BMW X1 bleibt Bestseller – und gut jede zweite Zulassung ist ein iX1

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Im Juli 2026 war der X1 erneut die meistzugelassene BMW-Baureihe in Deutschland. Bemerkenswert ist weniger die Rangfolge als der Elektro-Anteil: Beim X1 liegt er bei 52,5 Prozent, beim i4 sogar über 60 Prozent.

Ein BMW X1 mit Benzinmotor und ein iX1 Elektro-SUV stehen nebeneinander in einer urbanen Straßenszene.
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Der BMW X1 war auch im Juli 2026 die meistzugelassene Baureihe der Marke in Deutschland. 5.529 Neuzulassungen weist das Kraftfahrt-Bundesamt für den Kompakt-SUV aus, der größere X3 folgt mit einem Rückstand von mehr als 1.100 Einheiten auf Rang zwei. Für sich genommen ist das eine Statistikmeldung ohne Überraschung, denn an dieser Reihenfolge hat sich in den Vormonaten nichts geändert. Für Käuferinnen und Käufer heißt das vor allem eines: Bei X1, X3 und 4er sind Verbrenner- und Elektroversionen breit verfügbar.

Interessanter ist, was in diesen Zahlen steckt: Bei den drei erfolgreichsten Baureihen sind die Elektroversionen längst keine Randerscheinung mehr. Beim X1 entfielen 52,5 Prozent der Zulassungen auf den elektrischen iX1, beim 4er sogar über 60 Prozent auf den i4. Wer aktuell einen X1, X3 oder 4er sucht, trifft also nicht mehr auf einen Verbrenner mit Elektro-Nische daneben, sondern auf zwei breit verfügbare Antriebsarten. Gleich stark vertreten sind sie deshalb nicht – beim X3 liegt der Elektro-Anteil bei 37,4 Prozent. Für Angebot, Wiederverkaufswerte und Auswahl auf dem Gebraucht- und Jahreswagenmarkt hat diese Entwicklung trotzdem Folgen.

Was die Zahlen für Käuferinnen und Käufer bedeuten

Ein hoher Elektro-Anteil bei den Neuzulassungen heißt zunächst schlicht: Diese Fahrzeuge kommen in Stückzahl auf die Straße. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass in ein bis drei Jahren auch entsprechend viele junge Gebrauchte und Jahreswagen als iX1 oder i4 angeboten werden. Wer heute kauft, least oder abonniert, sollte deshalb beide Antriebsarten in den Vergleich nehmen, statt sich von vornherein auf den Verbrenner festzulegen.

Detailaufnahme des Ladeanschlusses eines BMW iX1, der an einer Ladestation angeschlossen ist.
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Eine Einschränkung gehört dazu: Zulassungszahlen sagen nichts darüber aus, wer die Autos anmeldet. Nach unserer Einschätzung dürfte ein Teil der Elektro-Neuzulassungen auf gewerbliche Halter und Dienstwagen entfallen, für die andere steuerliche Regeln gelten als für Privatkäufer – belegte Zahlen dazu liegen uns nicht vor. Wie hoch der gewerbliche Anteil bei X1, X3 und 4er konkret liegt, geht aus der Auswertung ebenfalls nicht hervor. Aus 52,5 Prozent Elektro-Anteil lässt sich also nicht ableiten, dass sich privat jeder zweite Interessent für den Stromer entscheidet.

iX1, iX3 und i4: drei sehr unterschiedliche Quoten

Auffällig sind die Unterschiede zwischen den Baureihen. Der iX1 kam im Juli auf 52,5 Prozent der X1-Zulassungen, der iX3 dagegen nur auf 37,4 Prozent der X3-Zulassungen. Beide sind moderne Elektro-SUV desselben Herstellers, die Kundschaft entscheidet sich aber offensichtlich unterschiedlich. Mögliche Gründe sind Käufergruppen, Preise und Angebot; belastbare Daten liegen dazu nicht vor.

Der Spitzenwert von über 60 Prozent beim i4 verdient eine Einordnung. Der i4 wird ausschließlich als Gran Coupé angeboten und deckt damit nur einen Teil der 4er-Familie ab. Ein hoher Prozentwert kann in solchen Fällen ebenso auf eine schwache Nachfrage nach den Verbrenner-Varianten hindeuten wie auf besondere Stärke des Elektromodells. Die absoluten Stückzahlen der 4er-Reihe für Juli 2026 liegen nicht vor, deshalb lässt sich die Quote nicht sauber gewichten.

KennzahlWert
Neuzulassungen BMW X1 (Juli 2026)5.529 Einheiten
Rückstand BMW X3 auf X1 (Juli 2026)über 1.100 Einheiten
Elektro-Anteil X1 (iX1), Juli 202652,5 %
Elektro-Anteil X3 (iX3), Juli 202637,4 %
Elektro-Anteil 4er (i4), Juli 2026über 60 %
Neuzulassungen 5er inkl. i5 (Jan.–Juli 2026)18.301 Einheiten
Vorsprung X1 vor X3 (Jan.–Juli 2026)fast 5.000 Einheiten

Zwischenbilanz 2026: 5er knapp vor 3er

Über die ersten sieben Monate des Jahres 2026 betrachtet, führt der X1 das Baureihen-Ranking mit fast 5.000 Einheiten Vorsprung vor dem X3 an. Auf Rang drei liegt der 5er inklusive des elektrischen i5 mit 18.301 Neuzulassungen – und damit knapp vor der 3er-Reihe.

Eine Erklärung dafür liefert die Statistik nicht. Ob Modellzyklus, Verfügbarkeit oder verändertes Käuferverhalten dahinterstecken, ist offen. Genauso wenig sind die exakten Jahreszahlen für 3er und 4er ausgewiesen. Es gilt also dieselbe Einschränkung wie weiter oben beschrieben.

Zur Datenbasis: Die genannten Zahlen für den X1 stammen laut Quelle vom Kraftfahrt-Bundesamt. Der Begriff „internes Ranking“ meint dabei den Vergleich der BMW-Baureihen untereinander, nicht eine werkseigene Statistik. Für einzelne Positionen der Rangliste ist die Herkunft der Zahlen allerdings nicht durchgängig ausgewiesen – Werksangaben zu Auslieferungen und amtliche Neuzulassungen können voneinander abweichen.

Ausblick: Der neue i3 kommt ab November 2026

Ab November 2026 sollen die ersten Exemplare des neuen BMW i3 in der Ausführung First Edition an Kunden übergeben werden. Das Modell trägt intern die Bezeichnung NA0. Preise und technische Daten der Einstiegsvariante i3 30 sind bislang nicht bestätigt – wer damit plant, sollte auf offizielle Angaben warten, statt sich auf kursierende Schätzungen zu verlassen.

Für Kaufinteressenten hat der Start zwei Seiten. Erstens erweitert sich das Elektroangebot in der Mittelklasse, was den Vergleich zwischen i4, i5 und dem neuen i3 nötig macht. Zweitens bewegt ein neues Modell in der Regel die Preise der bestehenden Baureihen – bei Neuwagen über Konditionen, bei jungen Gebrauchten über das Angebot. Wer nicht sofort kaufen muss, gewinnt durch Abwarten unter Umständen Verhandlungsspielraum.

Was jetzt sinnvoll ist

  • Verbrenner und Elektroversion derselben Baureihe direkt nebeneinander vergleichen – bei X1, X3 und 4er sind beide breit verfügbar.
  • Nicht nur den Kaufpreis ansehen, sondern auch Leasing- und Abo-Raten, weil sich Antriebsarten dort unterschiedlich kalkulieren.
  • Bei Elektromodellen die eigene Ladesituation zu Hause oder am Arbeitsplatz vorab klären, bevor der Preis entscheidet.
  • Beim 4er beachten, dass der i4 ausschließlich als Gran Coupé angeboten wird – die Karosserieform ist damit vorgegeben.
  • Wer den neuen i3 in Betracht zieht: Auslieferungsstart ist November 2026, verbindliche Preise für die Einstiegsversion stehen noch aus.

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* Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist (Internetadresse: https://www.dat.de/co2/). Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind kein Bestandteil des Angebots.

Welches ist das meistverkaufte BMW-Modell in Deutschland?

Im Juli 2026 war der BMW X1 mit 5.529 Neuzulassungen die meistzugelassene Baureihe der Marke. Auch in der Bilanz der ersten sieben Monate 2026 führt der X1 – mit fast 5.000 Einheiten Vorsprung vor dem X3.

Wie hoch ist der Elektro-Anteil beim BMW X1 und beim X3?

Im Juli 2026 entfielen 52,5 Prozent der X1-Zulassungen auf den elektrischen iX1 und 37,4 Prozent der X3-Zulassungen auf den iX3. Warum die Quoten so unterschiedlich ausfallen, geht aus den Daten nicht hervor.

Warum hat der i4 einen so hohen Anteil an der 4er-Reihe?

Der i4 kam auf über 60 Prozent der 4er-Zulassungen, obwohl er nur als Gran Coupé angeboten wird. Absolute Stückzahlen für die gesamte 4er-Reihe liegen nicht vor. Ein hoher Anteil kann deshalb auch auf eine schwache Nachfrage nach den Verbrenner-Varianten hindeuten.

Wann wird der neue BMW i3 (NA0) ausgeliefert?

Die ersten Fahrzeuge der First Edition sollen ab November 2026 an Kunden übergeben werden. Preise und technische Daten der Einstiegsvariante i3 30 sind bislang nicht bestätigt.

Sagen Zulassungszahlen etwas über private Kaufentscheidungen aus?

Nur eingeschränkt. Ein Teil der Neuzulassungen dürfte auf gewerbliche Halter und Dienstwagen entfallen, für die andere steuerliche Rahmenbedingungen gelten – das ist unsere Einschätzung, ausgewiesen wird dieser Anteil in der Auswertung nicht.