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BMW fertigt die Gen6-Akkus jetzt auch in China

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Im Werk Shenyang läuft die Serienproduktion der Hochvoltspeicher der sechsten eDrive-Generation an. Es ist der dritte von fünf geplanten Batteriemontage-Standorten weltweit.

Fertigungshalle eines BMW-Werks mit automatisierten Batteriemontage-Stationen, Roboterarmen und Fließband zur Produktion von Gen6-Akkus.
KI-generiertes Bild

BMW hat im Werk Shenyang die Serienproduktion von Hochvoltspeichern der sechsten eDrive-Generation aufgenommen. Die dort montierten Akkus bleiben im Land: Sie werden vor Ort in Fahrzeuge für den chinesischen Markt eingebaut. Shenyang ist nach Debrecen in Ungarn und Irlbach-Straßkirchen in Bayern der dritte Standort, an dem diese Batteriegeneration in Serie gebaut wird. Für Kundinnen und Kunden in Europa ändert sich dadurch unmittelbar nichts.

Serienstart im Werk Shenyang

Die Gen6-Batterien aus Shenyang gehen laut der Meldung in die Langversion des BMW iX3, intern NA6, und künftig in die Langversion des BMW i3 mit dem Kürzel NA8. Beide Modelle sind Varianten für China, die in Europa so nicht angeboten werden. Die Produktion folgt damit dem Grundsatz, die Akkus dort zu montieren, wo die Fahrzeuge gebaut werden, in die sie eingesetzt werden. Shenyang ist der erste Gen6-Standort außerhalb Europas.

Verantwortlich für die Produktion ist Dr. Raymond Wittmann, Produktionsvorstand der BMW AG. Wie viele Batterien das Werk pro Jahr montieren soll und wie viele Beschäftigte daran arbeiten, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Auch zur Frage, ob und wie sich der Aufbau in China auf die Auslastung der europäischen Standorte auswirkt, liegen bislang keine Angaben vor.

Fünf Standorte auf drei Kontinenten

Shenyang ist Teil eines Netzes, das BMW auf insgesamt fünf Batteriemontage-Standorte in drei Kontinenten ausbauen will. In Woodruff in den USA und in San Luis Potosí in Mexiko soll die Serienfertigung in den kommenden Monaten beginnen. Konkrete Termine dafür nennt der Hersteller bislang nicht.

  • Debrecen (Ungarn) – in Serie
  • Irlbach-Straßkirchen (Bayern) – in Serie
  • Shenyang (China) – Serienstart erfolgt
  • Woodruff (USA) – Start in den kommenden Monaten angekündigt
  • San Luis Potosí (Mexiko) – Start in den kommenden Monaten angekündigt
Detailaufnahme einer BMW Gen6-Rundzelle und des Batteriegehäuses, Montagestufe ohne Zwischenmodule im Cell-to-Pack-Verfahren.
KI-generiertes Bild

Warum BMW die Montage auf fünf Standorte verteilt, führt die Mitteilung nicht aus. Genannt wird nur der Grundsatz, die Batterien in der Region zu bauen, in der auch die Fahrzeuge entstehen. Offen bleibt außerdem, woher die Zellen für die Montage in Shenyang stammen.

So sind die Gen6-Akkus aufgebaut

BMW baut in der sechsten Generation Rundzellen ohne Zwischenmodule direkt in das Batteriegehäuse ein. In der Branche heißt dieses Vorgehen Cell to Pack. Weil die Rahmen- und Gehäuseteile der Module entfallen, spart der Aufbau Bauraum und Gewicht. Als Steuereinheit sitzt der von BMW entwickelte Energy Master direkt auf der Hochvoltbatterie und übernimmt deren Überwachung und Regelung.

Zum Fortschritt gegenüber der Vorgängergeneration Gen5 nennt BMW Prozentwerte. Diese Angaben stammen vom Hersteller selbst, unabhängige Messungen oder Vergleiche mit Wettbewerbern liegen bisher nicht vor. Auch die Basiswerte und die Bedingungen, unter denen die Verbesserungen ermittelt wurden, nennt die Mitteilung nicht. Die Herstellerangaben lassen sich anhand der Mitteilung nicht überprüfen.

MerkmalAngabe des Herstellers
Energiedichte gegenüber Gen5mehr als 20 Prozent höher
Ladegeschwindigkeit gegenüber Gen5bis zu 30 Prozent besser
Reichweite gegenüber Gen5bis zu 30 Prozent mehr
ZelltypRundzellen
IntegrationskonzeptCell to Pack (Zellen ohne Module direkt im Gehäuse)
SteuereinheitEnergy Master, direkt auf der Batterie
Montagestandorte weltweit5 auf 3 Kontinenten

Was offen bleibt

Konkrete Angaben zu Kapazität und Ladeleistung der Gen6-Akkus macht BMW in dieser Mitteilung nicht, also weder Kilowattstunden noch Kilowatt. Erst diese Werte würden einen Vergleich mit Batterien anderer Hersteller erlauben. Ob die Fertigung in den USA und in Mexiko BMW Vorteile bei amerikanischen Förderprogrammen verschafft, geht aus der Quelle ebenfalls nicht hervor. Für den europäischen Markt bleibt es bei den beiden Standorten Debrecen und Irlbach-Straßkirchen, die bereits in Serie produzieren.

Welche Fahrzeuge bekommen die Gen6-Batterien aus Shenyang?

Die dort montierten Akkus gehen in Fahrzeuge für den chinesischen Markt, genannt sind die Langversion des BMW iX3 (NA6) und künftig die Langversion des BMW i3 (NA8).

An welchen Standorten baut BMW die Gen6-Akkus?

In Debrecen, Irlbach-Straßkirchen und Shenyang werden die Akkus bereits in Serie gefertigt. In Woodruff in den USA und in San Luis Potosí in Mexiko soll die Serienfertigung in den kommenden Monaten beginnen, Termine stehen noch aus.

Was unterscheidet die Gen6 von der bisherigen Batteriegeneration?

BMW baut Rundzellen ohne Zwischenmodule direkt in das Batteriegehäuse ein, in der Branche Cell to Pack genannt. Der Energy Master als Steuereinheit sitzt auf der Batterie. Zu Energiedichte, Ladegeschwindigkeit und Reichweite nennt BMW Verbesserungen von 20 bis 30 Prozent gegenüber der Gen5. Diese Herstellerangaben sind bislang nicht unabhängig überprüft.

Quelle: BimmerToday, Meldung vom 15. Oktober 2026.

Quellen