VW Tiguan Rückruf 2025: Softwarefehler kann die Zündung während der Fahrt abschalten

Volkswagen ruft in den USA 49.958 Tiguan des Modelljahrs 2025 in die Werkstätten. Ursache ist ein Softwarefehler im Body Control Module, also im zentralen Steuergerät für die Bordelektrik. Der Fehler kann einen ungewollten Reset des Steuergeräts auslösen — und damit die Zündung während der Fahrt ausschalten. Behoben wird das Problem über ein kostenloses Software-Update beim Händler.
Wichtig für die Einordnung: Der Rückruf betrifft nach dem vorliegenden Material den US-Markt. Ob Fahrzeuge in Deutschland und Europa mit derselben Softwareversion ausgeliefert wurden und ebenfalls in eine Rückrufaktion fallen, ist bislang nicht bekannt. Wer hierzulande einen Tiguan des Modelljahrs 2025 fährt oder kaufen will, sollte die Meldung also als Hinweis lesen, nicht als Bestätigung einer Betroffenheit.
Welche Tiguan-Modelle betroffen sind
Volkswagen grenzt den Kreis über Bauzeitraum und Softwarestand ein. Betroffen sind Fahrzeuge, die zwischen dem 24. März und dem 30. August 2025 gebaut wurden — das entspricht etwa der 13. bis zur 35. Kalenderwoche — und die Softwareversion 0324 oder 0325 tragen. In der laufenden Produktion ist der Fehler ab der 36. Kalenderwoche 2025 behoben. Fahrzeuge, die nach diesem Zeitpunkt vom Band liefen, sind nach Herstellerangabe nicht betroffen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Betroffene Fahrzeuge (USA) | 49.958 |
| Modelljahr | 2025 |
| Produktionszeitraum | 24. März bis 30. August 2025 (rund KW 13 bis KW 35) |
| Fehlerhafte Softwareversionen | 0324 oder 0325 |
| Korrigierte Softwareversion | 0326 oder neuer |
| Produktion korrigiert ab | 36. Kalenderwoche 2025 |
Ob das eigene Fahrzeug betroffen ist, lässt sich am sichersten über die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) beim Servicepartner klären. Dort kann der aufgespielte Softwarestand ausgelesen werden. Wie und wann Volkswagen die betroffenen Halter direkt anschreibt, war zum Zeitpunkt der Meldung nicht mitgeteilt.
Worauf Käufer achten können
Für den Kauf eines Tiguan ändert die Meldung inhaltlich wenig: Die Produktion ist korrigiert, und betroffene Fahrzeuge werden über eine Rückrufaktion nachgerüstet. Wer allerdings einen Tiguan des Modelljahrs 2025 als Neu-, Jahres- oder Gebrauchtwagen übernimmt, kann sich zwei Dinge bestätigen lassen: das Produktionsdatum und den aufgespielten Softwarestand. Liegt das Fahrzeug im Bauzeitraum zwischen März und August 2025, lohnt die Frage, ob eine offene Rückrufaktion vermerkt ist. Ein bereits erledigtes Update ist kein Preisargument in die eine oder andere Richtung — es ist einfach ein Punkt, der geklärt sein sollte.

- Fahrzeug-Identifizierungsnummer notieren und beim Servicepartner auf offene Rückrufaktionen prüfen lassen
- Produktionsdatum erfragen: relevant ist der Zeitraum 24. März bis 30. August 2025
- Softwarestand auslesen lassen — 0326 oder neuer gilt als korrigiert
- Bei Gebraucht- und Jahreswagen die Serviceunterlagen auf durchgeführte Rückrufaktionen durchsehen
Was der Fehler im Fahrbetrieb bedeutet
Das Body Control Module steuert in modernen Fahrzeugen eine ganze Reihe zentraler Funktionen. Setzt sich das Steuergerät unkontrolliert zurück, schaltet sich laut Volkswagen die Zündung aus. In der Folge erlischt nach Herstellerangabe der Motor plötzlich, und es fallen Servolenkung, Außenbeleuchtung, Airbags sowie die Rückfahrkamera aus. Das Fahrzeug bleibt laut Volkswagen lenkbar und bremsbar, verlangt aber deutlich mehr Kraft — und der Schutz durch die Airbags kann in diesem Moment fehlen.
Volkswagen gibt an, dass keine Unfälle oder Verletzungen im Zusammenhang mit dem Defekt bekannt sind. Das ist eine Herstellerangabe und unabhängig nicht bestätigt. Ein Fahrverbot oder eine Empfehlung, das Fahrzeug bis zum Update stehen zu lassen, ist aus dem vorliegenden Material nicht ableitbar. Wer beunruhigt ist, sollte den Termin für das Update zügig vereinbaren und die Frage im Servicegespräch direkt stellen.
Die Behebung: ein Update, keine neue Hardware
Der Händler spielt die Softwareversion 0326 oder eine neuere auf. Das ist für Halter kostenlos, Teile müssen nicht getauscht werden. Wie lange der Werkstattbesuch dauert, nennt Volkswagen im vorliegenden Material nicht — verbindlich ist hier nur die Auskunft des Servicepartners. Dass ein Rückruf ohne Hardwaretausch auskommt, ist möglich, weil die betroffene Funktion über ein Steuergerät und dessen Software gesteuert wird.
Einordnung: Funktionen hängen an einem Steuergerät
Dass ein Reset des Body Control Module laut Volkswagen Motor, Lenkunterstützung, Licht und Airbags gleichzeitig betrifft, zeigt, wie viele Funktionen in der aktuellen Generation über ein zentrales Steuergerät laufen. Nach Einschätzung der Redaktion ist das kein Hinweis auf einen Tiguan-spezifischen Konstruktionsfehler, sondern die Kehrseite einer Elektronikarchitektur, die viele Aufgaben in wenigen Steuergeräten zusammenfasst. Ob es beim Vorgängermodell ein vergleichbares Problem gab, geht aus dem vorliegenden Material nicht hervor.
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Zwei Punkte sind bislang nicht geklärt. Erstens: ob Fahrzeuge außerhalb des US-Marktes mit denselben Softwareversionen ausgeliefert wurden und damit ebenfalls betroffen sind. Zweitens: wie und in welchem Zeitrahmen Volkswagen die Halter der 49.958 Fahrzeuge kontaktiert. Beides wird sich erst mit weiteren Mitteilungen des Herstellers und der zuständigen Behörden beantworten lassen.
Wie erfahre ich, ob mein Fahrzeug betroffen ist?
Am zuverlässigsten über die Fahrzeug-Identifizierungsnummer beim Volkswagen-Servicepartner. Dort lässt sich der aufgespielte Softwarestand auslesen und prüfen, ob eine offene Rückrufaktion vorliegt.
Darf ich das Auto bis zum Update weiter fahren?
Ein Nutzungsverbot ist in der vorliegenden Mitteilung nicht enthalten. Volkswagen gibt an, dass keine Unfälle oder Verletzungen bekannt sind; das ist eine Herstellerangabe und unabhängig nicht bestätigt. Wer unsicher ist, sollte den Werkstatttermin zügig vereinbaren und die Frage dort direkt stellen.
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