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Škoda ruft 1,7 Millionen Octavia, Superb, Karoq und Kodiaq zurück

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Eine Befestigungsschraube der Lenkung kann in Regionen mit Streusalz korrodieren. Škoda tauscht sie kostenlos aus – betroffen sind weltweit 1.719.030 Fahrzeuge, davon 370.347 in Deutschland.

Vier Škoda-Modelle nebeneinander: Octavia, Superb, Karoq und Kodiaq
KI-generiertes Bild

Wer einen Škoda Octavia, Superb, Karoq oder Kodiaq fährt, sollte prüfen lassen, ob sein Fahrzeug von einem aktuellen Rückruf betroffen ist. Škoda ruft weltweit 1.719.030 Autos dieser vier Baureihen in die Werkstatt, davon 370.347 in Deutschland. Grund ist eine Befestigungsschraube der Lenkung, die bei längerem Einsatz in Regionen mit Streusalz korrodieren kann. Der Austausch in einer Vertragswerkstatt ist für Halterinnen und Halter kostenlos.

Für Interessenten, die gerade einen Neu-, Jahres- oder Gebrauchtwagen dieser Modelle ansehen, gilt: Fragen Sie vor dem Kauf, ob die Reparatur bereits erledigt wurde. Dafür genügt die Fahrgestellnummer, mit der ein Škoda-Vertragspartner Auskunft gibt. Lässt der Händler die Schraubverbindung vor der Übergabe austauschen, ist dafür kein weiterer Werkstatttermin nötig.

Betroffene Modelle und Produktionszeitraum

Der Rückruf umfasst folgende vier Škoda-Baureihen, und zwar in diesen Generationen:

  • Škoda Octavia, dritte und vierte Generation
  • Škoda Superb, dritte Generation
  • Škoda Karoq
  • Škoda Kodiaq, erste Generation

Als Produktionszeitraum nennt das uns vorliegende Material November 2015 bis August 2026. Ob Škoda die Spanne für einzelne Baureihen enger fasst, geht aus den Angaben nicht hervor. Sobald dazu genauere Informationen vorliegen, tragen wir sie nach.

MerkmalWert
Betroffene ModelleOctavia (3./4. Gen.), Superb (3. Gen.), Karoq, Kodiaq (1. Gen.)
ProduktionszeitraumNovember 2015 bis August 2026
Fahrzeuge weltweit1.719.030
Fahrzeuge in Deutschland370.347
KBA-Referenznummer17091R
Herstellercode48LS
MaßnahmeAustausch der Schraubverbindung, kostenlos

Ursache: Korrosion an einer Schraube der Lenkung

Auslöser ist die Korrosion einer Befestigungsschraube der Lenkung. Sie tritt laut Herstellerangabe bei längerem Einsatz in streusalzbelasteten Regionen auf, also dort, wo im Winter gestreut wird und Salzwasser an die Unterseite des Fahrzeugs gelangt. Weil die Schraube zur Lenkung gehört, stuft Škoda die Sache als sicherheitsrelevant ein und wickelt sie über das Kraftfahrt-Bundesamt ab. Ob es wegen des Mangels bereits zu Schäden oder Unfällen gekommen ist, geht aus den uns vorliegenden Angaben nicht hervor.

KBA-Referenznummer 17091R und Herstellercode 48LS

Die Aktion läuft beim Kraftfahrt-Bundesamt unter der Referenznummer 17091R, Škoda selbst führt sie unter dem Herstellercode 48LS. Beide Nummern sind nützlich, wenn Sie in der Werkstatt oder beim Händler nachfragen: Mit ihnen und der Fahrgestellnummer lässt sich eindeutig klären, ob Ihr Auto betroffen ist und ob die Maßnahme schon durchgeführt wurde. Die Fahrgestellnummer finden Sie in der Zulassungsbescheinigung Teil I.

Ablauf in der Werkstatt

Ist das Fahrzeug betroffen, tauscht die Vertragswerkstatt die Schraubverbindung aus. Kosten entstehen für die Halterin oder den Halter nicht.

Wie lange der Werkstattaufenthalt dauert und ob ein Ersatzfahrzeug gestellt wird, ist in den uns vorliegenden Angaben nicht festgehalten. Das klären Sie am besten direkt bei der Terminvereinbarung. Auch die Frage, auf welchem Weg Škoda die betroffenen Halter anschreibt, ist bislang offen. Wer nicht warten möchte, kann mit der Fahrgestellnummer bei einem Škoda-Vertragspartner nachfragen.

Einordnung: vier Baureihen, mehrere Produktionsjahre

Der Rückruf umfasst vier Baureihen und Fahrzeuge aus mehreren Produktionsjahren. Weltweit geht es um 1.719.030 Autos, in Deutschland um 370.347. Eine Einordnung, wie sich diese Zahl zu früheren Rückrufen im Volkswagen-Konzern verhält, lassen die vorliegenden Angaben nicht zu.

Ob dieselbe Schraubverbindung auch in Modellen anderer Konzernmarken verbaut ist und ob dort ebenfalls Rückrufe folgen, ist nach derzeitigem Stand nicht belegt. Die vorliegenden Angaben nennen ausschließlich Škoda-Modelle. Halter eines technisch verwandten Fahrzeugs anderer Marken müssen daraus also keine Betroffenheit ableiten.

Was das für den Kauf bedeutet

Ein laufender Rückruf spricht nicht gegen den Kauf eines dieser Modelle. Sinnvoll ist, beim Händler nach dem Status der Aktion 48LS zu fragen und sich die Durchführung schriftlich bestätigen zu lassen. Bei Fahrzeugen, die ihr bisheriges Leben in Gegenden mit intensivem Winterdienst verbracht haben, lohnt ohnehin ein Blick auf den Unterboden. Bei Leasing- oder Aboangeboten können Interessierte den Anbieter fragen, ob die Reparatur bereits erledigt wurde.

Welche Škoda-Modelle sind vom Rückruf betroffen?

Der Octavia der dritten und vierten Generation, der Superb der dritten Generation, der Karoq und der Kodiaq der ersten Generation. Weltweit geht es um 1.719.030 Fahrzeuge, in Deutschland um 370.347.

Was ist der Grund für den Rückruf?

Eine Befestigungsschraube der Lenkung kann korrodieren, wenn das Fahrzeug längere Zeit in Regionen mit Streusalz gefahren wird. Škoda behandelt den Fall als sicherheitsrelevant.

Wie lauten die Referenznummern?

Beim Kraftfahrt-Bundesamt läuft die Aktion unter 17091R, der Herstellercode von Škoda lautet 48LS.

Ist die Reparatur kostenlos?

Die Vertragswerkstatt tauscht die betroffene Schraubverbindung ohne Kosten für die Halterin oder den Halter aus.

Wie erfahre ich, ob mein Auto betroffen ist?

Über die Fahrgestellnummer aus der Zulassungsbescheinigung Teil I. Damit gibt ein Škoda-Vertragspartner Auskunft. Wie Škoda die betroffenen Halter anschreibt, ist bislang nicht bekannt.

Gab es bereits Unfälle durch den Defekt?

Dazu liegen uns keine Angaben vor. Sobald belastbare Informationen vorliegen, ergänzen wir sie.