimiert, also für wechselnde Fahrgäste statt für einen privaten Halter.

Level 4 bedeutet, dass das Fahrzeug innerhalb eines festgelegten Einsatzgebiets ohne Eingriff eines Menschen fährt. Niemand im Fahrzeug muss das System überwachen, solange es sich in diesem Gebiet bewegt. Wie groß ein solches Gebiet im praktischen Betrieb wäre und unter welchen Bedingungen das System arbeitet, ging aus der Vorstellung nicht hervor. Ebenso offen blieb, ob und wo eine Zulassung für den Level-4-Betrieb bereits vorliegt.

Die Technik: Hyperion 10 und die Sensorik

Nahaufnahme von Kameras, Lidar- und Radarsensoren, wie sie bei autonomen Fahrzeugen zum Einsatz kommen.
KI-generiertes Bild

DRIVE AGX Hyperion 10 ist Nvidias Referenzarchitektur für das Zusammenspiel von Rechnern, Sensoren und Software. Hersteller können diese Grundlage übernehmen, was die Entwicklungszeit verkürzt, weil sie die Basis nicht selbst aufbauen müssen. Volkswagen steuert in diesem Fall die Fahrzeugbasis bei.

Die Sensorausstattung umfasst 14 Kameras, 9 Radarsensoren und 3 Lidarsensoren. Diese Kombination ist bei Level-4-Systemen üblich: Kameras erkennen Farben, Schilder und Fahrbahnmarkierungen, Radar misst Abstände und Geschwindigkeiten auch bei schlechter Sicht, Lidar tastet die Umgebung mit Laserimpulsen ab und liefert ein räumliches Abbild. Zur Rechenleistung und zum Redundanzkonzept, also dazu, welche Systeme sich gegenseitig absichern, liegen aus der Präsentation keine Angaben vor.

MerkmalWert
BasismodellVW ID. Buzz mit langem Radstand
ReferenzarchitekturNvidia DRIVE AGX Hyperion 10
Kameras14
Radarsensoren9
Lidarsensoren3
AutonomiestufeLevel 4
EinsatzzweckMobility-as-a-Service, Personenbeförderung, gewerbliche Transporte
Serienstart / Preisnicht genannt

Wofür das Fahrzeug gedacht ist

Die Fahrzeuge sind für Flottenbetreiber wie Fahrdienste, Shuttle-Anbieter und Logistikunternehmen gedacht. Solche Betreiber setzen Fahrzeuge in größerer Zahl ein und lasten sie über Jahre aus. Der lange Radstand des ID. Buzz schafft dafür die Raumverhältnisse, sowohl für Sitzplätze als auch für Ladung.

Einordnung: Nvidias Rolle in dem Projekt

Nvidia bietet Hyperion 10 auch anderen Herstellern an. Die Vorstellung mit Volkswagen ist eine Kooperation zu dieser Architektur. Je mehr Autobauer eine solche standardisierte Grundlage übernehmen, desto stärker verlagert sich die Entwicklungsarbeit beim autonomen Fahren von den Herstellern zum Technologieanbieter; das ist eine Einschätzung der Redaktion.

Was offen bleibt

  • Ein Termin für die Serieneinführung oder den Start des kommerziellen Betriebs
  • Preise und Kosten für Fahrzeug und Autonomiesystem
  • Technische Daten zu Antrieb, Batteriekapazität und Reichweite
  • Namen von Betreibern oder Flottenkunden, die die Fahrzeuge einsetzen sollen

Der Begriff Großserienbasis beschreibt bislang eine Absicht. Ob und wann die autonome Variante in Serie geht und zugelassen wird, ist nicht bekannt. Verlässlicher einordnen lässt sich das erst, wenn Volkswagen oder Nvidia Termine und Partner benennen.

Auf welchem Fahrzeug basiert die Level-4-Großserienbasis?

Auf dem VW ID. Buzz mit langem Radstand. Der Innenraum ist für Mobility-as-a-Service ausgelegt, also für wechselnde Fahrgäste im Flottenbetrieb.

Welche Technik steuert das autonome Fahren?

Das Fahrzeug nutzt die Referenzarchitektur Nvidia DRIVE AGX Hyperion 10. Sie legt das Zusammenspiel von Rechenplattform, Sensorik und Software fest. Angaben zur Rechenleistung wurden nicht veröffentlicht.

Welche Sensoren sind verbaut?

14 Kameras, 9 Radarsensoren und 3 Lidarsensoren. Zum Redundanzkonzept, also zur gegenseitigen Absicherung der Systeme, liegen keine Angaben vor.

Für welche Zwecke ist das Fahrzeug gedacht?

Für Mobility-as-a-Service, autonome Personenbeförderung und gewerbliche Transporte. Ein Angebot für Privatkunden wurde nicht angekündigt.

Stehen Serienstart oder Preise fest?

Nein. Weder ein Termin für die Serieneinführung oder den kommerziellen Betrieb noch Preise wurden genannt. Auch Betreiber oder Flottenkunden sind bisher nicht benannt.