Mercedes CLA im Seitencrash: Akku übersteht Aufprall mit 56 km/h
Mercedes-Benz hat zwei CLA mit jeweils 56 km/h seitlich kollidieren lassen. Die Hochvoltbatterie des Elektromodells blieb unbeschädigt – bewertet hat den Test allerdings der Hersteller selbst.

Mercedes-Benz hat in Stuttgart zwei CLA aufeinander prallen lassen und das Publikum zusehen lassen. Ein CLA Shooting Brake mit elektrifiziertem Verbrennungsmotor traf mit 56 km/h auf die Fahrerseite eines vollelektrischen CLA, der seinerseits mit 56 km/h unterwegs war. Beide Fahrzeuge wogen nach Herstellerangaben jeweils mehr als zwei Tonnen. Für Interessenten des Elektromodells ist das Ergebnis die eigentliche Nachricht: Die Hochvoltbatterie nahm bei dem Zusammenstoß keinen Schaden.
Wichtig für die Einordnung: Den Test hat Mercedes-Benz selbst aufgebaut, durchgeführt und bewertet. Eine unabhängige Prüforganisation wie Euro NCAP oder das amerikanische IIHS war nicht beteiligt. Wer eine zertifizierte Sicherheitsbewertung sucht, findet sie hier nicht; die Ergebnisse bleiben Herstellerangaben. Das macht sie nicht automatisch falsch, aber überprüfbar sind sie für Außenstehende derzeit nicht.
Der Ablauf: zwei Autos, eine Seite, 56 km/h
Der Aufbau ist in der Branche selten. Üblicherweise lassen Hersteller ihre Fahrzeuge gegen feste Barrieren oder Pfähle fahren, weil sich solche Tests leichter reproduzieren lassen. Hier fuhren zwei bewegte Fahrzeuge ineinander, was der Realität auf einer Kreuzung näherkommt und die eingesetzte Energie deutlich erhöht.

Getroffen wurde die Fahrerseite des elektrischen CLA, also die Stelle, an der zwischen Insassen und Unfallgegner am wenigsten Fahrzeugstruktur liegt. Genau dort verläuft bei Elektroautos außerdem der Batteriekasten im Unterboden. Die Kernaussage der Demonstration ist, dass die Hochvoltbatterie laut Mercedes-Benz unbeschädigt blieb.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Datum und Ort | 20. Oktober 2026, Stuttgart |
| Testart | Seitencrash Fahrzeug gegen Fahrzeug, öffentlich |
| Aufprallgeschwindigkeit | je 56 km/h |
| Fahrzeug 1 | CLA Shooting Brake, elektrifizierter Verbrennungsmotor |
| Fahrzeug 2 | CLA, vollelektrisch |
| Masse je Fahrzeug | mehr als zwei Tonnen (genaue Werte nicht genannt) |
| Prüfinstanz | Mercedes-Benz selbst, keine unabhängige Organisation |
Das Ergebnis und was daran offenbleibt
Mercedes-Benz bescheinigt beiden Fahrzeugen einen sehr guten Schutz der Insassen. Konkrete Messwerte der Dummys – Belastungen an Kopf, Brust oder Becken – hat das Unternehmen bislang nicht veröffentlicht. Auch die Zahl und Art der eingesetzten Dummys ist nicht bekannt. Ohne diese Daten lässt sich nicht beurteilen, wie das Ergebnis in einer Sterne-Bewertung ausfallen würde.
Auch die genauen Gewichte der beiden Fahrzeuge sind nicht bekannt. Mehr als zwei Tonnen je Fahrzeug ist für die Kompaktklasse ein hoher Wert, und Mercedes-Benz nennt keine genauen Leergewichte oder Beladungszustände. Möglich ist, dass die Fahrzeuge für den Test mit Messtechnik und Ballast beladen waren. Belegt ist der Wert in dieser Form nur als Angabe des Herstellers.
Elektrisch oder teilelektrifiziert: ändert das Ergebnis die Wahl?
Wer zwischen dem vollelektrischen CLA und der Variante mit elektrifiziertem Verbrennungsmotor schwankt und sich wegen der Batterie Sorgen macht, findet in dem Test einen Anhaltspunkt. Der Test zeigt, dass die Batterie des getesteten Elektro-CLA laut Hersteller unbeschädigt blieb. Für andere Versionen lässt sich daraus kein Ergebnis ableiten. Ob Basisversionen mit kleinerer Batterie gleich abschneiden, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Für die Kaufentscheidung sind unabhängige Crashtests sowie Reichweite, Ladeleistung, Verbrauch und Kosten aussagekräftiger. Die Ergebnisse unabhängiger Prüforganisationen für die Baureihe stehen noch aus. Ein höheres Fahrzeuggewicht kann Verbrauch und Reifenverschleiß erhöhen.
Rescue Intelligence: Daten für die anrückende Feuerwehr
Neben dem Crash zeigte Mercedes-Benz erstmals ein System namens Rescue Intelligence. Es soll Rettungskräften Unfalldaten bereits auf der Anfahrt übermitteln. Damit geht es nach Darstellung des Herstellers über den automatischen Notruf hinaus, der bei einem Unfall grundlegende Angaben wie Position und Fahrzeugtyp weitergibt.
Unklar ist bislang, ab wann das System im Serien-CLA verfügbar sein wird, welche Daten genau übertragen werden und ob es Teil der Serienausstattung oder kostenpflichtig ist. Mercedes-Benz hat dazu keine Angaben gemacht. Rescue Intelligence wurde vorgeführt. Ob und wann das System im Serien-CLA verfügbar sein wird, ist offen.
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Nach Angaben von Mercedes-Benz nahm die Hochvoltbatterie beim seitlichen Aufprall keinen Schaden. Unabhängig bestätigt ist dieses Ergebnis bislang nicht.
Mit welcher Geschwindigkeit wurden die Fahrzeuge getestet?
Beide Fahrzeuge fuhren mit jeweils 56 km/h. Der CLA Shooting Brake mit elektrifiziertem Verbrennungsmotor traf dabei auf die Fahrerseite des vollelektrischen CLA.
War das ein offizieller Euro-NCAP-Test?
Nein. Mercedes-Benz hat den Test selbst durchgeführt und bewertet. Euro NCAP oder eine andere unabhängige Prüforganisation war nicht beteiligt.
Was ist Mercedes-Benz Rescue Intelligence?
Ein System, das Unfalldaten an anfahrende Rettungsdienste übermitteln soll. Es wurde in Stuttgart erstmals vorgeführt. Zu Serienstart und möglichen Kosten liegen keine Angaben vor.
Gilt das Ergebnis für alle CLA-Versionen?
Getestet wurden zwei konkrete Fahrzeuge. Ob andere Motorisierungen und Batteriegrößen gleich abschneiden, lässt sich aus den veröffentlichten Angaben nicht ableiten.
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