Mercedes elektrisiert die große V-Klasse
Kein SUV, keine Limousine – das nächste rein elektrische Modell von Mercedes ist ein Großraum-Van. Der von der V-Klasse abgeleitete EQV feiert auf dem Genfer Autosalon als seriennahes Konzeptauto seine Premiere.
Wie kommen bis zu acht Erwachsene in noblem Ambiente rein elektrisch in eine rund 400 Kilometer entfernte Stadt? Bald in einer V-Klasse: Wie der EQC, ein Mittelklasse-SUV auf Basis des GLC, trägt auch der große Stromer die neue Typenlogik von Mercedes. „EQ“ für elektrisch plus „V“ für den Genspender im normalen Modellprogramm.
Ein „Fahrzeugkonzept mit Zukunft“ sei der EQV, betont Daimler-Vorstand Wilfried Porth und verspricht den baldigen Serienstart der weltweit ersten Großraumlimousine im Edel-Segment. An der Vorderachse zieht ein 150 kW/204 PS starker Elektromotor, der seine Energie aus einer 100 kWh-starken Lithium-Ionen-Batterie saugt. Laut neuer Norm reicht der Akku für gut 400 Kilometer. Geladen werden kann an einer sogenannten Wallbox, einer Haushaltssteckdose oder Schnellladesäule. Letztere liefert in nur 15 Minuten den Strom für weitere 100 Kilometer Fahrt. An der heimischen Wallbox mit 11 kW Ladeleistung sind es demnach rund zehn Stunden, bis das 4,90-Meter-Schiff komplett erstarkt wieder ablegen kann.
Von außen gleicht der EQV weitgehend seinen Schwestermodellen aus der alten Welt. Als Unterscheidungsmerkmal nennt Chef-Designer Gorden Wagener die Frontpartie: „Im Zentrum steht der Kühlergrill mit Chromspangen, ein LED-Leuchtenband als typisches Merkmal des EQ-Designs und große Lufteinlässe“. Deutlicher wird das Besondere im Innenraum. Das inzwischen in mehreren PKW-Modellen eingeführte Infotainment-System MBUX mit den großflächigen Monitoren anstelle von klassischen Armaturen erobert die V-Klasse erst mit der Elektroversion. Das jüngst präsentierte Facelift der normalen V-Klasse kommt noch mit dem aufgesetzten Mittel-Monitor der klassischen Art daher. Das moderne Bedienkonzept des EQV wurde durch typische E-Anzeigen wie Reichweite, Energiefluss oder Stromspartipps ergänzt. Dazu gehört eine Navigation, die den gegenwärtigen Ladezustand berücksichtigt, eine Fernsteuerung zum Klimatisieren von zu Hause aus, aber auch eine App. mit der man den gezapften Strom an der Ladesäule bezahlen kann.
Natürlich ist das in Genf gezeigte Konzeptfahrzeug gespickt mit edlen Accessoires. Blaue Lederoptik der Instrumententafel, ergänzt durch Elemente in Rosé-Gold. Eine Farbkombination, die sich auch an den Sitzen wiederfindet. Die Grundtöne des Innenraums in Schwarz und Blau sollen für eine entspannte und luxuriöse Stimmung wie im nobel gestalteten Eigenheim sorgen. Während das Ausstellungsstück über sechs Sitze in drei Reihen verfügt, ist bei Marktstart dann auch eine sieben- oder achtsitzige Bestuhlung möglich. Über die späteren Preise oder das Datum für den Serienstart schweigt sich Mercedes noch aus.
Passende Mercedes-Benz im Marktplatz
Alle 940 Angebote ansehen →
Mercedes-Benz C 300
Mercedes-Benz GLA
EMercedes-Benz GLA
E* Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist (Internetadresse: https://www.dat.de/co2/). Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind kein Bestandteil des Angebots.
Weiterlesen
- NachrichtMercedes GLE und GLS: Zweites Facelift bringt Superscreen und MB.OS serienmäßig
- NachrichtMercedes GLE: Rückruf wegen Kraftstoffaustritt soll 23.606 Fahrzeuge betreffen
- NachrichtMercedes EQS: Lenkung ohne mechanische Lenksäule ist bestellbar
- NachrichtMercedes GLC EQ: 559 Kilometer Reichweite im ADAC-Test, Preise ab rund 65.000 Euro