BMW i3 (2026): bis zu 900 km WLTP (vorläufig), bis zu 400 kW Laden – Preis ab 65.900 Euro
Seit dem 6. August 2026 baut BMW den vollelektrischen i3 in Serie in München. Was die Sportlimousine kann, was sie kostet und welche Angaben noch als vorläufig gelten.

Am 6. August 2026 hat BMW im Stammwerk München die Serienproduktion des vollelektrischen i3 gestartet. Für alle, die gerade zwischen Verbrenner und Elektroauto abwägen, sind vor allem zwei Zahlen interessant: eine Reichweite von bis zu 900 Kilometern nach WLTP – das ist das offizielle Testverfahren für Verbrauch und Reichweite – und eine Schnellladeleistung von bis zu 400 kW. Beide Werte liegen über dem, was Elektrolimousinen dieser Klasse bisher erreichen. Die Reichweitenangabe kennzeichnet BMW allerdings ausdrücklich als vorläufig.
Ein Hinweis zur Namensgebung gleich vorweg, weil das erfahrungsgemäß für Verwirrung sorgt: Der neue i3 hat mit dem gleichnamigen Elektro-Kleinwagen von 2013 bis 2022 nichts zu tun. BMW nutzt den Namen jetzt für eine Sportlimousine, die als elektrisches Gegenstück zum klassischen 3er gedacht ist. Wer gebraucht nach einem i3 sucht, findet also zwei grundverschiedene Fahrzeugkonzepte unter demselben Kürzel.
Konkret heißt das für Kaufinteressenten: Bestellen kann man den i3 seit Mitte Juni 2026, BMW hat den Start vorgezogen. Die ersten Kundenfahrzeuge sollen im Herbst 2026 ausgeliefert werden. Der Einstieg in die zunächst einzige verfügbare Version, den i3 50 xDrive, kostet 65.900 Euro. Die besser ausgestattete First Edition beginnt bei 75.340 Euro.
Reichweite und Laden: die Zahlen und was hinter ihnen steht
Bis zu 900 Kilometer nach WLTP nennt BMW je nach Variante. Solange diese Angabe als vorläufig geführt wird und die endgültige Homologation aussteht, sollte man sie als Zielwert lesen, nicht als gesicherten Alltagswert. Wie bei jedem Auto gilt ohnehin: Autobahntempo, Kälte und Zuladung kosten Reichweite.

Beim Laden nennt BMW bis zu 400 kW Gleichstromleistung und rund zehn Minuten für Energie im Umfang von etwa 400 Kilometern Reichweite. Auch hier lohnt ein zweiter Blick: Je voller die Batterie ist, desto langsamer lädt das Auto – die Spitzenleistung liegt nur in einem Teil des Ladevorgangs an. Ob sich die zehn Minuten auf einen bestimmten Ladefenster-Bereich beziehen, ist in den vorliegenden Angaben nicht ausgewiesen. Hinzu kommt die Frage der Infrastruktur: 400 kW liegen über dem, was viele Schnellladesäulen heute abgeben. An einer schwächeren Säule lädt der i3 entsprechend langsamer.
Zur AC-Ladeleistung an der heimischen Wallbox liegen bislang keine Angaben vor, ebenso wenig zur Batteriekapazität in Kilowattstunden. Beides sind Werte, die für die Alltagsplanung wichtig sind – wir tragen sie nach, sobald BMW sie nennt.
Technik: 800 Volt, Rundzellen und Strom zurück ins Haus
Der i3 ist das zweite Modell der Neuen Klasse, BMWs neuer Fahrzeugarchitektur für Elektroautos, und als Limousine ausgelegt. Unter dem Blech arbeitet die sechste Generation der BMW-Elektroantriebe mit Rundzellen und einer 800-Volt-Bordarchitektur. Die höhere Spannung ist die Voraussetzung dafür, dass so hohe Ladeleistungen überhaupt möglich sind, ohne dass die Kabel unhandlich dick werden.
Praktisch relevant ist außerdem das bidirektionale Laden: Der i3 kann Strom aus seiner Batterie zurück ins Haus oder ins Netz speisen. Für Besitzer einer Photovoltaikanlage kann das interessant sein, weil das Auto dann als Zwischenspeicher dient. Welche Wallbox oder Hausinstallation dafür nötig ist und was sie zusätzlich kostet, geht aus den bisherigen Angaben nicht hervor.
Technische Daten im Überblick
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Leistung (i3 50 xDrive) | 345 kW (469 PS) |
| Maximales Drehmoment | 645 Nm |
| Antrieb | Allrad, zwei Motoren |
| Systemspannung | 800 Volt |
| WLTP-Reichweite | bis zu 900 km (vorläufige Angabe) |
| DC-Ladeleistung | bis zu 400 kW |
| Ladezeit (DC) | rund 10 Minuten für etwa 400 km – nur an einer Säule, die diese Leistung liefert |
| Batteriekapazität | bislang nicht genannt |
| AC-Ladeleistung | bislang nicht genannt |
| Preis i3 50 xDrive | 65.900 € |
| Preis First Edition | 75.340 € |
Preis und Varianten: Marktstart mit dem i3 50 xDrive ab 65.900 Euro
Zum Marktstart gibt es nur die Topversion i3 50 xDrive mit Allradantrieb und zwei Motoren, 345 kW (469 PS) und 645 Nm. Nach unserer Einschätzung liegt das deutlich über dem Leistungsniveau gängiger 3er-Verbrenner in der Serienausstattung; konkrete Vergleichswerte nennt BMW dazu nicht. Der Preis liegt entsprechend höher als bei einem Einstiegs-3er.
Ob und wann günstigere Varianten folgen, etwa mit Hinterradantrieb und einem Motor, hat BMW bislang nicht bekannt gegeben. Auch Preise und technische Daten weiterer Versionen sind offen. Wer nicht die Topmotorisierung braucht, sollte deshalb abwarten oder gezielt beim Händler nachfragen.
Werk München: vier Jahre Umbau, ab 2027 nur noch Elektro
Für die Fertigung des i3 hat BMW sein Münchner Stammwerk über rund vier Jahre hinweg für einen Milliardenbetrag umgebaut. Die Vorserienproduktion lief bereits im Februar 2026 an, seit August läuft die Serie. Ab 2027 sollen in München ausschließlich Elektroautos vom Band laufen – nach Debrecen in Ungarn wäre es das zweite reine E-Auto-Werk des Konzerns. In der Spitze kann der Standort bis zu 1.000 Fahrzeuge pro Tag bauen.
Für Käufer ist das vor allem eine Frage der Lieferzeiten: Ein eingespieltes Werk mit hoher Tageskapazität spricht dafür, dass die Wartezeiten nach dem Anlauf nicht ausufern. Garantieren lässt sich das nicht, weil auch die Zulieferkette mitspielen muss. Der Elektroantrieb der sechsten Generation kommt aus dem BMW-Werk Steyr in Österreich, das Aluminiumgehäuse aus der Leichtmetallgießerei Landshut.
Werkleiter Peter Weber zufolge sinken die Fertigungskosten am Standort München durch den i3 um weitere 10 Prozent.
BMW, Angabe des Unternehmens – ohne genannte Vergleichsbasis
Was noch offen ist
- Die Batteriekapazität in Kilowattstunden ist nicht bekannt.
- Die AC-Ladeleistung an der Wallbox und die Dauer einer vollständigen Ladung zu Hause sind nicht genannt.
- Weitere Modellvarianten, ihre Preise und technischen Daten stehen aus.
- Die 900 Kilometer WLTP gelten als vorläufig und sind bis zur endgültigen Homologation nicht gesichert.
- Für das bidirektionale Laden fehlen Angaben zu nötiger Hardware und Zusatzkosten.
- Zu den Garantiebedingungen der neuen Batteriegeneration liegen keine Informationen vor.
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Wie viel kostet der neue BMW i3?
Der i3 50 xDrive startet bei 65.900 Euro. Die First Edition beginnt bei 75.340 Euro. Preise für weitere Varianten hat BMW bislang nicht genannt.
Wie hoch ist die Reichweite des BMW i3?
BMW nennt je nach Variante bis zu 900 Kilometer nach WLTP, dem offiziellen Testverfahren für Verbrauch und Reichweite. Diese Angabe ist ausdrücklich vorläufig. Im Alltag hängt die tatsächliche Reichweite stark von Tempo, Temperatur und Fahrweise ab.
Wie schnell lädt der neue BMW i3?
An Gleichstrom-Schnellladern sind bis zu 400 kW möglich. BMW gibt an, dass sich in rund zehn Minuten Energie für etwa 400 Kilometer nachladen lässt. Voraussetzung ist eine Ladesäule, die diese Leistung auch liefert – das ist heute noch nicht überall der Fall. Zur Ladeleistung an einer heimischen Wallbox liegen keine Angaben vor.
Wann wird der neue BMW i3 ausgeliefert?
Die Serienproduktion läuft seit dem 6. August 2026 in München. Die ersten Kundenauslieferungen sind für Herbst 2026 geplant. Bestellt werden kann der i3 seit Mitte Juni 2026.
Ist der neue i3 derselbe wie der frühere BMW i3?
Nein. Der frühere i3 war ein Elektro-Kleinwagen, der von 2013 bis 2022 gebaut wurde. Der neue i3 ist eine Sportlimousine auf der Neue-Klasse-Plattform und das elektrische Pendant zum 3er.
Kann der BMW i3 Strom ins Haus zurückspeisen?
Ja, das Fahrzeug unterstützt bidirektionales Laden und kann Strom ins Haus oder ins Netz zurückgeben. Welche Wallbox oder Hausinstallation dafür nötig ist und was sie kostet, ist bislang nicht bekannt.