BMW verschiebt das Agenturmodell erneut – was das für Käufer bedeutet

Mit KI erstellt, redaktionell geprüft

Deutsche BMW-Händler wurden Anfang August 2026 informiert: Das Agenturmodell kommt nicht vor 2028. Beim Preis bleibt damit vorerst alles beim Alten. Parallel wird der neue iX3 konkreter – die bekannten Eckdaten dazu stehen weiter unten im Text.

Der BMW iX3 der Neuen Klasse steht auf einer urbanen Straße und zeigt sein modernes SUV-Design mit markanter Front.
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Wer in den kommenden Monaten einen BMW kaufen oder leasen will, verhandelt weiterhin mit einem selbstständigen Händler – und damit auch über den Preis. Anfang August 2026 wurden die deutschen BMW-Händler laut Berichten des Portals BimmerToday darüber informiert, dass die Umstellung auf das sogenannte Agenturmodell erneut verschoben wird. Frühestens 2028 soll es so weit sein. Ein genaues Datum nennt BMW bislang nicht.

Für Kaufinteressierte ist das die praktisch wichtigste Nachricht aus den aktuellen BMW-Meldungen. Denn das Agenturmodell verändert nicht das Auto, sondern die Art, wie es verkauft wird – und damit den Spielraum, den Sie beim Preis haben. Daneben wird das erste Großserienmodell der sogenannten Neuen Klasse konkreter, also von BMWs nächster Fahrzeugarchitektur für Elektromodelle: der neue iX3. Was zu Preis und Reichweite bislang bekannt ist, lesen Sie weiter unten.

Was ein Agenturmodell für den Preis bedeutet

Im klassischen Vertrieb kauft der Händler die Fahrzeuge vom Hersteller und verkauft sie auf eigene Rechnung weiter. Er trägt das Risiko, verdient an der Handelsspanne – und kann von dieser Spanne etwas abgeben, wenn Sie hart verhandeln. Genau daraus entstehen die Nachlässe, die Sie heute beim Neuwagenkauf oder in Leasingangeboten wiederfinden.

Im Agenturmodell verkauft der Hersteller direkt an den Kunden. Der Händler wird zum Vermittler und erhält eine Provision, das Fahrzeug gehört bis zur Übergabe dem Hersteller. Der Preis ist dann in der Regel einheitlich vorgegeben, klassische Rabattverhandlungen entfallen weitgehend. Herstelleraktionen oder zeitlich befristete Angebote sind weiterhin möglich, individuelle Händlerrabatte fallen dagegen weitgehend weg. Für Käuferinnen und Käufer heißt das mehr Preistransparenz, aber typischerweise weniger Verhandlungsspielraum.

Solange BMW in Deutschland beim bisherigen System bleibt, ändert sich für Sie beim Kauf nichts: Angebote lassen sich weiterhin zwischen Händlern vergleichen, und der Preis ist verhandelbar. Eine ausführliche öffentliche Begründung für die erneute Verzögerung ist uns nicht bekannt. Ob es an offenen Fragen im Vertriebsprozess oder an der Haltung der Händlerschaft liegt, ist derzeit nicht belegt.

Das Cockpit des neuen BMW iX3 zeigt das digitale Bedienkonzept mit modernem Instrumentencluster und großem Touchdisplay.
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Neue Klasse: Was zum neuen iX3 bekannt ist

Der iX3 auf Basis der Neuen Klasse markiert den Auftakt der neuen Elektro-Plattform, an der sich BMWs kommende E-Modelle messen lassen. Der Einstiegspreis soll voraussichtlich bei 60.000 Euro beginnen – eine offizielle, verbindliche Preisliste liegt bislang nicht vor, die Angabe ist also mit Vorbehalt zu lesen. Wer aktuell mit einem Elektro-SUV dieser Größe liebäugelt, sollte diese Marke im Hinterkopf behalten, wenn er Angebote für das auslaufende Modell prüft.

Für Aufmerksamkeit sorgt ein Praxistest in China, bei dem die Langversion des iX3 eine Strecke von 1030 Kilometern zurückgelegt haben soll. Diese Zahl ist einzuordnen: Zu Tempo, Streckenprofil, Temperatur und Batteriegröße liegen keine belastbaren Angaben vor. Nach unserer redaktionellen Einschätzung ist im deutschen Autobahnalltag mit einem deutlich niedrigeren Wert zu rechnen; belegen lässt sich das derzeit nicht. Verlässlich wird das erst, wenn WLTP-Daten und unabhängige Messungen vorliegen.

Kurzfazit: Wer Preissicherheit und ein sofort verfügbares Fahrzeug braucht, prüft die aktuellen Konditionen für das auslaufende Modell im Angebotsvergleich. Wer auf maximale Reichweite und die neueste Technik Wert legt, hat mit der Neuen Klasse einen konkreten Grund abzuwarten. Dann gilt aber: Belastbare Preise und Liefertermine fehlen bislang.

Was sonst in der Pipeline steht

Rund um die Neue Klasse verdichten sich weitere Hinweise. Für den kommenden X5 (G65) sind laut den vorliegenden Berichten die Varianten X5 50e, X5 40 und der vollelektrische iX5 60 vorab bestätigt – bestätigt ist damit zunächst, dass es diese Varianten geben soll; konkrete Leistungswerte, Reichweiten und Preise sind weiterhin nicht öffentlich. Vom ersten i3 Touring mit dem internen Code NA1 sowie vom X2 Facelift für 2027 kursieren Erlkönig-Aufnahmen, also Bilder früher, noch getarnter Prototypen; letzteres soll sich optisch an der Neuen Klasse orientieren. Für Ihre Planung heißt das: Wer 2027 oder 2028 einen X5 anpeilt, muss vorerst mit offenen Leistungs- und Preisangaben rechnen.

Bei den Sportmodellen ist der elektrische M3 mit dem Kürzel ZA0 das größte Thema. Die M GmbH hat ein über 18 Minuten langes Video zur Entwicklung veröffentlicht, ein Vorbote des Fahrzeugs war nach Auftritten in Le Mans und Goodwood erstmals in den USA zu sehen. Damit bekommt die Baureihe erstmals eine vollelektrische Variante. Was das für Gewicht, Sound und Fahrgefühl bedeutet, lässt sich erst nach ersten Fahrten seriös beurteilen.

Modell / ThemaWas bekannt istWie belastbar
Agenturmodell DeutschlandStart nicht vor 2028, Händler Anfang August 2026 informiertBerichtet, Termin weiter offen
BMW iX3 (Neue Klasse)Voraussichtlich ab 60.000 EuroVorläufig, keine offizielle Preisliste
iX3 Langversion1030 km in einem Praxistest in ChinaKeine WLTP-Angabe; Testbedingungen unbekannt
BMW X5 (G65)Varianten X5 50e, X5 40, iX5 60 angekündigtNur Varianten bestätigt, Daten und Preise offen
BMW i3 TouringInterner Code NA1, als Erlkönig (getarnter Prototyp) gesichtetFrühes Entwicklungsstadium
BMW X2 Facelift 2027Design orientiert sich an der Neuen KlasseBeobachtung an getarntem Prototyp
BMW M3 (ZA0)Erster vollelektrischer M3, Entwicklungsvideo über 18 MinutenKeine Serien-Daten

Eine Zahl, die wir nicht ungeprüft übernehmen

In den Meldungen taucht die Aussage auf, der BMW M3 Touring (G81 LCI) leiste über 100 PS weniger als der neue Audi RS 5 Avant. Diese Angabe halten wir für erklärungsbedürftig, weil zu beiden Fahrzeugen keine offiziellen Leistungsdaten vorliegen, die einen Abstand in dieser Größenordnung belegen. Solange diese Daten fehlen, behandeln wir den Vergleich als unbestätigt.

Randnotizen aus der BMW-Welt

  • G-Power bietet mit dem G8M eine Umbaustufe des BMW M8 mit 820 PS an.
  • Der Bovensiepen 05 GT auf Basis des BMW M5 leistet 800 PS, der serienmäßige M5 Touring kommt auf 727 PS.
  • Der Wiesmann MF5 Tributo kehrt 2026 zurück – mit dem BMW-V8 des Typs S65. Spezifikationen und Preise sind offen.
  • Larte bietet für den BMW XM ein Carbon-Bodykit in Olivgrün an.
  • MINI betreibt im Berliner KaDeWe einen Paul-Smith-Pop-up-Store.
  • Mercedes hat die überarbeitete C-Klasse (W206 MOPF) vor der offiziellen Premiere des neuen BMW 3er (G50) gezeigt.

Was Sie jetzt tun können

Kurzfristig ändert sich am Kaufprozess nichts: Bis mindestens 2028 bleiben Nachlässe und Angebotsvergleiche beim Händler das Mittel der Wahl – egal ob Neuwagen, Jahreswagen, Leasing oder Abo. Wer ohnehin in den nächsten ein bis zwei Jahren kauft, muss das Agenturmodell nicht in seine Planung einrechnen.

Beim iX3 lohnt es sich, beide Wege parallel zu prüfen: die Konditionen für das aktuelle Modell und die noch vorläufigen Eckdaten der Neuen Klasse. Sobald BMW offizielle Preise, WLTP-Reichweiten und Liefertermine nennt, lässt sich sauber rechnen. Bis dahin gilt: Die 1030 Kilometer aus China sind ein Signal, keine Alltagsgarantie.

Wann führt BMW das Agenturmodell in Deutschland ein?

Nach der jüngsten Verschiebung nicht vor 2028. Die deutschen Händler wurden Anfang August 2026 informiert. Ein konkretes Startdatum hat BMW bisher nicht genannt.

Kann ich beim BMW-Kauf weiterhin verhandeln?

Ja. Solange das bisherige Vertriebssystem gilt, kaufen Händler die Fahrzeuge auf eigene Rechnung und können Nachlässe gewähren. Erst mit dem Agenturmodell würden einheitliche Herstellerpreise gelten.

Was soll der neue BMW iX3 der Neuen Klasse kosten?

Voraussichtlich ab 60.000 Euro. Eine offizielle Preisliste liegt noch nicht vor, die Angabe ist daher vorläufig.

Schafft der iX3 wirklich 1030 Kilometer Reichweite?

Diese Strecke wurde für die Langversion in einem Praxistest in China berichtet. Zu Tempo, Strecke und Temperatur liegen keine Angaben vor, eine WLTP-Angabe gibt es bislang nicht. Nach unserer Einschätzung ist im deutschen Alltag mit deutlich weniger zu rechnen.

Welchen internen Code trägt der erste BMW i3 Touring?

Das Fahrzeug läuft intern unter dem Code NA1. Bisher gibt es dazu nur Aufnahmen getarnter Prototypen, sogenannter Erlkönige, aber keine offiziellen technischen Daten.

Wann kommt der neue BMW X5 (G65) und was kosten die Varianten?

Bestätigt ist bislang, dass es die Varianten X5 50e, X5 40 und den elektrischen iX5 60 geben soll. Konkrete Leistungsdaten, Markteinführungstermine und Preise sind nicht öffentlich.