Škoda stellt 3D-Druckdateien für Autozubehör kostenlos bereit
Škoda veröffentlicht auf der Plattform Printables.com kostenlose Druckdateien für Getränkehalter, Kabelhaken und Ablagen. Laut Hersteller ist es das erste eigene Profil eines Autobauers auf der Community-Seite.

Škoda Auto hat auf der 3D-Druck-Plattform Printables.com ein eigenes Profil eröffnet und stellt dort kostenlose Druckdateien für Fahrzeugzubehör bereit. Wer einen 3D-Drucker besitzt, kann die Dateien herunterladen, bei Bedarf anpassen und die Teile selbst herstellen. Entworfen hat das Sortiment nach Angaben des Herstellers der firmeneigene Innovationsinkubator zusammen mit den Design- und Entwicklungsteams. Laut Škoda ist es das erste Profil eines Automobilherstellers auf dieser Plattform.
Wer keinen 3D-Drucker nutzt, erhält durch das Angebot zunächst keinen zusätzlichen Service.
Welches Zubehör zum Download bereitsteht

Die Bibliothek besteht aus Kleinteilen für den Innenraum.
- Getränkehalter und Abdeckungen für Getränkehalter
- Tools für das Kabelmanagement und Haken für USB-Kabel
- Münzboxen und Organizer für die untere Mittelkonsole
- Kappen für die Rücktaschen der Vordersitze
- Handyhalterungen
- Top-Tether-Haken
- Einlagen für die Jumbo-Box und Einsätze für Epiq und Peaq
Einige Teile sind auf bestimmte Modelle zugeschnitten. Für den Škoda Epiq und den Škoda Peaq stehen unter anderem Abdeckungen für Getränkehalter, Einlagen für die Jumbo-Box, spezielle Einsätze und Organizer für die untere Mittelkonsole bereit. Für den klappbaren Tisch des Peaq gibt es einen aufsteckbaren Getränkehalter, der für normale und große Becher ausgelegt ist. Laut Škoda wurde der Top-Tether-Haken bislang am häufigsten heruntergeladen.
Auch für ältere Modelle vorgesehen
Einige Dateien sind laut Škoda auch für ältere Modelle vorgesehen. Welche das sind, steht bei den einzelnen Dateien auf der Plattform und nicht in der Mitteilung.
Offen bleibt auch, welche Materialien und Druckereinstellungen Škoda empfiehlt. Die Pressemitteilung nennt dazu keine Vorgaben. Das ist bei Kunststoffteilen im Fahrzeuginnenraum keine Nebensache, weil Hitze im Sommer und UV-Strahlung je nach Filament sehr unterschiedlich wirken. Wer eines der Teile druckt, sollte die Hinweise auf der jeweiligen Downloadseite prüfen.
Offene Fragen zu Prüfung und Haftung
Škoda nennt in der Mitteilung keine Angaben zu Prüfungen oder zur Eignung der gedruckten Teile. Auch dazu, wie das Unternehmen die Haftung für selbst gedruckte Teile regelt und ob einzelne Entwürfe als rein kosmetisch oder als funktional eingestuft werden, steht dort nichts. Wer ein solches Teil nachdrucken will, sollte diese Punkte vor dem Einbau klären und im Zweifel beim Händler nachfragen.
Was Škoda zu dem Angebot sagt – und was nicht
Škoda nennt keine Zahlen zu Kosten, Umsätzen oder zur erwarteten Nutzung des Angebots. Nutzer können die veröffentlichten Druckdateien anpassen. Die Dateien stehen auf einer öffentlichen 3D-Druck-Plattform. Ob Škoda Rückmeldungen von dort für weitere Entwürfe nutzt, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Ob daraus ein dauerhaftes Programm wird oder ein zeitlich begrenztes Projekt bleibt, sagt Škoda nicht. Angekündigt ist, dass weiteres Zubehör folgen soll. Welche Teile das sein werden, nennt die Mitteilung nicht. Ebenso offen ist, ob andere Marken des Volkswagen-Konzerns das Vorgehen übernehmen; dazu gibt es bislang keine Aussage.
Wo kann man die 3D-Druckdateien von Škoda herunterladen?
Über das Profil von Škoda Auto auf der Plattform Printables.com. Die Dateien sind kostenlos und lassen sich vor dem Druck anpassen.
Sind die Dateien auch mit älteren Škoda-Modellen kompatibel?
Ein Teil der Entwürfe ist laut Hersteller auch für ältere Modelle vorgesehen. Welche Modelle das jeweils sind, steht bei der einzelnen Datei und nicht in der Pressemitteilung.
Welches Teil wurde bisher am häufigsten heruntergeladen?
Nach Angaben von Škoda der Top-Tether-Haken.
Welches Filament empfiehlt Škoda?
Dazu macht die Mitteilung keine Angaben. Hinweise zu Material und Druckeinstellungen können bei den einzelnen Dateien auf der Plattform stehen.
Wer haftet, wenn ein selbst gedrucktes Teil versagt?
Diese Frage beantwortet Škoda in der Mitteilung nicht. Angaben zu Prüfungen oder zur Eignung der Teile enthält sie ebenfalls nicht.
Quellen
- Škoda Media Portal Pressemitteilungskoda-media.de