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Ford Kuga Plug-in-Hybrid: Rückruf wegen Brandgefahr kostet elektrische Reichweite

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Ford ruft weltweit über 250.000 Kuga Plug-in-Hybride zurück, rund 69.000 davon in Deutschland. Ein Software-Update soll Akkubrände verhindern, senkt aber dauerhaft die nutzbare Batteriekapazität.

Ford Kuga Plug-in-Hybrid in Dreiviertelansicht
KI-generiertes Bild

Ford ruft weltweit mindestens 252.972 Kuga Plug-in-Hybride in die Werkstätten, rund 69.000 dieser Fahrzeuge sind in Deutschland zugelassen. Auslöser ist eine produktionsbedingte Verunreinigung in den Zellen der Hochvoltbatterie. Sie kann interne Kurzschlüsse verursachen, in deren Folge ein Fahrzeugbrand entstehen kann. Die Aktion läuft unter dem Herstellercode 25SC4 und ist beim Kraftfahrt-Bundesamt unter der Referenznummer 15919R registriert.

Für Halter bedeutet das einen Werkstatttermin, bei dem ein Software-Update auf das Batteriekontrollmodul aufgespielt wird. Wie lange dieser Termin dauert, hat Ford nicht beziffert. Der Eingriff hat eine spürbare Nebenwirkung: Die Software betreibt die Batterie vorsichtiger und begrenzt die nutzbare Kapazität, die elektrische Reichweite sinkt dadurch dauerhaft. Wer gerade einen gebrauchten, jungen oder geleasten Kuga Plug-in-Hybrid sucht, sollte den Verkäufer fragen, ob der Rückruf 25SC4 bereits erledigt ist, und bei der Probefahrt auf die tatsächlich angezeigte elektrische Reichweite achten.

Warum Ford den Kuga Plug-in-Hybrid zurückruft

Laut Ford können einzelne Akkuzellen Verunreinigungen aus der Fertigung enthalten. Solche Partikel können im Betrieb einen internen Kurzschluss auslösen, der sich bis zum Brand des Fahrzeugs entwickeln kann. Ob bereits konkrete Schadensfälle oder Brände auf diesen Fehler zurückgehen, geht aus der Rückrufinformation des Herstellers nicht hervor. Diese Frage ist bislang offen.

Ford tauscht die Batterien nicht, sondern lässt die Steuerungssoftware künftig nach Unregelmäßigkeiten suchen und den Akku schonender betreiben. Das Update erkennt Auffälligkeiten früher und soll so verhindern, dass sich ein Zellschaden ausweitet. Die Kosten der Maßnahme trägt Ford.

Welche Fahrzeuge betroffen sind

Ford nennt als Bauzeitraum August 2019 bis März 2026. Ob ein bestimmtes Auto zur Aktion gehört, klärt die Abfrage über die Fahrzeug-Identifizierungsnummer. Mit dieser Nummer prüfen Ford-Händler und der Hersteller selbst, ob ein Fahrzeug unter den Rückruf 25SC4 fällt.

Was das Update mit der Reichweite macht

Der neue Steuerungsalgorithmus drosselt die nutzbare Kapazität stärker, je älter die Batterie wird. Ford beziffert den durchschnittlichen Reichweitenverlust auf rund zwölf Prozent. Fahrzeugbesitzer haben nach eigenen Messungen Werte zwischen 17 und 30 Prozent dokumentiert.

Die zwölf Prozent sind ein Durchschnittswert von Ford, die höheren Werte stammen aus Messungen einzelner Besitzer. Solche Einzelmessungen entstehen bei unterschiedlichen Temperaturen, Fahrprofilen und Streckenlängen. Hinzu kommt die Alterungsabhängigkeit der Drosselung: Ein Fahrzeug aus dem ersten Baujahr verliert nach dieser Logik mehr als ein fast neues. Welchen Wert ein konkretes Auto erreicht, zeigt sich erst im eigenen Alltag über mehrere Ladezyklen hinweg.

Praktische Folgen hat das vor allem für Pendler, die ihre tägliche Strecke bisher knapp rein elektrisch geschafft haben. Fällt die Reichweite unter diese Schwelle, springt der Verbrennungsmotor häufiger an, und die Kraftstoffkosten steigen. Wer die Strecke bisher mit deutlichem Puffer elektrisch zurückgelegt hat, merkt von der Änderung im Alltag entsprechend weniger.

Garantieverlängerung als Ausgleich

Ford verlängert die Garantie auf die Hochvoltbatterie auf zehn Jahre oder 240.000 Kilometer. Bei einem von der Garantie gedeckten Batteriedefekt übernimmt Ford die Kosten nach den Garantiebedingungen bis zu zehn Jahre oder 240.000 Kilometer lang. Den dauerhaften Reichweitenverlust gleicht die Garantie nicht aus. Ob es darüber hinaus Entschädigungen oder Kulanzregelungen gibt, etwa eine Kaufpreisminderung, hat Ford bislang nicht mitgeteilt.

Die wichtigsten Daten zum Rückruf

MerkmalWert
Rückrufcode Hersteller25SC4
KBA-Referenznummer15919R
Betroffene Fahrzeuge weltweitmindestens 252.972
Betroffene Fahrzeuge in Deutschlandrund 69.000
Bauzeitraum laut FordAugust 2019 bis März 2026
MaßnahmeSoftware-Update für das Batteriekontrollmodul (BECM)
Reichweitenverlust laut Herstellerca. 12 Prozent
Reichweitenverlust laut Besitzermessungen17 bis 30 Prozent
Erweiterte Batteriegarantie10 Jahre oder 240.000 km

Was Kaufinteressenten jetzt prüfen sollten

Der Kuga Plug-in-Hybrid bleibt ein kompaktes SUV mit elektrischer Alltagsreichweite und Verbrenner für die Langstrecke, nur fällt der elektrische Anteil nach dem Update kleiner aus als in den Prospektwerten der ersten Baujahre. Wer ein betroffenes Fahrzeug kauft, erhält im Gegenzug die verlängerte Batteriegarantie, die an das Auto und nicht an den Erstbesitzer gebunden ist. Bei einem Gebrauchten aus den Baujahren 2020 bis 2022 kann die längere Batteriegarantie das Kostenrisiko für gedeckte Defekte senken.

Sinnvoll sind drei Fragen an den Verkäufer: Ist der Rückruf 25SC4 nachweislich durchgeführt? Welche elektrische Reichweite zeigt der Bordcomputer nach einer Vollladung an? Und liegt der Nachweis über die verlängerte Batteriegarantie in den Fahrzeugunterlagen? Bei Leasing- oder Abo-Angeboten lohnt zusätzlich der Blick in die Rückgabebedingungen, weil dort teilweise Mindestwerte für den Batteriezustand stehen. Wie sich die reduzierte Kapazität auf Restwerte und Leasingrückgaben auswirkt, lässt sich derzeit nicht belastbar beziffern.

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* Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist (Internetadresse: https://www.dat.de/co2/). Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind kein Bestandteil des Angebots.

Muss ich das Update aufspielen lassen, wenn mein Auto bisher unauffällig war?

Es handelt sich um einen sicherheitsrelevanten Rückruf wegen Brandgefahr, deshalb ist die Durchführung angeraten. Für Halter ist sie kostenlos.

Wie lange gilt die verlängerte Garantie auf die Batterie?

Ford verlängert die Garantie auf die Hochvoltbatterie auf zehn Jahre oder maximal 240.000 Kilometer. Maßgeblich ist, welcher Wert zuerst erreicht wird.

Lohnt sich ein gebrauchter Kuga Plug-in-Hybrid trotzdem?

Das hängt vom eigenen Fahrprofil ab. Wer die elektrische Reichweite knapp kalkuliert, sollte den Wert nach dem Update auf einer Probefahrt selbst prüfen. Die verlängerte Batteriegarantie bleibt beim Fahrzeug und deckt Batteriedefekte nach ihren Bedingungen ab.